Über mich

Die meisten Leute, die mich kennen, nennen mich nur selten mit meinem „offiziellen“ Namen MICHAEL ÖFELE, sondern fast ausnahmslos als „ÖFI“.
Seit meiner Fahrradtour nach Nepal, die ich am 2. August 2002 antrat (siehe Extra-Link) werde ich immer wieder als „Mike on Bike“ bezeichnet.
Meine Leidenschaft, Fernreisen in andere Länder mit dem Fahrrad zu unternehmen, entdeckte ich bereits im zarten Alter von 16 Jahren, als ich allein zum „Balaton“ in Ungarn und wieder zurück geradelt bin. Ab diesem Zeitpunkt stand für mich fest, auch meine weiteren Urlaubsreisen nur noch im Alleingang mit meinem Fahrrad zu unternehmen.
Auf diese Weise erkundete ich mittlerweile 50 Länder Europas, Asiens und Amerikas, unter anderem Frankreich (Atlantikküste), Italien (Toskana), die Benelux-Länder, Polen (Masuren), die Balkan-Länder (u.a. Ex-Jugoslawien), Türkei (Ägäis, Türk. Riviera), Iran (Kaspisches Meer, Persischer Golf), Pakistan, Indien und Nepal, Kanada, USA, Mexiko, Belize, Guatemala, Honduras, El Salvador, Nicaragua, Costa Rica, Panama, Ecuador, Peru, Bolivien, Chile, Argentinien, Urugay und Brasilien.
Auf all diesen Touren übernachtete ich entweder nur in meinem Schlafsack oder wurde bei den einheimischen Familien sehr gastfreundlich aufgenommen. Dieser direkte Kontakt mit fremden Sprachen, Sitten und Menschen ist wohl der Grund meiner Entscheidung für dieses recht langsame oft auch beschwerliche Fortbewegungsmittel.
Auch wenn das Wetter (Erdrutsch, Erdbeben, Hochwasser), die Behörden (Visumprobleme), technische Probleme mit dem Fahrrad (zum Glück nur selten) oder Kriminelle (Überfall in Iran) mir das Leben schwer machten bzw. dieses beinahe auslöschten, gab ich nicht auf und strampelte mich immer wieder irgendwie durch!
Diese Kämpfer-Mentalität musste ich mir bereits am 04.01.1976 aneignen, um mich nicht gleich wieder nach der Geburt durch meine damals 46jährige (!) Mutter von dieser Welt wieder verabschieden zu müssen. Nach zehn Stunden Sauerstoffmangel gaben mir damals die Ärzte in Höchstädt/ Donau keine Chance zu überleben. Aber ich kam durch! Der Preis dafür war allerdings die vollständige Lähmung meines linken Armes und Beines während meines ersten Lebensjahres.
Um so mehr betrachte ich meinen klaren Geist und gesunden Körper (siehe „Athletik-Fotos“) als Geschenk Gottes und versuche das Beste daraus zu machen! Deshalb studierte ich nach meinem Abitur (1995) und Zivildienst (1996) Sport und Wirtschaftswissenschaften an der Universität in Bayreuth, an der ich 2002 mein Erstes Staatsexamen absolvierte. Im Anschluss daran startete ich meinen 13monatigen „Nepaltrip by Bike“, meine bis dahin längste Fahrradreise, von der ich während meiner gesamten Referendariatszeit am Gymnasium in Erlangen und München zehrte.
Nach meinem Zweiten Staatsexamen im Februar 2006 beschloss ich, vor meiner Lehrtätigkeit noch einmal richtig auszusteigen – und zwar für nicht weniger als vier Jahre! In diesem Zeitraum bereiste ich Skandinavien, wo ich das Nordkap zur Mitternachtssonne erreichte und setzte mit einem Bananendampfer nach Panama über, von wo ich an der Pazifikküste entlang nach Kanada (British Columbia) radelte. Zurück in den USA drehte ich eine „Ehrenrunde“ auf dem Colorado-Plateau, um die sagenhaften Nationalparks Zion, Bryce, Arches National Park, das Monument Valley und natürlich den Grand Canyon zu besuchen.
Mit dem Flugzeug gelangte ich nach Südamerika, wo ich von Ecuador ausgehend mehrmals die Anden überquerte, um auf interessanten, aber oft schwer befahrbaren Wegen das „Heilige Tal der Inkas“ mit Machu Picchu in Peru zu erreichen. Fast im Schlamm versunken (wie so mancher Lastwagen) wäre ich im Dschungel Boliviens auf dem Weg nach La Paz, wo ich den „Huayna Potosi“, den ersten über 6000 m hohen Berg meines Lebens bestieg.
Nach Durchquerung des Altiplanos mit „Salar de Uyuni“, der größten Salzwüste der Welt gings im Zick-Zack-Kurs zwischen Argentinien und Chile nach Patagonien, wo ich nachts im Alleingang den sehr aktiven Vulkan „Villarica“ erklommen habe, was zwar aufgrund eines verheerenden Erdbebens in Conceptión nicht gerade vernünftig und sogar verboten, aber zugleich das Beste war, was ich jemals in meinem Leben gemacht habe.
Aufgrund des einsetzenden Winters durchquerte ich Argentinien mit dem Bus zur Provinz „Santa Fe“, von wo ich Kurs auf Uruguay nahm und über ein kleines Stück Brasiliens wieder nach Argentinien gelangte, wo ich den Schlusspunkt meiner Reise an den „Iguazu“-Wasserfällen setzte, für mich den schönsten Fleck der Erde, den ich jemals erleben durfte
Im Zuge meiner Rückkehr nach Deutschland im August 2010 war ich als Lehrer für Sport und Wirtschaft/ Recht am Gymnasium in Weilheim tätig und genoss es, wieder einen geregelten Alltag und ein gesichertes Einkommen zu haben. Zudem hatte ich Zeit, meine Freundschaften zu pflegen und mich um Haus und Hof bzw. „Stadel“ zu kümmern.
Nach sechs Jahren Aufenthalt in „Good, old Germany“ allerdings sah ich die Gefahr, mich in Sorglosigkeit auszuruhen und die Macht der Gewohnheiten im Alltag billigend in Kauf zu nehmen. Um also nicht mitten im Leben „auf der Stelle stehen zu bleiben“ nutzte ich die Jobsicherheit eines Beamten und meine finanzielle und familiäre Ungebundenheit, um wieder mit meinem mittlerweile 24 Jahre alten „Bock“, mit dem ich all meine Fahrradtouren (mit Ausnahme der allerersten) durchstanden habe, die Welt erneut zu bereisen.
Bei dem bevorstehenden nicht weniger als 6 Jahre dauernden „Projekt“ möchte ich alle Kontinente erkunden, um meinem Traum, alle interessanten Ecken dieser wunderschönen Welt „erfahren“, ein bedeutendes Stück näher zu kommen.
Ganz herzlich bedanken möchte ich mich für die tatkräftige Unterstützung durch meine Kumpels Robert Martin, der mich immer bei multimedialen Problemen unterstützt und Lars Schäfer, der meine Homepage ständig mit den neuesten Reiseberichten und Fotos aktualisieren wird, damit Jeder mit Fernweh meine Tour, die ich im September 2016 starten werde, ständig mitverfolgen kann!
 
Euer
Michael Öfele (Mike on Bike)