Südamerika

07/2010

 
Hi!
Nach meiner Expedition zum Krater des Vulkans “Villarica” wurde mir in einer Erholungspause in Pucòn bei Tageslicht mein Schlaf- und Rucksack sowie ein grosser Teil meiner Kleidung aus dem Zelt geklaut, so dass ich mit stark reduzierter Ausrüstung meine Fahrt fortsetzen musste.
Die in mir brodelnde Wut über diesen respektlosen Diebstahl legte sich erst Tage später beim Baden im idyllisch gelegenen “Lago Ranco”, der von den Bergen der Anden umgeben ist, die sich im kristallklaren Wasser wiederspiegeln.
Bald näeherte ich mich auch dem Vulkan “Osorno” an, der mit seiner nahezu perfekt konkaven Form als der Zweitschönste der Welt gilt.
Auf einer Asphaltstrasse gelangte ich nach Puerto Montt, wo mir seit Langem mal wieder die frische Seeluft des pazifischen Ozeans in die Nase stieg und mich so inspirierte, dass ich mich fuer eine spontane Schleife auf der “Isla Chiloe”, einem ca. 200 km langen Archipel entschied. Dort durchstreifte ich auf abgelegenen Schotterpisten das hügelige Gelände und passierte kleine Fischerdörfchen, die so friedlich wirkten als würden sich dort Fuchs und Hase noch “Gute Nacht” sagen.
In Einer dieser kleinen Siedlungen wurde ich jedoch bald von der Realität eingeholt als ich von vier Jugendlichen im Alter von 16 Jahren ein weiteres Mal bestohlen wurde. Weil ich mich zuvor mit dem Quartett während einer Fussballübertragung nett unterhalten hatte und Alle dem Freundeskreis meines Gastgebers angehörten fühlte ich mein Vertrauen nicht nur mit Füssen getreten, sondern gänzlich in den Boden gestampft als am folgenden Morgen meine Kamera, weitere elektronische Utensilien sowie Devisen im Wert von $150 fehlten!
Dem geistesgegenwärtigen Handeln der chilenischen “Carabineros” habe ich es zu verdanken, dass die entwendeten Spezies wieder gefunden wurden. Mein Geld war allerdings wie “vom Winde verweht ...”! Weil aufgrund der Richtlinien der dort herrschenden Justiz Minderjährige strafrechtlich nicht belangt werden dürfen wurde die Gruppe noch am selben Tage wieder auf freien Fuss gesetzt (damit die Anfänger anscheinend noch ein bisschen üben können bis sie 18 sind!!!)
Glücklich über die Aufdeckung des Diebesgutes und gleichzeitig verärgert über die “Samthandschuh-Pädagogik” des chilenischen Strafrechts verliess ich den Ort des Geschehens mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
In der Provinzhauptstadt “Castro”, wo kleine Holzhäuschen (sog. “Palafitos”) auf Holzpfählen im Wasser stehen besuchte ich die Ostermesse in der beeindruckenden Kathedrale, die komplett aus massivem Holz gebaut ist.
So machte ich mich mit Gottes Segen auf in den Nationalpark “Chiloe”, wo ich mit einem geliehenen Rucksack (danke Lilly!) eine Wanderung zum 6 Std entfernten Strand “Cole Cole” unternahm. Das ständige Meeresrauschen und die Einsamkeit auf den langgezogenen Sandstränden erzeugten eine derart meditative Atmosphäre, dass ich mich wie in einer Traumwelt fühlte. Bei einsetzender Dämmerung erreichte ich den halbmondförmigen Strand mit freistehenden Felstürmen, die trutzig aus dem Meer ragen. Wenig später versank die Sonne wie ein rot leuchtender Feuerball am Horizont des dunkelblauen Ozeans.
Tags darauf kehrte ich auf demselben Weg zu meinem Ausgangspunkt zurück, um anschliessend weiter zu radeln nach “Quellon”, einer Hafenstadt am südlichen Ende der Insel. Von dort legte ich mit einer Fähre ab und war froh als ich nach ca. 12 Stunden Hin- und Hergeschaukle mit einem leichten Anflug von Seekrankheit wieder festen Boden unter den Laufrädern hatte.
Auf den schlichten Wald- und Wiesenwegen kam ich wegen des nasskalten Wetters und der spürbar kürzer werdenden Tage in der südlichen Hemisphäre so langsam voran, dass ich mein lange verfolgtes Traumziel “Feuerland” entgültig aufgab. So zog ich nach Erreichen der “Carretera Austral”, der Nord-Süd-Achse im chilenischen Patagonien, wie ein Nomade der Sonne hinterher, die nur noch im hohen Norden zu sehen war.
Auf der holprigen und hügeligen aber auch zugleich wunderschönen Hauptrute mit kristallklaren Bächen und dichten Wäldern war so wenig Verkehr, dass ich in den sternenklaren aber kalten Nächten mein Zelt direkt am Strassenrand aufstellte und so grosse Lagerfeuer entfachte, dass ich mich dabei fast selbst genauso grillte wie das Fleisch für mein Abendessen.
Um den vom Pazifik herziehenden Wolken zu entkommen überquerte ich erneut die Anden auf einer wild-romantischen Schotterstrecke entlang des reissenden Flusses “Futaleufù”. Bereits kurz hinter der argentinischen Grenze erreichte ich endlich trockenere Gefilde, so dass ich mich zu einem kleinen Umweg durch den Nationalpark “Los Alerces” hinreissen liess. Obwohl in diesem niederschlagsreichen Gebiet sogar im Hochsommer ein hohes Regenrisiko besteht wurde ich dort glücklicher Weise von eitel Sonnenschein verwöhnt. Bei meinen vielen Wanderungen, die ich dort unternahm fühlte ich mich regelrecht von der “Welle des goldenen Herbstes” getragen: Die winzig kleinen Blätter der ca. 40 m hohen “Coihues” färbten sich mit zunehmender Höhe immer stärker und leuchteten so intensiv als wollten sie die im Sommer gespeicherte Energie wieder abstrahlen. Immer wieder schweifte mein Blick über eine fabelhafte Kulisse majestätisch wirkender Berge mit schneebedeckten Gipfeln, die zum stahlblauen Himmel eine scharfe Trennlinie bildeten. Die riesigen Seen lagen idyllisch eingebettet in tiefen Tälern, deren dichte Wälder sich in gewissen Höhenlagen in einem Spektrum von sattem grün über goldenes gelb bis zu dunklem rot farblich voneinander abgrenzten. Bei einer abschliessenden Kanutour im langsam dahinfliessenden Fluss “Arrayanes” gleitete ich mit ruhigen Paddelbewegungen durch diese prachtvolle Natur und liess mich manchmal einfach in der Strömung lautlos treiben (danke Claudio, Negra, Sebastiàn und Poro!). Mit unvergesslich schönen Eindrücken besuchte ich schon wenige Tage später den Nationalpark “Nahuel Huapi”, wo ich eine “Ehrenrunde” auf dem “Circuito Chico” drehte. Die komfortabel asphaltierte Bergstrecke führt durch eine atemberaubende Landschaft mit einem Verbund gigantischer Seenplatten mit kilometerlangen Inseln und Landzungen. Die emporragenden Berge der mächtigen Andenkette verleihen diesem Schatzkästchen der Natur ein ausserordentlich harmonisches und zugleich spektakuläres Ambiente.
Obwohl mich nach dieser absolut lohnenswerten Schleife der Winter mit dichtem Schneetreiben in Bariloche, der “Pforte Patagoniens”, einholte liess ich mich von meinem Kurs in den Anden nicht abbringen. Weil zudem noch tagsüber starker Wind wehte und nachts die Temperaturen bis weit unter den Gefrierpunkt sanken erreichte ich recht verfroren “Villa Angostura”, deren Ortsname auf ihrer 12 km langen aber an einer Stelle nur wenige Meter breiten Halbinsel beruht. Mit leichtem Marschgepäck wanderte ich an deren Ende, wo sich ein Wald mit “Arrayanes” Bäumen befindet, die nur an diesem einzigen Ort der Welt eine Höhe von ca. 30 m erreichen. Deren glatte, zimtfarbenen Stämme wirken mit ihren Verwringungen und Schlangenlinien als seien sie in grauen Vorzeiten einmal verhext worden.
Als letztes “Highlight” meiner Rundfahrt in Nordpatagonien begab ich mich auf die ca. 100 km lange “Ruta de los siete Lagos”, eine zur Hälfte geschotterte Hügelstrecke, die an nicht weniger als sieben Seen vorbeiführt. Mit vielen Ausblicken auf ein bezauberndes Bergpanorama erreichte ich bei brilliantem Wetter wieder San Martin wo kurz nach meiner Ankunft kalter Dauerregen einsetzte, der die Strassen überschwemmte. Aufgrund der inakzeptablen Bedingungen schmiedete ich in der Schokoladeria “Vieja Aldea”, wo ich wieder mit einer Kreation hauseigener Produkte verwöhnt wurde (danke Daniel!), neue Pläne und entschied mich für eine Busfahrt in die Provinz “Santa Fe” im nord-östlichen Teil Argentiniens. Von dort werde ich meine Tour nach Norden in Richtung Brasilien fortsetzen.
Aktuelle Bilder meiner mittlerweile länger als vier Jahre andauernden Fahrradreise stehen in der Webseite www.mike-on-bike.de bzw. www.mikeonbike.de abrufbereit. Vielen Dank an dieser Stelle an mein Webmaster-Team: Lars Schäfer, Robert Martin und Daniel Öfele.
Der deutschen National-Mannschaft wünsche ich bei der Fussball WM in Südafrika weiterhin viel Erfolg in der Hauptrunde und freue mich auf ein spannendes und faires Viertelfinale zwischen Deutschland und Argentinien ...!

Ciao,
Michael Öfele
 




Hi!
After my expedition to the crater “Villarica” thieves have stolen my sleeping bag, back pack (sorry Josh!) and the major part of my clothes when I left my tent in the daylight! So I had to keep on going with quite reduced equipment.
Just some days later I could calm down my anger when I´d been swimming in the idyllic lake “Ranco” that is surrounded by the mountains of the Andes that you can see double in the cristal clear water.
A bit later I approached to volcano “Osorno” the so called “second nicest of the world” because of its almost perfect concave shape.
On a paved road I reached “Puerto Montt” where I could smell the fresh air of the Pacific Ocean that inspired me so much that I visited “Isla Chiloe”, an about 200 km/ 60 mi long archipelago. There I´d been cruising on dirt roads over hills and passed little fishermen villages that seemed to be that peaceful that fox and rabbit still say “good night”.
But in one of these little settlements the reality hit me quite hard when four juveniles in an age of 16 years robbed me another time. Because of a nice conversation with the group (that belonged to the friends of my host!) during a soccer game I felt even more sad when I couldn´t find my camera, further electronic items and devises in worth of $150 the next morning.
Just with help of the Chilenian “Carabineros” I could get back the stolen species. But nethertheless my money was “blown in the wind ...”! Due to the rules of the Chilenian law juveniles can´t be punished so that had to leave the complete group at the same day (so that those greenhorns can practise a little bit more until they are 18!!!).
Happy about having gotten back my “hardware” and at the same time angry about that “Silk glove Pädagogic” I left this site with a laughing and a crying eye.
In “Castro” the capital of this departement where you can see “Palafitos” (little huts on trunks in the water) I visited the holy easter mess in the impressive cathedral that´s constructed completely by massive wood.
So I continued with Gods bless to the National Parc “Chiloe”, where I´d been wandering to the beach “Cole Cole” for six hours with a back pack that “Lilly” lent me (thank You!). The steady grooming of the sea and the lonesome beaches created such a meditative atmosphere that I felt like in a dream world!
At dusk I reached this beach with a shape of the half moon and freestanding rocks in the sea. A little bit later the sun set like a red lightening fireball at the horizon of the dark blue ocean.
The next day I´d been walking back the same way in order to continue with my “Bock” to “Quellon”, a port at the southern end of this island. From there I took a ferry and had been glad when I felt firm terrain under the wheels after having been shaked around for 12 hours!
Because of the could and rainy weather and the shorter becoming days I came so slowly forward on those dirt roads that I skipped my big destination “Land of Fire” that I tried to reach all the time. So I decided to follow the sun like a “Nomade” when I reached the “Carretera Austral”, the north-south-connection in the Chilean Patagonia.
On this bumpy and hilly but also beautyful route with cristal clear rivers and dense forests had been that less traffic that I pitched up my tent right beside the road and made so huge fires in those cold nights that I grilled myself almost in the same way like the meat for my dinner.
To escape the clouds that came up from the Pacific Icrossed the Andes one more time on a wild romantic gravel road along the river “Futaleufu”. Right behind the Argentinean border I reached dry landscapes, so that I decided make a little detour to the Nacional Parc “Los Alerces”. Knowing that there is a high risk of rain I´d been even more happy to get a lot of sun there!
At many hikes that I´ve done there I appreciated the mild climate of the “Indian Summer” there: Tiny little leaves of the 40 m/ 120 ft high “Coihues” became more and more colorful in higher altitudes and had been glancing that intensively that they seemed to show the energy they charged during the summer. Many times I watched fabulous culisses with majestetic mountains with snow capped peaks, that created a sharp line to the blue sky. The huge lakes were located in deep valleys with dense forests that showed up with varios colors from golden yellow to dark red in specific altitudes.
At a final canoe tour in the slowly flowing “Arrayanes” I paddeled relaxed or just let me glide through this great nature (thanks Claudio, Negra, Sebastián and Poro!).
With unforgettable impressions I visited just a few days later the National Park “Nahuel Huapi”, where I cycled a “Glory Loop” on the “Circuito Chico”. The comfortably paved mountain route led through a breath taking landscape with a connection of several huge lakes and long islands. The enourmos mountains of the Andean chain create an incredible harmonic and at the same time spectacular ambiente.
In spite of snow storms in “Bariloche”, the port of Patagonia I kept on going my route in the mountains. With aditionally cold wind and night temperatures below freezing I reached “Villa Angostura”, whose name belongs to its 12 km long lagune that is only a few meters wide at one part.
With light weight laguage I marshed to its end where a forest with “Arrayanes” trees is located, the only place in this world where they grow 30 m/ 90 ft high.
Whose cinnamon colored trunks with its strange windings seem like arts made many years ago.
The last highlight of my round trip in north Patagonia I cycled the 100 km long “Ruta de los siete lagos”, that passes not less than seven lakes. This half paved and half graveled road offers panoramic views to amazing mountains that I could enjoy at perfect weather. Short after my arrival in San Martin cold rain came up that overflew the streets in the town.Due to these inacceptable conditions I went to the chocolate shop “Vieja Aldea” in order to make new plans while eating those delicious home made products (thanks Daniel!). So I decided to take a bus to the province “Santa Fe” in the north east of Argentine. From there I´ll keep on cycling to the direction of Brasil.
Actual Pictures of my already more than four years lasting bicycle tour yo can see in the website www.mike-on-bike.de or www.mikeonbike.de
Thank you very much for this service to my webmasters: Lars Schäfer, Robert Martin and Daniel Öfele.
Also the German national team I wish much success at the soccer champion ship in South Africa and I´m looking forward for an exciting and fair quarter final between Germany and Argentine …!

See you,
Michael Öfele



Hola!
Despues mi excursion por el crater de volcan “Villarica” lo me robaron mi bolsa de dormir, mochilla y il mayor parte de mi ropa quando he estado desocupando mi carpa en un tiempo de descansa en Pucón. Entonces Yo debé deguir en mi viaje con equipo bien reducado. Mi furia de esta delinquencia sin respeta calmó algos dies despues quando Yo puede nadar in el picturoso lago “Ranco” que es rodeato con las montañas de los Andes que estadieron reflejado en la agua cristalina.
Luego Yo llegé a volcan “Osorno”, bien conoscido para ser el segundo mas bonito del mundo por su forma concava quasi en perfection.
Mi camino fue a “Puerto Montt” donde puede olir el aire frescito del mar que estado inspirando mi tanto que Yo visité “Isla Chiloe”, un archipelago con un longitud de approxiamente 200 km. En caminos de ripio y muchas colinas he estado cruzeando esta isla. Los alrededores con algos aldeas de los pescadores estadieron tan tranquillo como aún zorro y conejo se desean “buenas noches”.
Mas en una de estas caserias la realidad me toquó fuerte, quando cuatro jovenes de 16 años rovaron mi una otra vez! Esto robo pasó despues una buena conversación mientras mirando tele con estos amigos de mi anfitron. La proxima mañana quando no puede encontrar mi camera, varios otras cosas electronicas, ni effectivos con un valor de $150 Yo sentié muy desolado con mi confianza abusada tan grave!
Solamente con ayuda de los “Carabineros” puede recuperar las spezies in menos de media hora. Sin embargo mi dinero estado desaparecado …!
Por causa de las reglas de esta ley en Chile jovenes de “menor edad” no pueden estar condenado. Por alli la policia debó dejar todo el grupo libre en la misma dia (talvez que ellos pueden practicar un poco mas hasta ellos tienen 18 años …!!!).
Feliz por la recuberatión de mis spezies y tambien enojado de esta “Pädagogia de guantes de terciopelo” Yo salé de esta lugar con un ojo reindo y un ojo llorando.
En Castro, el capital de esta provincia y famoso por sus “Palafitos” (casitas que son construido arriva palos en la agua) Yo visité la misa por Pascua en un catedral de pura madera. Entonces con la bendiga de dios Yo fue por el Parque Nacional “Chiloe” para caminar por la playa “Cole Cole” con una mochilla prestada (gracias Lilly!). El mar murmurando y la solitud in estas largas playas crearon un ambiente meditativo como en un mundo de los sueños. Despues seis horas Yo llegé a esta playa en forma de una media luna – justo in tiempo para ver la salida del sol que estado como una pelota de fuego bajando atras las aolas azules del vasto ocean.
La proxima dia Yo volvé por el sitio de mi partida para pedalear con mi “Bock” a “Quellon”, el puerto mas sur de esta isla donde Yo tomé un barco.
Un poco marmeado Yo llegé a el parte continental de Chile donde Yo sigué en mi viaje a caminos de tierra. Mal condiciones con dies mas cortes en la hemispher del sur y un tiempo frio y lluvioso estadieron frenando mi tanto que Yo renuncié mi grande destino “Tierra del fuego”, que Yo persigué por largo tiempo.
Inicialmente frustrato de esta derrota personalmente Yo persigué como un “Nomade” el sol que solamente estado muy lejo in el norte, quando Yo llegé a la “Carretera Austral” in Patagonia de Chile.
En esta ruta principal con muchas colinas y bien escabroso pero tambien muy bonito con sus arroyos cristalinos estaba tan poco trafico que Yo armé mi carpa justo al lado de esta carretera. Mis fogones estadieron tan grande que Yo estado asadando mi cuerpo mas ó menos en la misma manera como il carne por mi cena …!
Para escapar de los nuveles que llegaron del mar Pacifico he estado cruzeando las Andes una otra vez en un camino de ripio, romantico y silvestre, a largo lo rio “Futaleufu”.
Justo despues la frontera de Argentina Yo llegé a alrededores mas secos. Por eso Yo fue por el Parque acional “Los Alerces”, un lugar abastante lluvioso – tambien in verano y especialmente in otoño! Pero con mucho suerte Yo puede disfrutar el sol quando he estado caminando varios senderos entre los “Coihues” con sus hojitas resplandecando como ellos quieren lumbrar con todo su energia que ellos puederon recargar in verano.
Hojas cayados crearon una gruesa alfombra con un spectrum de muchos colores de amarillo hasta rojo.
Sin cesar Yo siempre debe mirar esta culissa fabulosa con montañas majesteticas y sus cumbres cubierto con nieve que crearon un grande contrast con el cielo azul en fondo.
Los lagos gigantes estadieron en valles profundas con bosques de distinctos colores in ciertas alturas con un spectrum de amarillo hasta violeta. AL fin Yo puede remar en canoa in el rio “Arrayanes” con un corriente muy lento. Avezes remando tranquilamente y avezes descansando Yo puede escuchar el silencio in esta natura magnifica (gracias Claudio, Negra, Sebastian y Poro)!
Con impressiones inolvidables Yo visité algos dies despues el Parque Nacional “Nahuel Huapi” donde Yo manejé una “Vuelta de la Gloria” a el “Circuito Chico”. Esta ruta asfaltado entre las montañas paseando lagos immensos con largas islas y peninsulas.
Los montañas de los Andes complejan esta ambiente con harmonia y espectacularidad.
Aunque il invierno con nieve alcanceó mi en “Bariloche”, la “puerta de Patagonia” Yo sigué en mi ruta de los Andes. Viento bien fuerte y temperaturas hieladas en la noche Yo llegé a “Villa Angostura” con su peninsula de 12 km longitud pero solamente algos metros latitud en un lugar.
Con equipo ligero he estado caminando a su fin donde hay un bosque con “Arrayanes”, que crecen solamente in esta lugar del mundo hasta una altura de 30 m! Sus troncos lisos con color canela aparecen para estar maldecido por causa de sus lineas sinuosas.
Il ultimo placer de mi vuelta in Patagonia Norte Yo manejé la “Ruta de los siete Lagos”, que es partialmente asfaltado, con muchas subidas y bajadas y con hermosas vistas a siete varios lagos in la mitad de un panorama de las montañas en fondo.
Quando Yo llegé a San Martin il tiempo cambió y lluvia muy frio y tan fuerte estado comincando, que las calles estadieron hundado.
Por causa de estos condiciones inacceptables Yo visité la chocoladeria “Vieja Aldea” una otra vez para pensar a planes nuevas mientras golosar productos caseros (gracias Daniel!). Al fin Yo tomé un collectivo para la provincia “Santa Fe” in el norte este de Argentina. De alli Yo sigaré en mi viaje por la direción a Brasil.
Nuevas imagines de mi tour que Yo comincé mas de cuatro años antes son listo para verlos in el sitio web: www.mike-on-bike.de ó www.mikeonbike.de
Muchos gracias por eso a mis amigos Lars Schäfer, Robert Martin y mi sobrino Daniel Öfele.
Por la selección de Alemania deseo mucho suerte y éxito en la campeoneta de futbol mundial in Sur Africa.
Espero con ilusión un emocionante y correcto cuarto final con Argentina!

Ciao,
Michael Öfele

 

 

 

 

03/2010

Hi!

Bei meiner Fahrt durch Argentinien entlang der westlichen Hauptverbindung “Ruta 40” ging ich in ein ca. 5000 km langes Wettrennen gegen den immer naeher rueckenden, antarktischen Winter, dem ich in Feuerland am suedlichen Ende Amerikas zuvor kommen musste. Wegen der schier unertraeglichen Hitze im noerdlichen Teil des Landes startete ich fast jeden Tag zum Sonnenaufgang, um mich Mittags in langen Siestas zu erholen. Gegen Abend radelte ich dann bis zum Einbruch der Dunkelheit weiter, um mir in dieser weiten Steppengegend einen Schlafplatz zwischen duerren Dornbueschen zu suchen, der nicht von einer der vielen Ameisenstrassen durchkreuzt wird. Nach vollbrachtem Tagewerk war ich oft zu muede mein Zelt aufzubauen, so dass ich in den sternenklaren Naechten einfach meinen Schlafsack auf den Boden legte und beim Anblick des “Kreuz des Suedens” das hoch ueber mir stand selig einschlief.

Einige Tage spaeter lief es mir dann kalt den Ruecken herunter, als mir gesagt wurde dass ich Glueck hatte, nicht von einer Viper oder Giftspinne gebissen worden zu sein, von denen es in diesem Gebiet anscheinend wimmeln muss …!

Nur alle 50 bis 80 km gelangte ich an kleine Siedlungen, die in dieser trockenen Pampa schon von Weitem als gruene Oasen erkennbar waren. Dazwischen war das Landschaftsbild dermassen monoton, dass ich bei gleichmaessigem Tritt in die Pedale immer wieder in einen Doesezustand fiel, was ich an so manchen Meilensteinen merkte, die “nur wenige Minuten zuvor” noch mehrere Kilometer entfernt waren.

Bei dieser “Meditationsfahrt” kurbelte ich somit vollkommen entspannt 70 bis 100 km taeglich, so dass ich recht zuegig Patagonien erreichte, wo der Wind so heftig von der Seite wehte, dass ich mich auf den langen Geraden wie in einer engen Kurve gegen ihn lehnen musste und dabei trotzdem von ueberraschend auftretenden Sturmboeen bis in die Strassenmitte gedrueckt wurde. Bei Gegenwind ging es nur noch darum, die Raeder am Rollen zu halten auch wenn der dazu noetige Kraftaufwand in keinem Verhaeltnis mehr zu dem spaerlichen “Landgewinn” stand!

Nach sechs Wochen verbissener Strampelei wie beim Vorbereitungstraining zu einem wichtigen Radrennen fuehlte ich mich immer mehr von den gruenen Anden mit ihren tiefblauen Seen und schneebedeckter Berge angezogen. In San Martin de los Andes begann fuer mich daher eine Phase der Neuorientierung, bei der ich beschloss meine Tour zu “entschleunigen”, indem ich mein stur verfolgtes Ziel “Feuerland” erneut verwarf!

Nachdem ich mich in der Chocoladeria “La Vieja Aldea” an den hausgemachten Koestlichkeiten laben durfte (danke, Daniel!) verliess ich mit neuer Energie meine alte Marschroute und machte mich mit viel Vorfreude auf zum Nationalpark “Lanin”, wo ich in Thermalquellen meine strapazierten Beine endlich mal wieder entspannen konnte.

Gut erholt schulterte ich daraufhin meinen Rucksack und erreichte nach einem anstrengenden Aufstieg den Gipfel “Cerro Mallo” mit einem fantastischen Panoramablick auf die patagonische Andenkette, aus der die weissen Vulkankegel “Lanin” und der rauchende “Villarica” herausragen. Weil es sich bei Letzterem um einen aktiven Vulkan handelt, der sogar offiziell bestiegen werden darf, stellte er fuer mich natuerlich eine ganz besondere Attraktion dar.

Um ihn zu erreichen durchquerte ich das Reservat der “Mapuche” Indianer auf einer sogenannten “Internationalen Rute” nach Chile, bei der es sich aber nur um einen schlechten Schotterweg handelt.

Bereits wenige Kilometer hinter der Grenze praesentierte sich an den “La Leona” und “Huilo Huilo” Wasserfaellen die Natur von ihrer wild romantischen Seite: In einer gruenen Schlucht mit moosbewachsenen Baeumen stuerzt ein kristallklarer Fluss bis zu 50 m in die Tiefe und erzeugt im hellen Sonnenschein durch seine zerstaeubenden Wassermassen doppelte und manchmal sogar dreifache Regenboegen.

Nachdem ich mich in dieser paradiesischen Schoenheit erfrischt hatte, uebernachtete ich am Strand des tiefblauen Sees “Calafquen”am Fusse des staendig rauchenden Vulkans “Villarica”, der majestaetisch gegenueberstand. Beim Abendessen blieb mir der Loeffel im Mund stecken, als ich den Rand des Kraters immer wieder dunkelrot aufleuchten sah.

Hochmotiviert machte ich mich deshalb tags darauf auf den Weg nach “Pucòn”, dem Ausgangspunkt fuer Trekkingtouren. Auf einem Trampelpfad mit satten Steigungen und einem unwegsamen Geflecht aus knorrigen Wurzeln schob ich meinen “Bock” durch dichten Wald mit “Araukarien”, die nur an diesem Ort der Welt Fruechte tragen. Recht ausgezehrt erreichte ich das touristische Staedtchen, wo ich mich erst etwas ausruhen wollte, um wieder Kraefte zu sammeln.

Doch mitten in der Nacht begann auf einmal der Boden des kleinen Haeuschens, in das ich eingeladen wurde (danke, Amaro & Familie) wild hin- und herzuschaukeln., so dass ich Schwierigkeiten hatte aufzustehen. Weil ich eine unerwartete Eruption als Ursache der Erdstoesse vermutete, die von einem unheimlichen Grollen aus der Tiefe begleitet wurden, stuermte ich nach draussen um den Vulkan im Blick zu halten. Doch in den wegen des Stromausfalls eingeschalteten Autoradios kam die Nachricht, dass es sich um ein schweres Erdbeben der Staerke 8,8 handle mit seinem Epizentrum in “Concepciòn”. Spaeteren Meldungen zufolge erreichte das Beben meinen knapp 300 km weit entfernten Standort mit einer Staerke von 6,5 auf der Richterskala!

Weil in dieser Nacht noch weitere Nachbeben folgten war an Schlaf nicht mehr zu denken, so dass ich am naechsten Tag nicht allzu ungluecklich war, dass alle Outdoor Aktivitaeten streng verboten wurden.

Allerdings reizte mich die verstaerkte Rauchentwicklung und die damit einhergehende Warnung vor einem erhoehten Eruptionsrisiko. So lieh ich mir tags darauf eine komplette Bergsteigerausruestung und machte mich damit auf den Weg zu meiner zugegebener Massen waghalsigen Expedition zum Krater!

Um die Sperre der Polizei bzw. Parkwaechter zu umgehen startete ich abends zu meinem “heissen” Abenteuer mit einem recht flauen Gefuehl im Magen, da auf dem 1400 m hohen Anstieg die Risiken neu entstandener Gletscherspalten, Steinlawinen und eines tatsaechlichen Vulkanausbruchs uneinschaetzbar waren!

Nach Sonnenuntergang stapfte ich bei Vollmond mit meinen Steigeisen auf dem bedrohlich wirkenden Schneefeld – staendig auf der Suche nach einem Pfad, die jedoch erfolglos blieb. So waehlte ich den direkten Weg nach oben, wo rot-gelb leuchtendes Gas langsam aufstieg. Der Gletscher war durchzogen von Falllinien herabgpolterter Lavasteine. Ich wollte nicht daran denken, wie viele dieser lose aufeinanderliegenden Brocken oberhalb mir im Fall eines erneuten Erdbebens herabstuerzen wuerden …! Immer wieder gelangte ich zu Gletscherspalten, die ich manchmal muehsam umlief, auch wenn sie nur eine Hand breit waren, wenn ich mir trotz Inspektion mit meinem Eispickel nicht den entscheidenden Schritt darueber machen traute. Denn es haette mein Letzter sein koennen …! Mit immer lauter werdender Stimme rief meine innere Vernunft zur Umkehr auf, doch mein Adrenalinspiegel im Blut war zu hoch um ihr zu folgen!

Nach ueber fuenf Stunden erreichte ich mit Herzklopfen bis zum Anschlag den Krater, wo ich mir die Augen reiben musste, um zu glauben, was sich da vor mir abspielte: In einem ca. 10 m breiten Loch, das wohl bis zum Inneren unseres blauen Planeten reicht, schwappte gluehend heisse Magma bis knapp unter den Rand nach oben und strahlte dabei ein so grelles Licht ab, dass ich fast geblendet wurde. Immer wieder hob und senkte sich der Spiegel dieser orange-gelben Masse mit lautem Zischen und erzeugte dabei stechend riechende Schwefelschwaden.

Um diesem einzigartigen Naturschauspiel noch naeher zu sein stieg ich ein Stueck in diesen ca. 30 m tiefen “Hexenkessel” ab und verweilte beim Anblick dieses unglaublichen Szenarios – bis auf einmal der Boden unter mir zu vibrieren begann! Da schoss es mir wieder in den Kopf, wie gefaehrlich dieses Unternehmen eigentlich war und fluechtete schnell wieder nach oben. Als das leichte Beben jedoch wieder vorbei war drehte ich  eine abschliessende “Ehrenrunde” auf dem schroffen Rand des Kraters, bevor ich nach ueber einer Stunde Aufenthalt diesen “Hot Spot” mit einer Mischung aus Wehmut und Erleichterung verliess. Nach meinem Abstieg in den fruehen Morgenstunden erreichte ich mit einem unbeschreiblichen Gluecksgefuehl und einer ordentlichen Portion Muedigkeit wieder meinen Startpunkt in Pucòn.

Zweifelsohne war diese “Feuer und Eis” Aktion das Verrueckteste aber auch zugleich Beste, was ich bisher in meinem ganzen Leben gemacht habe, auch wenn ich es nicht zur Nachahmung empfehlen darf!

Viele Fotos und Videos von meinen Abenteuern stehen auf der Webseite www.mikeonbike.de bzw. www.mike-on-bike.de bereit, die staendig von meinem Webmasterteam aktualisiert wird.

Ciao,

Michael Oefele

 

03-2010 

Hi!

On my Tour through Argentina along the main connection “Ruta 40” I startet a 5000 km /3000 mi lasting race against the approaching antarctic winter. I had to be in fire land at the spine of the American continent before the frost comes. With the temperatures being quite high in the northern part of this country I started at dawn almost every day in order to rest for a couple of hours during the day. In the late afternoon I continued until dusk in order to look for a sleeping place in this kind of desert between dry thorn bushes, trying to avoid lying inner between one of these many ant paths. Many times I`d been too tired to pitch up my tent so that I just laid my sleeping bag on the floor and fell asleep under the “Cross of the south” between many other stars in the sky. Some days later I`d been told that I`d been lucky not having been bitten by a viper or a poisonous spider that live there in huge amounts …!

Just all 50 to 80 km/ 30 to 50 mi I reached some little villages that you could recognize already from far away as green oasis in this dry area. Inner between the landscape was that monotone that I cycled in a kind of “stand by” condition, what I sometimes recognized when I passed a mile stone some kilometers further after “a few minutes”.

So I`ve made between 70 and 100 km/ 50 and 70 miles daily in a  relaxed way, that I reached Patagonia quite quickly. There the wind was blowing that strong that I had to lean against it on straight stretches like in a narrow curve. Nevertheless some heavy strikes pushed me into the middle of the road when they came up surprisingly. If I had headwind I just tried to keep the wheels rolling even if the relation between effort and effect was out of relation.

After six weeks I felt like in a training for an important bike race even if I would have preferred to stroll around in the closed by Andes that teared me with their blue lakes and snow capped mountains. Having reached San Martin a time of new orientation began for me and so I decided to “speed down” my Tour and gave up my big destination “Fireland” for one more time. Having been invited into the chocolate shop “La Vieja Aldea” (thanks, Daniel) I left with new energy towards the National Park “Lanin”, where I could relaxed my tired legs. Well relaxed I shouldered my back pack and walked up the “Cerro Mallo” with a fantastic panorama view to the Patagonian Andean chain, with white volcanos like “Lanin” and the smoking “Villarica”, that you can also go up officially! Of course this was a big destination for me!

To reach it I crossed the reserve of the “Mapuche” Indians on a so called “International Road” that was just a bad graveled way.

Right after the border the nature presentated itself from the wild romantic side when I visited the waterfalls “La Leona” and “Huilo Huilo”: In a green canyon with mosses overgrown trees a crystal clear river drops down for about 50 m/ 150 ft that gush created double and even triple rainbows.

Having been refreshed in this paradise I stood the night at the beach of the deep blue lake “Calafquen” at the foot of the majestic volcano “Villarica”. While having my dinner the spoon become stuck in my mouth when I`ve seen the crater lightening in red color. Highly motivated I left into the direction of Pucòn, start point for hiking tours. On a trail with steep climbs over immense roots I pushed my “Bock” through a dense forest with “Araucaries”, that just have fruits at this part of the world. Quite exhausted I reached the touristy town, where I had to relax at first in order to regenerate my force.

But in the middle of the night the floor started moving back and forth so that I had problems to get up. Being afraid that it would be an eruption I ran out of the tiny house in that I`d been invited (thanks Amaro & family) I ran out to observe the volcano. But from the car radios that had been switched on there was the message about a heavy earthquake with a force of 8,8 in “Concepciòn”. Later on I heard that it reached my place with still 6,5!

Having been some more earthquakes after that I couldn`t sleep any more so that I hadn`t been really unhappy that all outdoor activities had been strictly forbidden. But the increasing smoke development and inhering warnings from an increased risk of an eruption attracted me. So I rented a complete setup for mountaineering and prepared myself for a self guided expedition to the crater!

To avoid problems with the police or the park guards I started in the evening to my “hot” adventure with some fear about risks like new existing splits in the glacier, stone avalanches and even a volcanic eruption that nobody could estimate.

After sunset I`d been walking in a full moon night with my crampons on the threatening snow field – searching for a path, but I didn`t find anything. So I decided to go the direct way straight up where the red and yellow gases had been shining. The glacier was full of spurs of lava stones that had been rolling down. I didn`t want to think about the weak rocks further up that would break down in case of a new earth quake. Sometimes I reached splits in the glacier that I`d been walking around even if they had been only one hand wide when I didn`t dare to make the step over it – it might have been my last one!

My common sense was shouting with louder and louder becoming voice to go back, but the navel of adrenalin in my blood was too high to follow it!

After more than five hours I reached the crater with my heart beating until the maximum. But what I`ve seen there right in front of me was just amazing: In an about 10 m wide hole that maybe reaches the middle of our blue planet liquid and for sure unbeliefable hot magma was swapping up almost until the end of this vertical tunnel and was glancing that intensively that it almost blinded my eyes. With the level of this red and yellow mass moving up and down it created a lot of bad smelling smoke. To be closer at this unique scenery I went a bit further down into this 30 m/ 100 ft deep “witches pot” and just enjoyed the breathtaking view – until the soil beyond me began vibrating! At once I recognized how dangerous this place was and run up again. After the light movements had been over I`d been walking a “glory loop” at the edge of the crusty crater before I left this “Hot Spot” after more than an hour.

Having walked down in the early morning hours I reached Pucòn again completely happy and very tired.

No doubt that this “fire and ice” action was the craziest and and also the best thing I did in my life, even if I don`t recommend to imitate!

Many pictures and videos of my adventures you can find on my website www.mike-on-bike.de or www.mikeonbike.de that is steadily updated by my webmaster team.

 

See you,

Michael Oefele

 

03-2010

Hola!

En mi viaje en Argentina a lo largo de camino principal “Ruta 40” in el oeste estado comincando una carrera de 5000 km  hasta “Tierra de Fuego” al fin de America contra il invierno antarctico. Por tanto calor in el norte de esto pais estado iniciando pedalear hasta sol de mañana para descansar en la media dia con largas siestas. En la tarde Yo sigè hasta anochecer y depues estado buscando para un lugar para dormer en esta pampa secca. No estado facil porque hay muchos espinas y ormigas. Al fin de una dia estado demasiado descansado para armar mi carpa, entonces Yo pongè solamente mi sacco dormir a il piso y tranquillamente estado dormiendo abajo il “Cruz de Sur” in il cielo claro con muchas estrellas.

Algos dies mas tarde gente avlorieron que Yo tiene mucho suerte que ningun vibora o una arena estadieron picando mi, porque hay abastante mucho en esta region …!

Solamente todos 50 hasta 80 km Yo llegè a piquenos pueblos que estadieron bien visibile de larga distancia como oases verdes en una area muy seca. Entre estos pueblos estado tan aburido, que estado dormiendo a vezes quando estado pedaleando in el mismo tiempo! He estado percibiendo esto quando estado paseando un letero algos kilometros mas alla solamente despues “algos minutos”.

En esta manera Yo puede manejar 70 hasta 100 km diario y llegè a Patagonia bien rapido. Pero il viento estado tan fuerte que Yo debè manejar en partes derechos como en una curva angosta. Obstande algos vezes estado empujado para la mitad de calle. Con viento contrario solamente estado probanda para mover adelante tambien quando la relaciòn de mi fuerza y il moviento estado inacceptable.

Despues seis duras semanas como en un entranimiento para un competition de ciclismo sentie mas y mas interes para visitar las Andes verdes con sus lagos azules y montañas blancas. Entonces estado cambiando mis planes quando Yo llegè a San Martin de los Andes y cancelè mi destino “Tierra de Fuego” di Nuevo!

En la chocoladeria “La Vieja Aldea” donde estado invitado para comer varios productos muy ricos (gracias Daniel!) puede aumentar mi stomacho con mucho energia que Yo necesitè para seguir mi viaje par ail parquet nacionàl “Lanin”. En las agues termales puede descansar mis piernas. Despues he estado haceando mi mochilla para subir il “Cerro Mallo”. Arriva Yo tiene una vista panoramica muy Linda par a las Andes de Patagonia con sus cumbers blancos de los vulcanes “Lanin” y “Villarica” donde humo es subiendo todo il tiempo. Por causa de possibilitad para esto volcano activo lo estado mi proximo destino.

Para llegar alla estado cruceando il reservato de las “Mapuche” indigenas en una “Ruta Internacionàl” para Chile, mas estado solamente una carretera de ripio.

Ya cerca despues la frontera la naturaleza a las cascadas “La Leona” y “Huilo Huilo” estado muy romantico y tambien Silvestre: En una quebrada con arboles crecado con musgo un rio cristallino es callendo 50 m por abajo y es creando arco iris dobles y tambien triples.

Estar bien refrescado en esto paraiso estado dormiendo a la playa del lago “Calafquen” a il pie de volcan “Villarica”, que estado al frente. Mientras mi cena estado totalmente sorpresado quando su crater estado lumbrando rojo.

Por eso Yo fue muy motivado a un sendero abastante loma y con muchos ruizes fuertes en esto bosque bien denso. Alla es tambien il unico lugar en el mundo donde las arboles “Araucarias” producen frutas! Muy descansado Yo llegè a esta ciudad pequenita y turistica. Pore so Yo quise esperar algos dies para recuberar mi fuerza.

Pero en la media noche sùbito il piso de la casita donde he estado invitado (gracias Amaro y familia) estado iniciando para mover por derecho y isquierta como loco que estado bien difficil para levanter! Yo pensè il rasòn pore so estaba una eruption y estado mirando il volcan fuera la casa. Pero en las radios estado il report que esos movimiendos estaban por causa de un tierre moto en “Concepciòn” con una fuerza de 8,8! Tambien en mi lugar que estaba menos de 300 km fuera la fuerza estaba 6,5!

Todo la noche puede sentir las replicas, entonces no estado tan frustado quando la siguente dia todos activitades de outdoor estadieron prohibido.

Mas humo de crater y mensajes que il riesgo de un erupciòn estado mas alto estado mas attractando para mi sin embargo. Pore so estado alguilando equipo de montaña para hacer un expedition par ail crater!

Para eviar problemos con la policia a las guardaparques estado esperando hasta la anochecer. Con hartos dudas por los riesgos como quebradas nuevas en el glaciar, avalanches de piedras y tambien una eruption real estado iniciando en esta questa por 1400 m altura!

A puesta de sol estado carminando con mis crampones arriva il campo de nieve que estado lumbrato con il luz de luna llena – siempre buscando por un sendero, pero no hay! Pore so Yo fue directamente en la direcciòn para arriva donde il homo estado lumbrando rojo y naranja. EN todos lados puede ver piedras de lava que estadieron callendo antes. No quise saver quandos mas son siguendo en caso de un tierre moto de nuevo …!

Sin cesar Yo llegè a quebradas en el glacier angosto como un mano, pero algos vezes tiene miedo para pasar tambien despues mi inspecciòn con il violet. No quise hacer mi ultimo paso en mi vida …! Il voz de mi razòn estado llamando para bajar mas y mas fuerte, per oil adrenalin en mi sangre estaba demasiado fuerte para seguir lo!

En un poco mas de sinco horas Yo llegè a il crater con mi Corazon empujando con maximo intensidad! No puede creer que Yo puede ver al frente de mi: En un hueco con 10 m diametro con una profundidad hasta il nucleo de nuestra planeta azul estaba Magma subiendo y bajando y estaba lumbrando tan fuerte, que mis ojos estadieron mas ò menos cegado! Con mucho mal olor las gases agregadas de sulfre subieron despacio.

Para estar mas cerca a esto spectaculo estado bajando un poco abajo dentro il crater, 30 m profundo! Despues un poco tiempo de descanso la tierra estaba vibrando subito una otra vez! En esto momento estado recordiendo como peligroso esto lugar es y fue para arriva sin esperar un secundo mas. Despues esto timor Yo hacè una “vuelta de Gloria” al cima de crater antes mi bajada en la mañana. Mas de una hora estado arriva a esto lugar muy special – totalmente solo!

Undescrivible feliz y tambien muy descansado Yo volvè en Pucòn en la media dia. Esta acciòn “Fuego y Hielo” estaba la mejor y tambien mas loca cosa que Yo estado hechando en todo mi vida – pero sin embargo no para imitar!

Muchos imagines y videos de mis aventuras son en el sitio web que siempre es actualizado con sopporto de mis administrators de Web! Il sitio es www.mike-on-bike.de ò tambien www.mikeonbike.de

Hasta luego,

Michael Oefele

 

11-2009

 

Hi!

Weil ich noch vor Ablauf meiner maximalen Aufenthaltsdauer in Bolivien das Land verlassen musste, entschied ich mich fuer eine Rundfahrt zum Titikakasee, bei der ich nach Peru aus- und bereits am naechsten Tag wieder einreiste. Die flache Asphaltstrasse bereitete mir ein dermassen beschwingtes Fahrgefuehl, dass ich mich nach den schlammigen bzw. staubigen Pisten durch den Dschungel fuehlte wie bei einer gemuetlichen Kaffeefahrt.

Nachdem ich in Copacabana mein Fahrrad freundlicher Weise im Hostal "Arco Iris" abstellen durfte setzte ich in einem kleinen Boot auf dem hoechsten navigierbaren See der Welt zur nahegelegenen Insel "Isla de Sol" ueber. Auf einem ca. 20 km langen Inka Pfad, der auf einem Bergkamm die Nord-Sued-Achse bildet genoss ich den fantastischen Ausblick auf die halbmondfoermigen Straende die eine scharfe Trennlinie zum tuerkisgruen bzw. dunkelblau funkelnden Wasser bilden.

Nach diesem traumhaften Abstecher packte ich eine Woche spaeter in La Paz erneut meinen Rucksack ? diesmal fuer den Wanderweg ?Camino el Choro". Bereits in der Pre-Inka Zeit wurde diese Route fuer den Austausch von Waren aus dem Dschungel (Koka und verschiedene Fruechte) und der hohen Sierra in den Anden (Cinua Samen und Chuño, eine Art Kartoffel) genutzt. Um den Spuren dieser antiken Handelsstrasse zu folgen musste ich einen knapp 5000 m hohen Pass ueberwinden, um anschliessend auf dem mit unregelmaessig grossen Steinen gepflasterten Weg in die Provinz ?Yungas" hinabzusteigen. Mit Wohlwollen verspuerte ich, wie das anfangs rauhe Klima mit feuchtem Nebel und kaltem Wind zunehmend milder wurde. Die Vegetation wurde von Tag zu Tag ueppiger und die warme Luft war gesaettigt vom wuerzigen Duft wohlriechender Kraeuter. Kolibris schwirrten von einer Bluete zur Anderen und bunte Schmetterlinge umschwaermten mich als wollten sie mir ihre ganze Schoenheit wie in einer Modeschau vorfuehren. Nach vier Tagen erreichte ich das Flusstal Coroicos, wo ich noch etwas Zeit verbrachte um weitere Wanderwege auszukundschaften, die ueber wacklige Haengebruecken und durch dichten Dschungel fuehrten.

Gut erholt kehrte ich wieder nach La Paz zurueck, wo ich ueber Internet einen Mieter fuer mein Haus suchte, das ich vor ueber zwei Jahren von meiner Mutter geerbt hatte. Wahrscheinlich war diese schwierige Aufgabe der Grund fuer den Ausbruch der Guertelrose, die sich von einer Gesichtshaelfte uebr den Hals bis hin zur Brust zog und mich ein halbes Jahr nach meiner Typhuserkrankung erneut auf eine Schmerzprobe stellte. In einer recht eigenwilligen Therapie, bei der ich mich auch der einheimischen Naturheilkunde zuwand war ich nach drei schweren Wochen kuriert. Weil sich bis dahin immer noch kein Mieter finden liess und ich deshalb weiterhin staendig erreichbar sein musste nutzte ich die Wartezeit um meinen ?Bock" mit selbst angefertigten Aluminiumkonstruktionen aufzuruesten: Durch Sattelflaschenhalter mit denen ich drei Liter Wasser mehr transportieren kann und zusaetzliche Lenkergriffe, um waehrend der Fahrt aufrecht sitzen zu koennen, bereitete ich mich auf die vor mir liegenden, weiten Strecken ohne jegliche Zivilisation vor.

Nach ueber einem Monat vergeblicher Mietersuche gab ich endlich wieder meinem Freiheitsdrang nach und startete trotz starkem Gegenwind, der durch den kalten Humboldt Strom im Pazifischen Ozean hervorgerufen wird und sich mir entgegenstellte wie eine Wand. Die huegelige Asphaltstrasse fuehrte durch eine bizarre Wuestenlandschaft mit versteinerten Sandduenen und bis zu 200 m tiefe Canyons deren rot-orangene Waende weit auseinanderklaffen. Die ganze Zeit steuerte ich auf den markanten Berg ?Sajama" zu, der mit ueber 6500 m der hoechste Boliviens ist. Bereits aus einer Entfernung von ueber 100 km konnte ich seinen schneebedeckten Gipfel erkennen. Weil dieser Gigant frei vor der westlichen Andenkette steht, beeindruckt er mit seinem majestaetischen Antlitz.

Nach insgesamt sechs Monaten verliess ich Bolivien und ueberquerte die Grenze nach Chile, das fuenfte Land auf meiner Reise in Suedamerika. In der Naehe des paradiesisch gelegenen Sees ?Chungara" am Fusse des gleichnamigen Vulkans stuerzte ich mich im chilenisch ? bolivianischen Grenzgebiet in ein Offroad-Abenteuer der besonderen Art: Obwohl diese ca. 200 km lange Piste als eine ?Touristenroute" ausgeschrieben ist, war ich von Ausnahme einer Hand voll Pick-Up`s und LKWs vollkommen allein. Der anfangs gut praeparierte Fahrbahn wurde bald so sandig und wellig, dass ich auf meinem ?Bock" reiten musste wie auf einem Pferd!

Auch wenn ich deshalb nur langsam vorankam genoss ich es von Vulkanen umgeben zu sein, von denen der Ein oder Andere sogar leicht rauchte. Vom ?Guallatiri" sanken dicke, gelb leuchtende Schwefelschwaden entlang des Bergrueckens ab, so dass sie haushohe Felsbrocken verdeckten.

Auf halber Strecke strahlte mir die weisse Kruste der kleinen Salzwueste ?Salar Surire" mit ca. 20 km Durchmesser entgegen. Weil deren Oberflaeche einer geschlossenen Schneedecke zum Verwechseln aehnlich sieht, fuhr ich anfangs vorsichtig wie auf Glatteis, obwohl der Bodenbelag absolut griffig war.

Im angenehm warmen Wasser der dortigen Thermalquellen liess ich nicht nur die Seele, sondern auch meine mueden Beine baumeln und bedeckte meine Haut mit schwarzem, butterweichen Schlamm aus vulkanischer Asche.

Nach einer koerperlich recht anspruchsvollen aber wunderschoenen Fahrt in dieser ?Vulkanallee" kehrte ich wieder nach Bolivien zurueck, um ?Salar de Coipasa" und ?Salar de Uyuni", der groesten Salwueste der Welt (!) zu durchqueren.

Waehrend man sich in der Weite Coipasas leicht am zentral gelegenen Vulkan. aus dem dunkler Rauch emporseigt, orientieren kann gibt es in ?Uyuni" ausser ein paar kleinen Inseln keinerlei Anhaltspunkte, weshalb ich mir zuvor im ?IGM" (Instituto Geografico de Militar) in La Paz detailliertes Kartenmaterial zulegte. In klassischer Weise musste ich mit meinem Kompass auf der riesigen Salzflaeche, die auf Satellitenbildern einem ueberdimensionalen Parkplatz gleicht, navigieren. Die Schwierigkeit bestand darin, aus Nordwesten kommend genau das Zentrum dieser wenig befahrenen Wueste zu erreichen, um anschliessend die Richtung nach Sueden abzuaendern. Weil ich bald merkte, dass die ohnehin schon wenigen Inseln nicht einmal massstabsgetreu in der Karte eingetragen waren (...) folgte ich bei dieser Aktion ?Wuestenfuchs" die von mir angepeilte Marschroute und traf nach 90 km die Insel ?Inkahuasi" wie ein Pfeil ins Schwarze. Am fruehen Nachmittag wurde das grelle Sonnenlicht von den weissen Salzkristallen so stark aus allen Richtungen reflektiert, dass es sich anfuehlte als wuerden die Strahlen alle Kleidungsstuecke, mit denen ich meine Haut zu schuetzen versuchte, ungehindert durchdringen.

Auf einer Piste breit wie eine Landebahn die fuenf Grossraum-Flugzeuge gleichzeitig benutzen koennten verliess ich mit dem erhabenen Gluecksgefuehl, mir einen weiteren Lebenstraum erfuellt zu haben, bereits nach zwei Tagen diese blendend weisse Platte.

Aber bereits kurz darauf wartete in Provinz ?Lipez" im Suedwesten Boliviens die naechste Herausforderung fuer mich: Die beruehmt beruechtigte ?Ruta de las Lagunas" ? beruehmt fuer ihre schoenen Seen und vielen Vulkane, aber auch beruechtigt fuer die miserablen Pisten und raren Versorgungsmoeglichkeiten mit Lebensmitteln und vor allem Wasser!

In der Vorbereitung auf dieses Abenteuer bestueckte ich meinen ?Bock" mit saemtlichen Trinkflaschen in denen ich insgesamt ueber 10 l (!) Wasser transportierte und proviantierte mich fuer die kommenden vier Tage ein, um den naechsten Versorgungspunkt der drei Tagesetappen entfernt sein sollte sicher zu erreichen.

Mit hoechster Vorsicht holperte ich mit meinem komplett ueberladenen Fahrrad ueber den Waschbrettbelag und umfuhr mit wohl dosierten Ausgleichsbewegungen faustgrosse Steine. In vielen Teilstuecken war der Sand so fein wie Mehl, so dass meine Gelaendereifen trotz ihrer Breite einsanken und ich mein ca. 70 kg schweres Ungetuem bis zu 4 km (!) schieben bzw. durch den feinen Staub zerren musste!

Immer wieder stieg ich in den Sattel und versuchte anzutreten, um meine bis zum Zerreissen angespannten Achillessehnen wenigstens fuer kurze Zeit zu entlasten, doch oft verliefen die Fahrversuche sprichwoertlich ?im Sand". Zudem fuehrten die Pisten auf dem bereits 4200 m hohen Plateau ueber vier Paesse zwischen 4700 und 4900 m, wo nachts die Temperaturen so weit unter den Gefrierpunkt sanken, dass mir im Zelt nicht nur mein Wasser sondern auch noch die Zahnpasta zu Eis erstarrte!

Weil mich tagsueber zudem starker Gegen- bzw. Seitenwind ausbremste, so dass ich trotz haertester ganzkoerperlicher Anstrengung nur schleppend vorankam, schrie ich meine Wut und Verzweiflung laut hinaus in diese gnadenlose Gegend.

Ohne die Hilfe von Touristen, die mir aus den Gelaendewagen mit denen sie sich durch dieses unwegsame Gebiet kutschieren liessen, waere ich wohl inmitten von ?Nichts" verhungert und verdurstet.

Voellig ausgezehrt erreichte ich ?Laguna Hedionda", ein See der mit unzaehligen dort beheimateten Flamingos uebersaeaet ist. Die im Hintergrund emporragende Bergkulisse sorgt fuer ein malerisches Ambiente!

In ganz anderer Weise beeindruckt das Natur-Monument ?Arbol de Piedra", ein Fels in Form eines sturmgepeitschten Baumes, der im naechsten Moment umzukippen droht.

An der ?Laguna Colorada" durfte ich das Naturschauspiel verfolgen, wie sich das Wasser im Laufe des Tages wie durch Zauberhand karminrot verfaerbt und noch staerker leuchtet, als das Gefieder der paradiesischen Flamingos.

Nach einem wohlverdienten Ruhetag machte ich mich auf zu den Geysiren ?Sol de Mañana" die zweifelsohne den touristischen Hoehepunkt der ganzen Strecke darstellen: Dampffontainen zischen mit hohem Druck bis zu 20 m in die Hoehe und in den bis zu 5 m grossen Becken gluckst und blubbert schwarz-grauer Schlamm, der von der Geothermik zum Brodeln gebracht wird. Vor allem frueh morgens im Schein der aufgehenden Sonne wirken diese Tuempel wie Kochtoepfe einer ?Hexenkueche".

An dem nicht allzuweit entfernten Thermalbad unter freiem Himmel wehrte ich mich nicht allzu sehr, als mich die dort lebende Familie in ihrem Restaurant wieder aufpaeppelte (Danke, Marcelina!).

So konnte ich tags darauf den letzten Pass in Angriff nehmen, der mich von der ?Laguna Verde" trennte, die mir schon von Weitem mit ihrem unverwechselbaren Mintgruen entgegenschimmerte. Nach einem erneuten Bad in deren wohltuend warmen Thermalquellen war ich wieder so erholt, dass ich die vorangegangenen Anstrengungen und Leiden (fast) schon wieder vergessen hatte.

So verabschiedete ich mich mit einem lachenden und einem weinenden Auge von der haertesten Strecke, die ich jemals gefahren bin!

Nach erneutem Grenzuebertritt nach Chile, wo ich gleich vom ersten Kilometer an mit einer Asphaltstrasse empfangen wurde sauste ich 2000 Hoehenmeter hinab nach ?San Pedro de Atacama", wo ich meine Reise nach Sueden fortsetzen werde, um Patagonien und Feuerland zu erreichen.

Ueber Gaestebucheintraege auf der von meinem Webmasterteam erstellten und aktualisierten Internetseite www.mikeonbike.de bzw. www.mike-on-bike.de bin ich bei jeder Nachricht aus der Heimat oder aus weiter Ferne immer hoch erfreut!

Sehr dankbar waere ich auch fuer die Unterstuetzung bei meiner fortwaehrenden Mietersuche!


Ciao,

Michael Oefele


Hi!

Because I had to leave Bolivia short before my maximum staying expired I decided to make a roundtrip to lake ?Titikaka" in order to enter Peru and reenter Bolivia the next day. The flat, paved road was so easy to cycle that I felt like in heaven after all these muddy and dusty dirt roads in the jungle.

Having been able to park my bike in the hostal "Arco Iris" I crossed the worlds highest navigable lake in a small boat and arrived at the island "Isla de Sol". Wandering on an about 20 km/ 7 mi long Inka path from north to south I enjoyed the gorgeous views to half moon shaped bays that forms a sharp border line to the turkeys-green or deep blue water.

After this beautiful excursion I packed my back pack one more time for the trail "Camino el Choro" that was used in the era of the pre-Incas for the exchange of goods from the jungle (Coca and various fruits) and the sierra in the Andes (Cinua seeds and Chuño, a kind of potato). To follow the spurs of this antique sales man road I had to cross an almost 5000 m/ 15000 ft high pass to walk downstairs after that on a path plastered with irregularly big stones towards the province "Yungas". It was a pleasure to feel who this rough climate with humid fog and cold wind became milder from day to day. The vegetation became more and more rich and the warm air was full of the smell of aromatic herbs. Calibries swarmed from one flower to the other and colourful butterflies showed up like if they wanted to present their beautyness. After four days I reached the valley of Coroico where I spent some time to explore some other paths over thrilling bridges and dense jungle.

Well relaxed I turned back to La Paz, where I`d been searching somebody to rent my house that I heridated from my mother more than two years ago. Possibly this difficult job was the reason for my Herpes sickness that covered a part of my face, neck and breast. Half a year after my Typhus sickness this was the next painful challenge for me. In a quite individual therapy I tried the indigenous medicine and had been healed after three hard weeks. Having not found any person yet to rent my houseI had to be reachable all the time. To use this boring period of waiting I rusted my "Bock" with self made aluminium constructions: With additional bottle holders at my seat with that I can transport 3 l more water and special positionized handle bars to sit straight during pedalling I`d been prepared for long distances without any civilisation.

After one month success less searching for anybody to rent my house I followed my instinct of liberty and left in spite of strong head wind caused by the cold Humboldt stream in the Pacific Ocean. The hilly asphalt road crossed a bizarre desert landscape with stonished dunes and up to 200 m/ 600 ft deep canyons with big lags between their red-orange walls. All the time I`d been steering towards the characteristic mount "Sajama", that is the highest one in Bolivia with more than 6500 m/ 20000 ft altitude. Already from a distance of 100 km/ 60 mi I could see its snow capped summit. Free standing in front of the western Andean chain it impresses with its majestetic site.

After altogether six months I left Bolivia and crossed the border to Chile, the fifth country on my journey in South America. Close to the paradise like lake "Chungara" right at the foothills of the same named volcano I started into an real Offroad adventure close to the Chilean ? Bolivian frontier. Although being marked as a "Tourist-Route" I`d been completely alone beside a hand full of passing Pick-Ups and Lorries. The initially well prepared route became that sandy and wavy that I had to ride my "Bock" like a horse!

Even if I came forward quite slowly I enjoyed it to be surrounded by volcanos of whose the one or the other was a little bit smoking. From "Guallatiri" thick, yellow shining clouds moved downwards along the tail of the mountain, so that they covered rocks big like houses.

At the half distance the white crust of the small desert "Salar Surire"with an diameter of about 20 km/ 12 mi was glancing. Having a quite similarity to snow I`d been cycling so carefully even if the surface had a really good grip.

Closed by there had been some thermal springs in whose pleasant warm water not only my soul but also my legs could hang out for a while. I enjoyed to cover my skin with black, volcanic mud soft like butter.

After a corporal quite strenuous but delightful journey in this "Avenue of Volcanoes" I came back to Bolivia in order to cross "Salar de Coipasa" and "Salar de Uyuni", the biggest salt desert in the world!

Being able to orientate in these huge flats of Coipasa with help of the central located volcano where dark smoke clines up there`s nothing in "Uyuni" except some little islands. Therefore I organized some detailed maps from the ?IGM" (Instituto Geografico de Militar) in La Paz. In the classic stile I had to navigate with my compass on this huge salty area that looks like an overdimensional parking area in satellite pictures. The difficulty was to reach the center of this desert coming from north west to change the direction after that towards south. Having noticed quite soon that those few islands hadn`t been marked exactly in the map I followed my initially calculated marsh route and arrived at this operation "desert fox" the island "Inkahuasi" after 90 km like an arrow into the bull eye. In the early afternoon the glancing sunlight had been reflected by the salt crystals that strong from all directions, that it felt like the UV light would come through all my clothes with whose I tried to protect my skin. On a road as wide as an Airport that could be used by five Airbuses at once I left this white plate already after two days being so happy to have fulfilled one more dream of my life.

But after a short time the next challenge was waiting for me in "Lipez", a province in the south west of Bolivia: The famous feared "Ruta de las Lagunas" ? famous for its beatyful lakes and many volcanoes, but also feared for its miserable trails and rarely possibilities to buy food and to get some water!

I the preparation for this adventure I armed my "Bock" with all my bottles in whose I`d been carrying more than 10 l (!) of water with me and bought food for four days to reach the next civilized spot that was three days ahead in a safe way.

Very carefully I cycled with my completely overloaded bike over all these washboards there and passed with smooth motions stones big as my fist. In some parts the sand was fine like wheat flour, so that my off-road tires sank into this fine dust so that I had to push my 70 kg heavy "beast" up to 4 km/ 2,5 mi!

So many times I tried to pedal in order to take care for my Achill ligaments that had been in such a tension that they almost felt like rupturing in a second. But many attempts to cycle ended "in the sand".

Beside this the trails on this already 4200 m/ 13000 ft high plateau went over four passes between 4700 and 4900 m/ 14000 and almost 15000 ft, so that the temperatures in the night cooled down up to far below zero so that not only my water in my tent but also my toothpaste became frozen!

During the days I`d been slowed down by strong head and side wind, so that even in spite of hard physically work I just came forward so slowly that I`d been shouting my anger and also fear for my life into this merciless area.

Without the help of some tourists that had been driven through this nasty area maybe I would have been died by hunger or thirst in the middle of nowhere.

Completely exhausted I reached "Laguna Hedionda", a lake crowded with uncountable flamingos. The mountains in the background provide an excellent ambient!

In a complete different way the national monument "Arbol de Piedra", a rock formed like a wind-whipped tree that threats to crash down in the next moment is very impressive and remarkable.

At "Laguna Colorada" I had the privilege to watch how the water of this lake changes the colour into red during the day ? more shiny than the feathers of thos paradise like flamingos.

After a day off I reached the Geysers "Sol de Mañana" that are doubtless the touristic highlight of the complete route: Steam fontains blow up to 20 m/ 60 ft and in those up to 5 m/ 15 ft big pools black-grey mud is boiling and bubbling because of the gret geothermic there. Especially early in the morning in the shine of the rising sun those basins seem like pots of a "witches kitchen".

In the thermal bath not too far away I didn`t defend too much when the familily of the restaurant fed me up (Thanks, Marcelina!).

So I could go over the last pass the next day that was between me and "Laguna Verde" that was shining in its unique mint green colour. After a bath in the pleasant warm thermal springs I`d been so relaxed again, that I (almost) forgot the suffering time before.

With a laughing and a crying eye I said "Good Bye" to the hardest route I`d ever been driving!

After one more entry into Chile, where I had asphalt beginning from the first kilometer

I raced 2000 m/ 6000 ft altidude down to "San Pedro de Atacama", where IŽll continue my travels further south to reach Patagonia and the "Spine".

IŽm always very happy about entries in my guestbook auf the website www.mikeonbike.de or www.mike-on-bike.de, that has been created and actualized by my webmaster team.


See you,

Michael Oefele


 

 

 

31.07.2009

 

Hi!
Nachdem mein Neffe Daniel kurz vor seinem Abflug aus La Paz Ersatzteile fuer meinen laedierten “Bock” nach Rurrenabaque schickte, konnte ich meine Reise durch den Dschungel fortsetzen.
Zu Beginn der Trockenzeit verwandelte sich der Schlamm auf den Pisten in eine dicke Staubschicht. Ruecksichtslos vorbeirasende Taxis und Busse durchpfluegten den feinen Puder und wuehlten ihn so auf, dass ich jedesmal komplett eingenebelt wurde. Weil es mir nicht moeglich war so lange den Atem anzuhalten bis sich der Staub wieder legte, funktionierte ich mein Kopftuch (danke, Lukas!) als Atemschutz um und zog es ueber Mund und Nase. Unter der Annahme, dass ein Mensch pro Jahr durchschnittlich drei Kg Dreck in seinem Koerper aufnimmt, habe ich trotz dieser Notloesung so viel schlucken muessen, dass es fuer den Rest meines Lebens wohl ausreichen duerfte …!
Auf dieser unwegsamen Strecke mit bis zu 20 km langen Anstiegen ueber die Auslaefer der Anden kam ich denkbar langsam voran und brauchte manchmal einen ganzen Tag, um mich in der naechsten Siedlung wieder erneut einproviantieren zu koennen.
Nach vielen kraftzehrenden Etappen erreichte ich nach insgesamt 1200 km Feldweg die lang ersehnte Asphaltstrasse, die nach La Paz fuehrt.
Grotesker Weise verliess ich bereits nach einer halben Stunde den astreinen Fahrbelag, um die “Carratera de Muerte” in Angriff zu nehmen. Weil sich bis vor der Konstruktion der neuen Strecke jaehrlich im Durchschnitt 800 Todesfaelle (!!!) ereigneten, wurde dieser “Todesstrasse” der Superlativ “Gefaehrlichste Strasse der Welt” zugeschrieben.
Am unteren Ende dieser beruehmten Strecke besuchte ich auf die Empfehlung meines Neffen hin die “Senda Verde”, wo exotische Tiere wie Papageien, Kapuziner-, Bruell- und Spinnenaffen frei in den Baeumen herumturnen und von Voluntaeren aus aller Welt gepflegt werden. Lediglich die beiden Boas und der 2 m grosse “Andenbaer”, der vom Aussterben bedroht ist, werden in grosszuegig angelegten Kaefigen gehalten. An diesem paradiesischen Ort konnte ich das harmonische Zusammenleben der Tiere nicht nur beobachten, sondern auch spueren: Verspielte Affen und neugierige “Cuatis” die mit ihrer langen Schnauze und buschigem Schwanz einem Dachs sehr aehneln, kletterten zur Begruessung am Hosenbein hoch, um zu kuscheln, Haare zu lausen oder die Ohren zu untersuchen. Zur Fuetterung durfte ich dem ca. 5 Zentner schweren Andenbaer Erdnuesse durch das Gitter reichen, die er mit seiner Schnauze so behutsam aufnahm, dass er dabei meine Finger nicht beruehrte!
Schweren Herzens verliess ich diese Oase des Friedens in exotischem Ambiente, die auch im Internet unter www.sendaverde.com bzw. vossiop@gmail.com zu finden ist.
Um mein Programm fuer die subtropische Provinz “Yungas” zu vervollstaendigen entschied ich mich fuer einen Abstecher zum hochgelegenen “Coroico”, eine kleine Stadt die majestaetisch ueber dem “Yolosa” Tal thront. In diesem touristischen Zentrum schulterte ich meinen Rucksack und wanderte zu paradiesisch schoenen Wasserfaellen, die zum Baden einladen. Die lauen Naechte verbrachte ich unter strohgedeckten Schutzdaechern inmitten von Koka-Feldern, deren Terassen mit der jeweiligen Hangform harmonieren. Bei einer Flusswanderung im “Rio Vagantes” fuehlte ich mich wie der einzige Mensch auf der Welt und erkundete wild-romantische Schluchten, in deren Felsen kleine Becken ausgewaschen wurden. Beim Herumplanschen in diesen “Whirlpools” genoss ich es einfach, mich von den aufsteigenden Luftblasen im Wasser sanft massieren zu lassen.
Nach dieser “Entspannungswoche” fuehlte ich mich stark genug, um auf der beruechtigten “Carratera de Muerte” von ihrem 1100 m tief gelegenen Ausgangspunkt den 4600 m hohen Pass zu ueberqueren. Auch wenn ich in der ein oder anderen Steilpassage meinen 60 kg schweren “Bock” schieben musste und mir dabei das Herz bis zum Hals schlug, war ich fasziniert von dieser atem(be)raubenden Berglandschaft.
Beim Blick zurueck war ich beeindruckt, wie sich die schmale Schotterpiste an den steil, teilweise senkrecht abfallenden Felswaenden entlang windet, in die sie mit roher Gewalt hineingeschlagen wurde. Diese von Gedenkkreuzen gesaeumte “Killerstrecke” mit engen und unuebersichtlichen Kurven, von Erdrutschen weggerissene Teilabschnitte und unbefestigte Strassenraender, die senkrecht in unabschaetzbare Tiefen abfallen unterscheidet sich von seiner Beschaffenheit zwar nicht wesentlich von den anderen Bergstrassen Boliviens, die ich bisher gefahren bin. Doch die herrliche Aussicht auf schneebedeckte Berge die eine scharfe Trennlinie zum stahlblauen Himmel bildeten und das Durchfahren eines sprinkelnden Wasserfalls verleihen dieser Strasse eine einzigartige Mischung aus Abenteuer und Naturerlebnis!
In zwei Tagen stampfte ich die 3500 Hoehenmeter hoch und erreichte ziemlich geschafft den angestrebten “Cumbre” mit einem idyllisch gelegenen Hochplateau. Von dort brauchte ich mich nur noch nach “La Paz”, der Hauptstadt Boliviens hinabrollen lassen, die in einem ca. 200 m tiefen Krater liegt. Am Rand dieses riesigen Kessels, der mit seinen braunen, schroffen Felswaenden einer Mondlandschaft aehnelt, wirken die vielen kleinen Haeuschen wie hingeklebt waehrend im Zentrum die mit Glasfassaden verkleideten Hochhaeuser herausragen.
Mit gemischten Gefuehlen wuehlte ich mich durch die Strassen mit wuselnden Menschenmengen und hektischem Verkehrstreiben begleitet von lautem Gehupe. Nachdem ich mein Fahrrad im Hostal “Amigo Bronco” abstellen durfte (danke, Richard!), mischte ich mich in das muntere Markttreiben wo traditionell hergestellte Textilien mit bunten Farben, mir unbekannte Kraeuter und sogar “Lama Foeten” verkauft warden. Letztere werden nach altem Brauch unter neugebauten vergraben werden um Unheil fernzuhalten …!
Als mir beim gemuetlichen Schlendern durch die engen Gassen Taschendiebe auf hinterlistige Weise meine Boerse samt Geldkarte klauten wurde mir ganz schnell klar, dass es vom “Frieden” in “La Paz” weit gefehlt war!
Dem schnellen Handeln meines Vermoegensberaters Hr. Oswald von der Postbank meiner Heimatstadt Noerdlingen habe ich es zu verdanken, dass sich der finanzielle Schaden in Grenzen hielt. So konnte ich also meine Tour fortsetzen, bei der ich mir seit ueber drei Jahren meine Lebenstraeume erfuelle.
Einer dieser sehnsuechtigen Wuensche war es schon seit Langem, einen dieser vielen weissen Gipfel der Anden zu erklimmen …! Ohne jegliche Vorerfahrung im Eisklettern lieh ich mir dazu Steigeisen und Eispickel aus, um in einer deutsch-franzoesischen Gruppe den nicht weniger als 6088 m hohen “Huayna Potosi” zu besteigen. Auf einem Gletscher auf ca. 4900 m wurden wir von unserem Guide des Reiseunternehmens “Refugio Huayna Potosi” (mallku88@yahoo.com) im Umgang mit den voellig ungewohnten Geraetschaften trainiert. Nach ersten zaghaften Tritten an der Eiswand fand ich sehr schnell Spass daran, meinen sportlichen Kompetenzbereich mit dieser attraktiven Outdoor-Disziplin zu erweitern. Den ultimativen Adrenalinstoss bescherte ich mir, als ich nach der Grundausbildung in einer Gletscherspalte als “Kuer” zur gegenueberliegenden Wand sprang und saemtliche Metallspitzen gleichzeitig und mit voller Wucht in das Eis rammen musste, um nicht abzustuerzen. Nach diesem Intensivkurs waren wir so weit aklimatisiert, dass wir tags darauf zum Hochlager auf 5300 m aufsteigen konnten. Im Gegensatz zu den ca. 10 Jahren juengeren Gruppenmitgliedern, die mit Koka-Tee und Aspirintabletten versuchten, ihre Kopfschmerzen zu bekaempfen, hatte ich wohl wegen meines “Vortrainings” in grossen Hoehen keine Probleme mit der duennen Luft. Obwohl ich in der Nacht vor meiner ersten Gipfelbesteigung vor Aufregung nicht einschlafen konnte, war ich am naechsten Morgen um 2.00 hellwach, als es hiess: “Der Berg ruft!”
Im Schein unserer Stirnlampen stapften wir langsam auf dem festgetretenen Schneepfad nach oben. Die Strassenlichter von “El Alto” mit seinem hoechstgelegenen Flughafen der Welt schimmerten weit unterhalb von uns wie die Glut eines gerade eben erloschenen Lagerfeuers.
Ab dem Ueberschreiten meiner bisherigen Rekordhoehe von 5550 m, die ich vor sechs Jahren in Nepal bei einer Wanderung zum Aussichtspunkt ”Kala Patar” im Mount Everest Gebiet erreichte, wurde nun jeder weitere Schritt zu einer neuen Koerpererfahrung.
Weil ich bei dieser technisch einfachen Bergtour meinen Eispickel so gut wie nie als Kletterhilfe einsetzen musste, nutzte ich ihn als Wanderstock, um meine strapazierten Oberschenkel zu entlasten.
Obwohl wir uns im Zeitlupentempo bewegten und dabei kaum vorwaerts kamen, pumpte mein Herz bis zum Anschlag. Wie ferngesteuert machten meine Beine einen Schritt nach dem Anderen, ohne dass ich gross Einfluss darauf nehmen konnte.
Zur Morgendaemmerung war endlich der sehnsuechtig ersehnte Gipfel in Sicht. Obwohl ich spuerte, dass ich koerperlich an meinem Limit war, musste ich mich beherrschen nicht schneller zu werden. Das lange Zeit angestrebte Ziel staendig im Visier konzentrierte ich mich auf den konstanten Rythmus meiner Atmung.
Nach einer abschliessenden Gratwanderung erreichte ich voellig ausgepumpt aber uebergluecklich und vor allem ohne Anzeichen von Hoehenkrankheit das 6088 m hohe “Dach der Anden”!
Waehrend ca. 25 % ambitionierter Bergsteiger scheitern, kam unsere Gruppe vollzaehlig auf dem Gipfel an – auch wenn so Mancher von heftigen Kopfschmerzen geplagt wurde!
Die Zeitplanung haette perfekter nicht sein koennen: Nachdem wir in dieser luftigen Hoehe vom eisigen Wind, der uns um die Ohren pfiff, ausgekuehlt wurden stieg fuenf Minuten spaeter die Sonne wie ein Feuerball zwischen den Wolken ueber dem Dschungel empor und waermte uns mit ihren orange-roten Strahlen.
Bei brillianter Bergsicht konnte ich neben den benachbarten Schneegipfeln der “Nevados” Illampu und Illimani ganz deutlich die Konturen des ca. 100 km weit entfernten Titikakasees mit seinen vielen Inseln erkennen. Sogar “Sajama” mit ueber 6500 m hoechster Berg Boliviens war in einer Distanz von nicht weniger als 200 km (!) zu sehen.
Zu gerne waere ich noch laenger dort oben geblieben um diese fantastische Aussicht aufzusaugen wie ein trockener Schwamm das Wasser. Weil jedoch die anfangs vereiste Schneedecke im grellen Licht der Sonne immer mehr auffirnte und sich dadurch die Lawinengefahr erhoehte, verabschiedete ich mich etwas wehmuetig von diesem “Gipfel meiner Traeume”.
Beim Abstieg war ich fasziniert von den malerisch schoenen Eisformationen der Gletscher, die Stunden zuvor vom schwarzen Mantel der Nacht verhuellt wurden und nun bei Tagesschein in all ihrer Pracht um die Wette funkelten.
Beim schier unendlich lange scheinenden Rueckweg konnte ich kaum glauben, die ganze Strecke vorher hinaufgelaufen zu sein. Entkraeftet aber mit einer Menge Stolz in der Brust, den Bergriesen “Huayna Potosi” bezwungen zu haben, liessen wir uns in deutsch-franzoesischer Eintracht wieder zurueck nach La Paz transportieren.
Nach diesem hochalpinen Abenteuer werde ich mich nun wieder in alter Manier in den Sattel schwingen und mein letztes Jahr verworfenes Reiseziel, Feuerland bis zum Jahresende zu erreichen, wieder in meine “Wunschliste” aufnehmen.
Die gesamte Reiseroute meiner “Welttour” kann der aktuellen Karte entnommen werden, die auf der Webseite www.mikeonbike.de bzw. www.mike-on-bike.de zu finden ist.
Allen Schuelern und Lehrern wuensche ich erholsame und erlebnisreiche Sommerferien. Besonders meinem ehemligen Seminarlehrer “Peter Faeth”, der mich am “Ohm”-Gymnasium Erlangen in der Praxis des Sportunterrichts ausgebildet hat, wuensche ich in seinem wohlverdienten Ruhestand viel Spass und Gesundheit!
Ciao,
Michael Oefele
 

31.07.2009
Hi!
Alter my nephew Daniel sent me some spare parts for my quite damaged “Bock” I could keep on traveling through the jungle.
At the beginning of the raining season the mud on the road changed into a thick, dusty layer. Careless overtaking taxis and busses with a high speed rushed through this fine powder and blew it into the air that I´d been cycling in a huge cloud. Having been not able to hold the breath for such a long time until the dust moved down to the earth I used my scarf (thanks, Lukas) as a breath mask and pulled it over mouth and nose. If a human absorbs three kgs of dirt in one year I think I’d been inhalating enough for the rest of my life.
On this difficult road with up to 20 kms/ 6 mi long ascends over the foothills of the Andes I’d been so slowly that I needed sometimes one day to reach the next village in order to buy more food.
After many exhausting etapes I reached the asphalt road to La Paz after 12000 km / 400 mi pure gravel road!
After only half an hour I left this perfectly paved layer to attack the “Carratera de Muerte” With 800 (!!!) victims per year this “Death Road” got the superlative “Worlds most dangerous road” before the new road had been built.
At the lower end of this famous road I visited the “Senda Verde” that my nephew recommended me. There you can see exotic animals like parrots, capuzin-, howler-, and spider monkeys climbing in the trees completely free and fed by volunteers from all over the world. Just the two boas and the 2 m/ 6 ft big “Andean Bear”, an endangered species, are kept in commode cages. At this paradise like site I couldn`t only watch the animals lifestyle but also feel them: The monkeys and nosy cuaties, that look so need with their long nose and hairy tail, had been climbing up the trousers to be petted, lousing the hair or to make a surgery in the ears. At the feeding time I´d been allowed to give some peanuts to the about 250 kg/ 500 pounds heavy Andean Bear. He took them so softly with his mouth that he didn´t touch my fingers!
After two day I left this oasis of peace in an exotic ambient, that you also can find in the Internet under www.sendaverde.com or vossiop@gmail.com.
To fulfill my program for this subtropical province “Yungas” I decided to make a detour to “Coroico”, a little town that is located high over the “Yolosa” valley. In this touristic center I packed my backpack and wandered to paradise like waterfalls that invite to take a bath. The warm nights I spent under tiny roofs like a tent in the middle of coca fields, those terraces fit with the forms of the hills. At a riverwalk in the “Rio Vagantes” I felt like the only human being in this world and explored wild-romantic canyons, with little pools in the rocks where I enjoyed to become massaged by the ascending bubbles in the water.
After this “relaxing week” I felt strong enough to cycle the mystic “Carratera de Muerte” beginning at the 1100 m/ 3300 ft deep start point up to the 4600 m/ 14000 ft high pass. Even if I had to walk with my 60 kg/ 120 pounds heavy “Bock” in some steep passages I´d been impressed by this breathtaking panoramic mountain view, even if my heart was beating up to the neck.
Watching back I´d been impressed how this narrow gravel road winds along the steep rock walls, in whose it was forced with pure violence. This “Killer Road” which is marked with many crosses, hairpin curves, destroyed parts by landslides, unsecured edges that drop down to inestimable depths was not very different to the other mountain roads in Bolivia that I`d been cycling up to now. But the wonderfull view to snow capped mountains that create a sharp line to the steel blue sky and driving through a sprinkling waterfall make that road to an unique mixture of adventure and nature feeling!
In two day I cycled those 3500 m/ 10500 ft up to the “Cumbre” with an idyllic high plateau that I reached quite out of energy. From there I just had to let roll me down to “La Paz” the capital of Bolivia, that is in a kind of crater with a depth of about 200 m/ 600 ft. At the edge of this over dimensional bowl, with a landscape like on the moon with its brown and rocky walls, the many little houses seem like to be sticked there, while in the center the huge buildings with glass facades create a big contrast.
With a bad mood I´d been cycling on the streets with crowds of people and busy traffic with a lot of noise. Having been able to park my bike in the hostal “Amigo Bronco” (thanks, Richard) I went through the markets where traditionally manufactured textiles with many colors, unfamiliar herbs and even “Lama fetes” are for sale. The lama fetes are traditionally digged under new built house in order to keep away bad luck …!
After bag snatchers have stolen my wallet with my cash card, when I´d been walking through the narrow streets, I knew that there´s not much “peace” in “La Paz”!
Just because of the quick reaction of my agent “Mr. Oswald” from the post bank in my town Noerdlingen the financial damage was not too high. So I could continue my tour, in which I fulfill my dreams since more than three years.
One of these wishes was since a long time to climb up one of these white peaks of the Andes …! Without any experience in Ice Climbing I borought crampons and ice peck in order to make the ascend on the 6088 m/ 20000 ft high “Huayna Potosi” in a French/ German group. On a glacier on 4900 m/ 14700 ft we`d been trained by our guide from the tour operator “Refugio Huayna Potosi” (mallku88@yahoo.com) in handling our completely unusual gear. After the first carefully steps at the ice wall it was a great pleasure for me to enrich my sportively competence by this attractive outdoor discipline.
The ultimative adrenalin shock I got after the basic training as a kind of “Extra”, when I`d been jumping to the other wall in a glacier split. With all my force I had to hammer all metal peaks at the same time into the ice to avoid falling down.. After this “Intensive Course” we`d been sufficiently acclimatized to walk up to the high camp on 5300 m/ 16000 ft. In contrast to the about 10 years younger group members that tried to diminish their headache with coca-tea and aspirin tablets I didn`t have any problems with the thin air (maybe because of my “pre-training” in high altitudes. Although I didn`t get any sleep because I´d been so excited in the night before my first summit, I´d been completely awake at 2.00 a.m. when “the mountain was calling”!
With our headlamps we´d been walking slowly up on a firm snow path. The streetlights of “El Alto” with the highest airport in the world had been shining far below us like a camp fire. Having passed my ancient record altitude of 5550 m/ 16600 ft that I reached six years ago in Nepal at a hiking tour to the viewpoint “Kala Patar” in the Mount Everest region, every further step became a new corporal experience.
Because of the technical easiness of this mountain tour I used my ice peck more as a walking stick than as a climbing tool, in order to diminish the pressure on my legs.
Even if we`d just been walking in such a low speed my heart was beating up to the limit. My legs made one step by the other without hardly being able to influence them.
At dawn we could see the summit. Although I could feel that I`d been at my limit I had to take care not to become more quickly. Always watching the big goal I concentrated myself on a constant rhythm of my breath.
After a steep but final ascend I reached completely powered off but more than happy and at all without any high altitude sickness the 6088 m/ 19000 ft “Top of the Andes”!
While 25 % of ambit ionized climber have to give up our group reached completely the summit – even if the one or the other was struggling by a heavy headache!
The timing couldn`t have been better: After the icy wind was blowing in that high altitude so strong that we started almost freezing the sun showed up between the clouds over the jungle like a orange-red fireball and warmed us up.
At a brilliant view I could see not only the neighbored snow peaks of the “Nevados” Illampu and Illimani but also very clearly the contours of Lake Titikaka with all its many islands, that was about 100 km/ 35 mi away. Even “Sajama” with 6500 m/ 20000 ft the highest mountain in Bolivia you could recognize at a distance of not less than 200 km/ 65 mi!
Even if I would have liked to enjoy this fantastic view a little bit longer we had to go down, because the sun was softening the snow that was frozen before, so that the risk of avalanches increased. So I had to say “good bye” to the “peak of my dreams”.
At the descend I´d been fascinated by those beautiful ice formations of the glaciers that had been covered by the black coat of the night hours before. In the daylight they`d been glancing in a way as if they would compete with each other.
At the almost nether ending long way back I almost couldn´t believe having been walking up all the distance before. With a lack of energy but with a lot of pride in the breast having won against the mountain giant “Huayna Potosi” we let us transport back to La Paz in French-German unity.
After this high alpine adventure I`ll turn back to the roots and keep on going by bike in order to reach the goal that I gave up the year before: Reaching Fire land until the end of the year!
The complete route of my “World Tour” you can check out in the actualized map of the website www.mikeonbike.de or www.mike-on-bike.de .
For all pupils and teachers I wish relaxing summer holidays with a lot of fun. Especially my ancient seminar teacher “Peter Faeth”, that gave me many good advices in teaching sports at the “Ohm” college in Erlangen I wish much fun and healthiness in his time after the retirement!
See you,
Michael Oefele

 

 

 

17.06.2009

Hi!

Nachdem ich meine schwere Typhuserkrankung auskuriert hatte, radelte ich nach acht Monaten Aufenthalt in Peru ganz entspannt auf einer asphaltierten Strasse von Puerto Maldonado nach Brasilien.

Auch wenn ich mich in diesem groessten Land Suedamerikas nur drei Tage aufhielt, fiel mir die gross gewachsene Bevoelkerung auf, die genauso gastfreundschaftlich ist wie in den von mir bereisten Nachbarstaaten. Nur die aeusserst diensteifrigen Grenzbeamten die bei der Ausreise mein Gepaeck so pingelig kontrollierten als wuerde ich meine Reise mit Drogendeal und Waffenschmuggel finanzieren, gaben mir einen bitteren Nachgeschmack.

Im Gegenzug wurde ich auf der bolivianischen Seite hoeflich begruesst und zugleich darauf hingewiesen, besser einen Bus durch den Dschungel zu nehmen, weil es mit dem Fahrrad nicht moeglich sei, die Strassen zu passieren. Diese mit Sicherheit gut gemeinten Ratschlaege waren fuer mich natuerlich ein noch groesserer Anreiz, diesen Randbereich Boliviens mit meinem “Bock” zu durchkreuzen.

Anfangs kam ich auf der ueber 800 km langen Piste auch gut voran. Erst als nach zwei Tagen die Regenfaelle der auslaufenden Monsunzeit im April diesen rot – orange farbenen Strassenbelag aus Lehm in zaehen Schlamm verwandelten, verstand ich die Warnung: Die klebrige Masse wickelte sich in einer so dicken Schicht um die Reifen, dass sie komplett blockierten. Jeden halben Kilometer musste ich mit meinen Walking-Stecken die Dreckbatzen von meinen Laufraedern wegspachteln.

Erschwerend kam hinzu, dass ich bei solchen “Pausen” von blutruenstigen Moskitoschwaermen heimgesucht wurde, als waere ich die einzige Nahrungsquelle in diesen bevoelkerungsarmen Feuchtgebieten mit zahlreichen Seen.

Als dann auf halber Strecke auch noch das Schaltwerk komplett den Geist aufgab und die Kette bereits zuvor auf dem komplett abgenutzten Zahnkranz nur noch auf wenigen Ritzeln griff war ich kurz davor, dem Rat der bolivianischen Grenzpolizei nachzugeben und mich mit meinem defekten Fahrrad einfach von einem Bus oder Lastwagen transportieren zu lassen.

In einer schlaflosen Nacht kreisten meine Gedanken um Reparaturmoeglichkeiten schrottreifen Verschleissteils, das es in dieser Einoede nirgends zu kaufen gibt. Am naechsten Morgen versuchte ich mein Glueck und schnitzte mit meiner Machete ein paar Bambusstuecke zurecht, die ich mit altem Fahrradschlauch am Gepaecktraeger fixierte. Mit dieser “Bandage” fuhr ich nach dem Motto “Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott!” auf der holprigen Strecke weiter, die manchmal so glitschig war wie Glatteis. Bei leicht haengendem Gelaende glitt dann mein schwerbeladener Drahtesel trotz vorsichtigem Lenken und Bremsen immer wieder unhaltbar unter mir weg.

In regelmaessigen Abstaenden tauchten Schlammloecher vor mir auf, die nicht zu umfahren waren. Wegen deren unabschaetzbarer Tiefe musste ich absteigen und barfuss den bestmoeglichen Weg auskundschaften, bevor ich mein Geraet durch die rot-braune Schlacke zerrte.

So mancher Sumpf war dermassen tief und schluepfrig, dass mehrere Lastwagen und sogar ein riesiger Traktor der im Strassenbau eingesetzt wird hoffnungslos stecken blieben. Um weiter zu kommen blieb mir nichts Anderes uebrig als meinen in dieser Matschbruehe aufrecht steckenden “Bock” mit seinen 60 kg (plus 10 kg Schlammgewicht) anzuheben und dabei ein kleines Stueck nach vorn zu wuchten. Mit “Fahrradfahren” hatte diese Art der der Fortbewegung nichts mehr zu tun, bei der ich fuer bis zu 500 m lange Teilstrecken ueber eine Stunde brauchte. Jeder Meter Raumgewinn war ein Kraftakt!

In immer kuerzeren Phasen kam ich an die Grenzen meiner koerperlichen und nervlichen Belastbarkeit, so dass ich meine Mischung aus Wut und Verzweiflung laut in die menschenleere Gegend hinausbruellte.

Voellig ausgezehrt erreichte ich nach ueber zwei Wochen schweisstreibender Schwerstarbeit mein lange ersehntes Etappenziel “Rurrenabaque”, ein kleines Nest am Fusse der Anden, in dem Touristen anreisen um Ausfluege in den Dschungel oder die Pampas zu machen. Die ganze Zeit habe ich diesen Ort zielstrebig anvisiert, weil ich mich dort mit meinem nur sechs Jahre juengeren Neffen “Daniel” verabredet hatte, dem kein Weg zu weit war um seinen “Gringo-Onkel” zu besuchen.

Bei diesem “Familientreffen im kleinen Kreis” gab es jede Menge Gespraechsstoff, so dass wir uns bis spaet in die Nacht im Schein meiner selbstgebastelten “Dieselkerze”eine Geschichte nach der Anderen erzaehlten.

Natuerlich wollten wir auch eine Exkursion in den Nationalpark “Madidi” machen, wozu wir einen Guide organisierten. In einem Kanu schipperten wir flussaufwaerts zwischen Bergen mit dichten Waeldern in denen rot-orangene Felswaende einen starken farblichen Kontrast mit dem stahlblauen Himmel bildeten. In unserem “Dschungel-Camp” angekommen wurden wir von einer Vielfalt bunter Schmetterlinge begruesst, die sich regelrecht zur Schau stellten als wuerden sie eine Extraportion Nektar als Gage dafuer bekommen.

Bei unseren gefuehrten Wanderungen entdeckten wir ausser einem wunderschoenen Tukan, dessen bunter Schnabel so lang ist wie sein Koerper, so gut wie keine weiteren Tiere. Dafuer waren wir umso mehr begeistert von der ueppigen Pflanzenwelt mit grosblaettrigen Palmen, riesigen Farnen und maechtigen Baumriesen mit mannshohen Wurzeln und herabhaengenden Lianen an denen wir uns hochhangelten und herumschwangen um ein perfektes Tarzan-Ambiente zu kreieren.

Weil der groesste Teil der Fauna erst nachts aktiv wird, legten wir uns nach Einbruch der Dunkelheit mit unserem etwas aengstlich wirkenden Guide “Reynaldo” an einem kleinen Bach auf die Lauer. Obwohl wir vergeblich auf ein Grosswild wie einen Tapir oder Puma bzw. Jaguar warteten genossen wir das Konzert laut zirpender Grillen das untermalt wurde vom Quaken der Froesche und Kroeten.

Zurueck in unserem Lager koepften wir eine Flasche Sekt um den dritten Jahrestag meiner Fahrradreise in diesem wild-romantischen Naturreservat gebuehrend zu feiern.

Nach einer kurzen Nacht pirschten wir noch vor Morgengrauen durch den dichten Wald in dem auf einmal eine Totenstille herrschte. Jeder Busch oder Baumstamm wirkte wie ein bedrohlicher Hinterhalt. Langsam aufsteigende Nebelschwaden erzeugten eine gespenstische Atmosphaere.

Erst als zur Daemmerung vereinzelte Vogelstimmen diese bedrueckende Stille durchdrangen loeste sich die Spannung, so dass wir erleichtert zurueckmarschierten.

Nachmittags verliessen wir unser mit Palmenblaettern bedecktes Rancho und marschierten recht stramm auf einem schmalen Pfad, um noch vor Nachteinbruch unser Lager am naechsten Zielort zu errichten. Vom “Lied des Dschungels”, das uns die Grillen und Froesche in gleichmaessigem und ruhigen Rhytmus vortrugen, liessen wir uns in den Schlaf wiegen.

Kurz nach Sonnenaufgang weckten wir unseren noch mueden Guide, um uns aufzumachen zum “Papageienfelsen”. Der kaum sichtbare Pfad durch diese gruene Hoelle fuehrte an steilen Abhaengen entlang auf umgestuerzten Baumstaemmen ueber Baeche hinweg durch einen Hain mit so riesigen Bananenpalmen, dass wir uns klein wie Zwerge fuehlten.

Nach einem laengeren Anstieg erreichten wir den ca. 100 m hohen Aussichtspunkt mit einem fantastischen Ausblick auf die sattgruenen Baumkronen des dichten Dschungels, durch den sich ein trueb brauner Fluss windet. In weiter Ferne staffelten sich die Bergketten von kleinen Huegeln angefangen bis zu den schneebedeckten Gipfeln der Anden. Unterhalb der senkrecht abfallenden Abbruchkante des Aussichtsplateaus flatterten praechtige “Ara-Papageien” mit weit ausgebreiteten Fluegeln vorbei, deren rot-blaues Gefieder in der Mittagssonne hell leuchtete. Ich fuehlte mich in ein Paradies versetzt wie es schoener nicht sein kann.

Schweren Herzens verliessen wir diesen wundervollen Ort, um mit dem Kanu zu unserem Basislager zurueckzukehren.

Den abschliessenden Hoehepunkt unserer Safari bildete unsere spontan improvisierte Fahrt auf einem primitiv gebauten Floss. Als wir damit in den Stromschnellen kenterten, mussten wir mit Haenden und Fuessen die auseinanderklaffenden Balsastaemme zusammenhalten, was den ohnehin schon hohen Spassfaktor auf die Spitze trieb.

Mit unvergesslichen Eindruecken und einer Menge Erlebnisse kehrten wir flussabwaerts nach “Rurre” zurueck, wo sich tags daraufmein Neffe und ich mit einer guten Portion Wehmut verabschieden mussten.

 

Ciao,

Michael Oefele

17.06.2009

 

Hi!

Having been recovered from my typhoid sickness, I´d been cycling quite relaxed from Puerto Maldonado to Brasil on a paved road after eight months staying in Peru.

Even if I stood in this biggest country of South America only for three days I recognized the tall population that is as friendly as in the neighbour states I visited. Just the police at the border that checked my equipment as if I would finance my travels by drug dealing and illegal import of weapons gave me a bad taste.

Therefore I´d been welcome on the Bolivian side and also recommended to take a bus through the jungle, because it would be impossible to pass the roads there. This was an even bigger motivation for me to cross this country corner with my “Bock”.

At the beginning I did well on this 800 km long stretch. But after two days the rain of the last part of the monzun saison in April changed this red – orange colored layer on the road into sticky mud that rolled up on my wheels that they didn´t move any more. All 500 m/ 1500 ft I had to scratch the mud from my tires with my walking sticks.

Additionally to this I´d been attacked by swarms of moscitos during these “breaks” as if I would be the only food ressource in this abonded, swompy area with many lakes.

With my cache for changing the gears having messed up and the chain having traction just at a few discs of my cranc set I almost followed the advice of the Bolivian police to let me and my defected bicycle transport by bus or a lorry.

All the night my thoughts concentrated on reparation possibilities of this completely destroyed part, that you can´t buy in this middle of nowhere. The next morning I tried my luck and cutted some pieces of bamboo with my machete and fixed them with an old bicycle tube at my rack. With this “bandage” I kept on going in a way like “Help yourself, then God helps you!”. This bumpy road was slippery like ice so that my full loaded vehicle slipped away if the surface was a little bit hanging to one side, even if I´d been stearing and breaking so gently.

Regularly some mud pools showed up that I couldn´t get around. Hardly been able to estimate the depth I had to get off my bike in order to check a reasonable way for towing it through this red-brown mud.

Some swomps had been that deep and slippery that several lorries and even a huge tractor used for road constructions had become stuck. In order to keep on going I had no other choice than to lift up my 60 kg heavy “Bock” (plus 10 kg mud weight) that was stucking straight in this dirt and to push it a little bit forward. This kind of movement for which I needed sometimes more than an hour for 500 m/ 1500 ft was anything else than “cycling”. Every gained meter was a challenge!

In shorter becoming phases I reached the limit of my corporal and mental capacity so that I screamed my mixture of anger and helplessnes into this unpopulated area.

Completely out of energy I reached my goal “Rurrenabaque” after two weeks of hardcore work. In that need place at the Andean foothills tourists make tours into the jungle or the pampas. All the time I´d been steering straight towards this location to realice the date with my only six years younger nethew “Daniel” for whom no way had been to long in order to visit his “Gringo-Uncle”.

During this “small family meeting” we´d been telling a lot of stories until the late night in the shine of my self made “Diesel candle”.

Of course we´d been willed to make an excursion into the national park “Madidi” for that we organized a guide. In a canoa we´d been driving upstream between mountains with dense forests in whose red-orange colored rockwalls created a great contrast to the steel blue sky. Having arrived in our “Jungle Camp”we´d been welcomed by a variety multy colored butterflies that showed up as if they would have been engaged for us.

At our guided walk we didn´t see many animals, just a beautyful Tucan high up in the trees, which multicolored mouth is as long as its body.

But we´d been amazed about this rich botanic with great leaved palms, huge ferns and majestic giant trees with its man high roots and hanging lianas that we´d been climbing up to create the perfect “Tarzan Atmosphere”

With the fauna being just activly in the night we´d been waiting at a little creek together with our little bit frightened guide “Reynaldo” after dusk. Although been waiting without having seen any wild animals like tapir, puma or jaguar we enjoyed the loud concert of the bugs and frogs.

Back to our camp we opened a bottle of champaigne to celebrate the third anniversary of my travels in the middle of this wild-romantic natural reserve.

After a short night we´d been walking through the dense forest in that was a kind of death silence. Every bush or trunk of a tree seemed to be a threatening hide. Slowly ascending fog creted a ghost atmosphere.

Just when the birds started whistling in the dawn this tension cooled down so that we´d benn walking back quite happy.

In the afternoon we left the rancho with a nice palm roof for a quite fast walk on a narrow path in order to pitch up our camp at our next goal.

Listening to the quiet rythm of the “Jungle Song” that had been song by the frogs and bugs we fell asleep.

Short after sunrise we woke up our guide who was still tired to go on to the “Parrot Rock”. This almost invisible path through this green hell led along steep hills over fallen treetrunks cross the creeks to an area with gigantic banana palms that made us feel small like gnoms.

After a longer climb we reached an abouit 100 m /300 ft high view point to a panoramic szenerie with lush green tree crowns of the dense jungle through that winds a brown river. Far away you could see mountain chains beginning with small hills up to the snow caped ice peaks of the Andes.

Below our plateau we´d been standing on some “Ara-parrots” with wide wings had been passing whose red and blue feathers had been shining in the sunlight. I felt like in a paradise that couldn´t be nicer.

With a sad feeling we had to leave this wonderful location, to come back to our base camp by canoa.

The final highlightof our safari was a spontanous improvised drive with a primitively built float. Having been turned upside down in the rapids we had to hold the balsa trunks together with our hands and feet, that topped the already high fun level.

With unforgettable impressions and lots of  adventures we went downstream back to “Rurre”, where my nethew and me had to say “Good bye” the next day.

 

See you,

Michael Oefele

 

 

23.03.2009

Hi!

Weil ich mich zu meiner grossen Ueberraschung nach einem halben Jahr (!) immer noch in Peru aufhielt, musste ich rein visatechnisch per Bus nach Bolivien ausreis(s)en. Dies verband ich natuerlich mit einem Besuch des �Titikakasees�, der mir nicht mehr aus dem Kopf ging seit ich zum ersten Mal davon in der Grundschule gehoert hatte. Bei meiner zweitaegigen Schiffreise auf diesem mit 3800 m hoechstgelegenen navigierbaren See der Welt war ich beeindruckt von �Ursos�, den schwimmenden Inseln die von den Einheimischen mit fest verbundenem Schilf geschaffen wurden � genauso wie deren Haeuser und kunstvoll gestalteten Boote im Wikingerstil. Nach einem erfrischenden Bad im klirrend kalten Wasser erkundete ich die kleine Insel �Amantanie� mit einem atemberaubenden Ausblick von ihrem hoechsten Punkt auf die umliegenden Inseln. Dabei konnte ich auch die Nachbarinsel �Taquile�, meinen naechsten Anlaufpunkt am folgenden Tag erkennen. Bei deren Durchquerung erreichte ich nach laengerem Anstieg ein niedliches, verschlafenes Dorf im Kolonialstil, von dem unzaehlige Treppenstufen zum Hafen hinabfuehren.

Nach dieser wunderschoenen Bootstour setzte ich meine Reise in gewohnter Manier mit dem Fahrrad fort, das ich in der Naehe Cuscos stationiert hatte. Nachdem ich �Tipon� erreichte, besichtigte ich das hochgelegene Aquaedukt der Inkas, wo mit Hilfe eines raffiniert angelegten Kanalsystems riesige terrassenfoermig angelegte Felder bewaessert werden. Vor einer faszinierenden Kulisse sattgruener Berge mit ueber 4000 m hohen Gipfeln ging an manch steilen Passagen das leise Plaetschern des Wassers in lautes Rauschen ueber, was diesem Ort ein besonderes Flair verleiht.

Bei der Weiterfahrt entschied ich mich gegen die direkte, flache und asphaltierte Strecke nach Bolivien und fuhr auf einer abgelegenen Bergroute in den Dschungel.

Der anfangs erstaunlich gut asphaltierte Weg verwandelte sich nach 50 km in eine der schlechtesten Pisten Perus, die ich jemals gefahren bin. Handballgrosse Felsbrocken und unzaelige Schlagloecher zwangen mich immer wieder zum Schieben, vor allem wenn die zur Regenzeit angeschwollenen Bergbaeche die Strasse ueberspuelten und grosse truebe Wasserpfuetzen diese �Felgenkiller� verdeckten.

Bei der Abfahrt vom 3800 m hohen Pass �Tres Cruzes� (Drei Kreuze) in den tropischen Regenwald knapp ueber Meeresniveau konnten sich meine Beine zwei Tage lang erholen, waehrend meine Unterarme permanente Bremsarbeit leisten mussten. Immer mehr vermischte sich die kalte Bergluft mit dem aufsteigenden feucht-warmen Dampf des Dschungels der sich wie ein riesiger, gruener Teppich weit unterhalb mir erstreckte. Dementsprechend veraenderte sich auch die Vegetation mit grossblaettrigen Gewaechsen, bemoosten Baeumen und berauschend riechenden Orchideen, die den Weg saeumten. Bunte Schmetterlinge mit handflaechengrossen Fluegeln flatterten mir um die Nase und Papageien flogen in laut kreischenden Gruppen ueber meinen Kopf hinweg.

In �Atalaya� erlebte ich die groesste Flutwelle meiner Tour. Frueh morgens stieg der benachbarte Fluss innerhalb weniger Stunden drei Meter (!) an und ueberschwemmte die Betonplattform, auf der ich die Nacht zuvor geschlafen hatte. Waere ich nicht am Tag vor dieser Katastrophe von einem netten Einheimischen zum Uebernachten eingeladen worden, haette ich im Tiefschlaf mein ganzes Gepaeck verloren (Danke Cecilio!).

Als sich die Stroemung beruhigte, verlud ich meinen �Bock� in ein Kanu, um den Nationalpark �Manu� mit einer Flaeche gross wie die Schweiz (!) zu erreichen.

Dort fuehrte mich der 13 jaehrige Junge �Angelo� in das normalerweise waehrend der Regenzeit fuer Touristen gesperrte Naturreservat. Zur Verteidigung gegen die dort lebenden Kriechtiere wateten wir mit Macheten scharf wie Rasierklingen durch angenehm warmen Sumpf, der mir bis zu den Oberschenkeln und meinem kleinen Freund bis zum Bauchnabel reichte. So gelangten wir zu einem idyllisch gelegenen See auf dem wir in einem ausgehoehlten Baumstamm hinauspaddelten, um Piranhas zu angeln. Weil unser �Boot� recht tief im Wasser lag und bei einer einzigen unbedachten Bewegung umzukippen drohte, war ich froh als wir nach unserem Beutefang wieder zurueck ans sichere Ufer kehrten und nicht selbst als Fischfutter endeten.

Bei der Abreise von diesem paradiesischen Fleckchen erfuellte ich mir meinen Traum, die Reise im Fluss �Madre de Dios� (Mutter Gottes) in einem Ruderboot fortzusetzen. Die meiste Zeit liess ich mich vollkommen entspannt entlang der ueppig gruenen Uferlandschaft flussabwaerts treiben und genoss es einfach mutterseelenallein in der Natur zu sein. Allerdings musste ich auch immer wieder hart rudern, um den fest im Boden verkeilten Baumstaemmen auszuweichen, die mein Holzboot haetten kentern lassen.

Mit leichtem Muskelkater im Oberkoerper aber gluecklich ueber dieses besondere Abenteuer erreichte ich nach zwei Tagen �Boca Colorado�, wo ich mich wieder in den Sattel schwang.

Doch nur wenige Tage spaeter wurde ich wegen meinem leichtsinnigen Umgang mit kontaminiertem Wasser von einer schweren Typhuserkrankung ausgebremst, die mich mit staendigen Fieberschwankungen bis zu 40 Grad quaelte. Saemtliche Gelenke, Knochen und die ganze Haut meines Koerpers schmerzten dermassen stark, dass ich mich nicht mehr bewegen konnte bzw. wollte. Ich war so geschwaecht, dass ich zwei Mal ohnmaechtig zusammenbrach, nachdem ich mich in den wackligen Stand aufgerappelt hatte. Mit Hilfe starker Tabletten bekam ich diesen erbaermlichen Zustand nach ca. einer Woche so weit in den Griff, dass ich mich wenigstens wieder selbst versorgen konnte. Mittlerweile geht es mir wieder so gut, dass ich schon wieder grosse Reiseplaene schmiedete. Mit erhoehter Vorsicht werde ich im Dschungel weiterfahren und meine Route nach Brasilien fortsetzen.

�Bienvenidos� auf der Webseite www.mikeonbike.de bzw. www.mike-on-bike.de, wo ich mich immer ueber Eintraege in meinem Gaestebuch freue.

Ciao,

Michael Oefele

 

23.03.2009 

Hi!

Having been in Peru for half a year I had to take a bus to Bolivia in order of not getting any trouble at the border. This I used to visit lake �Titikaka� that I couldnŽt forget since I heard about in my time in the primary school. At my journey on this with 11500 ft hight highest navigable lake in the world IŽd been impressed by �Ursos�, the floating islands made by the aborigines � like their houses and artificial boats in the style of the Vikings. After a refreshing bath in the freezing cold water I explored the island �Amantanie� with a breathtaking view from its highest point to the surrounding islands. Therefore I also could recognize the neighbour island �Taquile�, my next station at the following day. By crossing it I reached a need village in the colonial style from which uncointless steps led down to the port.

After this wonderful boat trip I continued my travel as usually by my bike, that I dropped near Cusco. Having reached �Tipon� I visited the aquaeduct of the Incas quite up a hill, where thos terrace shaped fields are watered by a genial channel system. With a fascinating background of green mountains with over 4000 m (12000 ft) high  peaks the slightly grooming water changed into loud splashing, that makes this location so special.

On my further way I decided to drive on an abundand mountain route to the jungle instead the direct, flat and paved route to Bolivia. The inicially well gravelled road changed into one of the worst tracks of Peru, that IŽd been ever driving. Rocks big like handballs and cointless holes in the road enforced me to pull my bike especially when the in the monzun saison increased mountain rivers had been running over the road and big dirty pits covered those �reem killers�.

At the descend from the 3800 m (11400 ft) high pass �Tres Cruzes� (Three Crosses) to the tropical rain forest a little bit above sea level my legs could relax for two days, while my arms had to perform permanent breaking. More and more the cold mountain air mixed with the ascending warm steam of the jungle that expanded like an enormous green carpet far below me. Therefore also the vegetation changed into plants with huge leaves, mossed trees and intensively smelling orchards along the way. Colourful butterflies with wings big like hands had been circling around my nose and parrots had been flying in loud shouting groups over my head.

In �Atalaya� I became witness of the greatest flood of my tour. Early in the morning the neighboured river inclined three meters (9 ft) and flooded the concrete platform where IŽd been sleeping the night before. If I wouldnŽt have been invited by a friendly inhabitant to stay the day before this catastrophy at his home I would have lost all my laguage (thanks, Cecilio!).

After the stream calmed down I put my �Bock� into a canoa to reach the National Park �Manu� with an area as big as Switzerland (!).

There the 13 years old �Angelo� guided me into the natural reservate that is normaly closed for tourists during the raining saison. For the defense against the critters living there we went with Machetes sharp like shaving knives through nice warm swamps that reached my upper legs and the stomach of my little friend. So we reached an idyllic lake, in which we had been paddling with a carved tree trunk in order to catch some Piranhas. With our �boat� floating quite deep there was always the risk that it starts rolling and sinking at a wrong movement. Because of this IŽd been happy, when we reached the save shore after having caught our prey.

Leaving this paradise like place I fullfilled my dream to continue my travel in the river �Madre de Dios� (GodŽs mother) allone in a rowing boat. The most of the time IŽd been floating down the river along its rich flora completely relaxed and enjoyed to be allone in the nature. But sometimes I had to row quite hard to avoid collusions with tree trunks sticking in the river bed that would have destroyed my wooden boat.

With a little bit tension in my upper body but lucky about this special adventure I reached �Boca Colorado� within two days, where I took position in my saddle again.

But only a few days later I got an infection with �Typhus�, by using the contaminated water of the jungle without any treatment. I suffered while the fever was rising up to 40 degrees celcius (110 degrees Fahrenheit). All my joints, bones and the complete skin of my body was hurting in such a hard way that I couldnŽt move any more. IŽd been so weak, that I collapsed two times after having gotten up into a weak standing position before. With strong tablets I could change this helpless situation after one week so that I could manage to the most important things for myself. Now I feel good enough to make new travel plans. With more care I will go on in the jungle to continue my route to Brasil.

�Bienvenidos� to the website www.mikeonbike.de or www.mike-on-bike.de, where IŽm always happy when I watch new entries in my guestbook.

See you,

Michael Oefele

 

16.01.2009

Hi!

Waehrend meines Aufenthalts in Cusco war ich begeistert von den grossen Plaetzen, die von den wuchtigen Grundmauern und romantischen Bogengaengen der Kolonialbauten umgeben sind. Tonnenschwere Felsbloecke mit bis zu zwoelf Ecken wurden von den damals lebenden Inkas so exakt zusammengefuegt, dass sie scheinbar luftdicht miteinander abschliessen.

Inspiriert von dieser meisterhaften Steinmetzarbeit entschloss ich mich fuer eine Rundfahrt im �Heiligen Tal� der Inkas, die mich als Erstes nach �Moray�, einem gigantischen Naturlaboratorium fuehrte. Dort wurden vor ca. 600 Jahren Versuchsfelder auf Terrassen angelegt, die wie ueberdimensionale Trichter mit ca. 100 m Durchmesser und 50 m Tiefe abgestuft wurden. Die dadurch erzeugte Akustik ist dermassen brillant, dass man am Rand dieser Krater den Aufprall eines fallenden Geldstuecks mit Leichtigkeit hoeren kann.

Nur unweit davon entfernt besuchte ich die �Salzpfannen von Maras� bzw. �Salineras�. Die ueber 2000 (!) kuenstlich angelegten Becken werden von einem Bach mit extrem mineralhaltigem Wasser gefuellt, das in der Luft langsam verdunstet. Das auf diese Weise gewonnene Salz bildet eine zauberhafte, schneeweisse Kruste auf diesen riesigen Terrassenanlagen.

Hinter dem niedlichen Staedtchen �Ollantaytambo� gab ich mir die Ehre und ueberquerte den fuer mich letzten Pass in Peru: Den �Abra Malaga� mit ueber 4300 m. Aufgrund des nasskalten Nebels dort oben genoss ich bei der anschliessenden Bergabfahrt die langsam steigenden Temperaturen und war fasziniert von der immer ueppiger werdenden Vegetation, bis ich mich nach ca. 50 km auf einmal im Dschungel umgeben von Bananenpalmen und Mangobaeumen vorfand. Das nahezu undurchdringliche Buschwerk saeumte die steinige Piste wie eine gruene Mauer, aus der das schrille Zirpen der Heuschrecken hallte. Angetan von dieser bizarren Geraeuschkulisse holperte ich nach �Santa Maria�, wo ich mit Hilfe der von �Elisban� geleiteten Gruppe (www.esmeraldastoursperu.com) mein Fahrrad im Hostal �Los Geraneros� unterstellen konnte.   Tags darauf packte ich zur Abwechslung mal wieder meinen Rucksack um 15 km den Eisenbahnschienen entlang nach �Aguas Calientes� zu wandern, das ich nachts mit leicht brennenden Fusssohlen erreichte.

Am naechsten Morgen stieg ich noch vor Daemmerung hinauf zu den Ruinen �Machu Picchus� der �verlorenen Stadt�, die waehrend der Kolonialzeit von den Spaniern gluecklicher Weise nicht entdeckt und daher auch nicht zerstoert wurde. Inmitten der Regenzeit durfte ich mich gluecklich schaetzen, an meinem �Hauptziel� Perus die praechtigen Tempel und Terrassen, die ich bis dahin nur aus Buechern kannte, bei traumhaft schoenem Wetter mit eigenen Augen zu sehen. Saemtliche Gebaeude und Terrassen wurden nach der Sonne ausgerichtet bzw. symbolisieren in ihrer gesamten Konstellation heilige Tiere, wie den Condor oder Puma, die man nur aus ganz bestimmten Perspektiven mit viel Phantasie erkennen kann. Diese ueberirdische Harmonie erzeugt eine derart mystische Atmosphaere, dass diese beruehmte Inkastaette mit Recht zu den sieben Weltwundern gehoert, die von Menschenhand geschaffen wurden.

Im Bann dieses magischen Ortes wanderte ich im Laufe der folgenden Tagen auf den gegenueberliegenden Berg �Putucusi�, der einen grandiosen Panoramablick auf diese Ruinenstadt bietet. Der Pfad zu diesem Aussichtspunkt fuehrte durch anfangs dichten, subtropischen Wald war mit knorrigen Bodenwurzeln durchsetzt und war mit seinen bis zu 50 m langen, fast senkrecht aufgerichteten Holzleitern recht abenteuerlich. Kaum oben angekommen zogen dichte Wolken auf, denen ein starker Regen folgte. Die runden Holzsprossen wurden dabei so glitschig, dass beim Abstieg jeder Tritt von einem kleinen Adrenalinausstoss begleitet wurde.

Nach einem wohlverdienten Bad in den Thermalquellen �Aguas Calientes� verliess ich gut erholt diesen beschaulichen, leider sehr touristischen Ort und war froh, als ich meinen ungeduldig auf mich wartenden �Bock� wieder in Empfang nehmen durfte.

Das wohl schoenste Weihnachtsfest meines Lebens verbrachte ich in Ollantaytambo, wo ich im Hostal �Chaska Wasi� (www.hostalchaskawasi.com) nicht nur zum Uebernachten, sondern auch zu einem ueppigen Festmahl eingeladen wurde (danke, Candy!). In den anschliessenden Feiertagen besichtigte ich zum Abschluss die dort befindliche Ausgrabungsstaette und radelte wieder am �heiligen� Urubamba Fluss weiter durch das fruchtbare Tal, wo ich �Pisac�, den letzten Zielpunkt meiner etwas extravaganten �Ehrenrunde� erreichte.

Neben den gut erhaltenen Ruinen, die auf einem hoch gelegenen Bergkamm verteilt sind, passten die dort lebenden Inkas mehr als 60 Terrassenstufen mit ca. 500 m Laenge dem steilen Berg mit socher Perfektion an, dass sie ihn wie Hoehenlinien einer topografischen Karte zieren.

Zum �Finale� eines erlebnisreichen und abenteuerlichen Jahres auf dem amerikanischen Kontinent kehrte ich wieder nach Cusco zurueck, wo ich auf dem Hauptplatz mit viel Zuversicht und vollem Vertrauen auf Gottes Schutz auf ein genauso schoenes �2009� anstiess.

Das neue Jahr eroeffnete ich mit dem Besuch der antiken Festungsanlage �Sacsayhuaman� ueber den Daechern Cuscos, die leider von den Spaniern zerstoert wurde, um mit denselben Steinen die majestaetische Kathedrale am �Placa de Armas� zu bauen. Die noch bestehenden Grundmauern mit bis zu 7 m hohen und 130 Tonnen (!!!) schweren Felsbloecke, erwecken den Eindruck, dass dieses Monument nur mit uebermenschlichen Kraeften erschaffen werden konnte.

Weil ich mich von Cusco sehr angezogen fuehlte, pausierte ich dort die folgenden vier Tage, um in dieser wunderschoenen Stadt auch noch meinen 33. Geburtstag zu verbringen.

Auf der von meinem Webteam �Masters of the Cyberspace� gepflegten Webseite www.mikeonbike.de bzw. www.mike-on-bike.de wird es innerhalb der naechsten Tage wieder viele neue Bilder zu sehen geben!

Ciao,

Michael Oefele

 

16.01.2009

 

Hi!

At my staying in Cusco IŽd been excited about those huge squares, that are surrounded by enormous walls and romantic colonial buildings. Rock bricks with tons of weight and up to twelve corners had been assembled so exactly, that they fit together almost airproofly. Inspired by this unbeliefable strong architekture I decided to make a roundtrip into the �Holy Valley� of the Inkas that brought me at first to �Moray�, a gigantic natural laboratory. About 600 years ago plant fields had been set up on terraces that form craters with 100 m (300 ft) diameter and 50 m (150 ft) in depth. The acustic there is so brilliant, that you can here easily a coin dropping if you are standing outside.

Not far away I visited the �Salt Pans of Maras� or �Salineras�.There are more than 2000 (!) artificial bassins, flooded by a quite mineral enriched water of a little creek that steams slightly in the air. The salt gained by this method builds up a lovely, snow white layer

on these huge terraces.

Having reached the need town �Ollantaytambo� I crossed the last pass for me in Peru: The �Abra Malaga� with more than 4300 m (13000 ft) altitude. Because of the misty and cold fog I enjoyed the slow increase of the temperature and had been fascinated by the more and more growing vegetation, until IŽd been surrounded by banana palms and mango trees. These and other plants built a kind of wall along the dirt road, from where the sound of the local grass hoppers had been rumoring. With this noise in the background I rolled to �Santa Maria�, where I could park my bicycle in the hostal �Los Geraneros� with the help of a group that was guided by �Elisban� (www.esmeraldastoursperu.com). The day after I stufed my back pack in order to walk along the railwayline to �Aguas Calientes�, that I reached in the night with lightly burning feet.

The next morning before dawn I went up to the ruins of �Machu Picchu�, the �Lost City� that had fortunately not been discovered and destroyed by the Spanish in the colonialization. In the middle of the raining saison IŽd been lucky to watch those gorgeous temples and terrasses at my �main target� of Peru, that I just knew from reading books up to this time, at a very good weather with my own eyes. All buildings and terrasses had been adjusted to the sun or symbolize holy animals like condor or mountain lion in their complete constellation, that you just can recognize from certain perspectives with quite a lot of phantasy. This eternal harmony creates such a mystic athmosphere, that this famous Inka site belongs to the seven human made wonders of the world!

Having been caught by this magic place I wandered up the opposite mountain �Putucusi� in the following days. It offers a gorgous panoramaview at this ruin city. The path to this viewpoint went through an initially dense, subtropical forest with strong roots and was quite adventurously with its up to 50 m (150 ft) long ladders. Having reached the top thick clouds came up, that had been followed with strong rain. Therefore the round wood of these ladders became so slippery, that every step of the ascend was companied with a little kick of adrenalin.

After relaxing in the thermal baths of �Aguas Calientes� I left this nice, unfortunately too touristy village in order to pick up my �Bock�.

The maybe greatest christmas in my life I spent in Ollantaytambo, where IŽd been invited into the hostal �Chaska Wasi� (www.hostalchaskawasi.com)  not only to stay the night there, but also to eat a rich meal (thanks, Candy!). During the following celebrating days I visited finally the nearby excavation site and went on cycling along the �holy� Urubamba river through this fertile valley, until I reached �Pisac�, the last destination of my extravagant �Glory Loop�.

Beside well remained ruins, that are distributed up a high mountain, more than 60 terrace steps with a length of about 500 m (1500 ft) had been fitted to this steep mountain in such a perfect way, that they appear like altidude lines in a topografical map.

For the �final� of a exciting and advebturous year on the american continent I came back to Cusco, where IŽd been celebrating the new year �2009� with the trust in God that it will continue in the same way.

For my new year opening I visited �Sacsayhuaman�, an antique castel over the roofs of Cusco, that had been unfortunately destroyed by the Spanish in order to build with its stones the majestic cathedral at the �Placa de Armas�.

The remaining walls with up to 7 m (21 ft) high and 130 tons (!!!) heavy rocks seem to be built just with overnatural forces.

Being attracked by Cusco I decided to make a breakfor the following four days to stay in this wonderful city also for my birthday.

In the website www.mikeonbike.de or www.mike-on-bike.de that is supported by my webteam �Masters of the Cyberspace� youŽll be able to watch the brandnew pictures within the next days!

See you,

Michael Oefele

 

 

11.12.2008

Hi!

Trotz dichter Wolken, die sich drohend vor mir auftuermten machte ich mich auf den Weg zum ueber 5000 m hoch gelegenen �Pasto Ruri� Gletscher im Nationalpark �Huascarán�. Die Muehen meiner zweitaegigen Anfahrt wurden mit eitel Sonnenschein belohnt, in dem das kristallklare Eis beinahe so blau leuchtete wie der Himmel, gegen den sich die purpurweisse Schneedecke scharf abgrenzt..

Weil mir am naechsten Morgen ein Schneesturm mit heftigen Windboeen die Abreise von diesem vielbesuchten Ausflugsziel vereitelte, bekam ich einen Einblick in die primitive Lebensweise der dort lebenden Indianer. Bei Koka Tee und geduensteten Maiskolben versuchten mir diese liebenswuerdigen Menschen leider vergeblich mir ihre Ursprache �Quetschua� beizubringen.

Tags darauf nutzte ich eine kurzfristige Wetterbesserung um den vor mir gelegenen 5000 m Pass anzugreifen. Kurz nachdem ich ihn voellig ausser Atem ueberwunden hatte, brach ein Gewitter aus der schwarzen Wolkendecke, dessen umherwehender Schnee und prasselnder Regen mir fast komplett die Sicht nahm. Mit klammen Fingern und schlotternden Knien bremste ich ca. 2000 Hoehenmeter hinab in waermere Gefilde bis ich den kleinen Ort �La Union� erreichte.Dort entschied ich mich fuer einen langen, steilen und steinigen Umweg, der mich nach �Huanuco Pampa� fuehrte, eine Inkastaette wie ich sie mir immer vorgestellt hatte: Ein auf einem Sockel erhoet gebauter Tempel thront ueber der ca. zwei Hektar grossen Stadt mit grossen Plaetzen, die von dicken Steinmauern umgeben sind. Deren tonnenschwere Steinbloecke wurden mit unglaublicher Praezision so exakt zugeschnitten und zusammengefuegt, dass sich nicht einmal eine Ameise in den hauchduennen Ritzen verstecken koennte.

Danach holperte ich weiter durch kleine Siedlungen aus Lehmhaeusern, wo ich schon von Weitem durch die lauten �Gringo� Rufe der kleinen Kinder angekuendigt wurde wie wenn es das erste Wort gewesen waere, das sie gelernt haetten. Kurz darauf wurde ich von aggressiv bellenden Koetern �begruesst�, was ich mit ebenso freundlich gemeinten Steinwuerfen erwiderte. Erst weit hinter mir verhallte langsam der Trubel, so dass ich wieder das leise Rauschen des Flusses hoeren konnte, der mich entlang des tiefen Tals begleitete.

So erreichte ich die relativ grosse Stadt Huanuco, wo ich mit einem Bus von der hohen �Sierra� der Anden hinab zur �Costa� am Pazifik jettete, um in der Hauptstadt Lima meine Aufenthaltsgenehmigung zu verlaengern. Dies verband ich zugleich mit dem Besuch einer gastfreundlichen Familie, die mich zwei Monate zuvor einlud (danke, Humberto & Vicky).

Bei der Besichtigung der im Kolonialstil erbauten Altstadt war ich ueberrascht von den prunkvollen Gebaeuden und grosszuegig angelegten Plaetzen, deren friedliche Atmosphaere leider von gepanzerten Polizeifahrzeugen, die an allen Ecken stationiert waren, getruebt wurde. Schwer beeindruckt war ich bei einem naechtlichen Besuch des Wasserparks �Circuito del Agua�, dessen 15 kreativ angelegten und bunt beleuchteten Brunnen in Form von Pyramiden, Faechern und begehbaren Tunnels magisch wirken. Eine 80 m hohe Wasserfontaene � die Hoechste der Welt � verleiht dem Park seinen einzigartigen Charakter.

Gut erholt kehrte ich wieder nach Huanuco zurueck, so dass ich problemlos die Serpentinen auf ein 4000 m hoch gelegenes Plateau hochstrampelte, wo es nichts anderes zu sehen gab als weite Steppe die so kahl war, dass sie nur noch bedingt als Weideland genutzt werden kann. In zwei Tagen durchquerte ich diese langweilige Gegend und folgte ab �La Oroya� in einem 500 m tiefen Canyon den Windungen des Flusses �Mantaro�, der so stark verschmutzt ist, dass er sogar fuer peruanische Verhaeltnisse als �tot� gilt. Auf der gut asphaltierten und flachen Strecke kam ich schnell voran, so dass ich mich nach der Besichtigung des Franziskanerklosters �Sta. Rosa de Ocopa� von den weltoffenen Moenchen leicht ueberreden liess, dort etwas zu pausieren.

Dabei wurde meine bisherige Vorstellung vom Moenchsleben nach dem Motto �Ora et Labora!� (Bete und arbeite!) komplett ueber den Haufen geworfen: Nach dem Fruehstueck stand neben dem Fuettern der Tiere Fussball spielen auf dem Programm. Nach einem ueppigen Mittagessen gab es, so unglaublich es klingt, �Schwarzwaelder Kirschtorte� als Nachspeise und obendrein sogar eine Art �Caipirinia� Cocktail! Das vierte Gebet am Abend liess man dann aufgrund der guten Stimmung bei einer Geburtstagsfeier ausfallen.

So gut mir das heitere Leben dort gefiel, zog ich nach zwei Tagen weiter, nicht dass mich noch die Padres in ihren Orden aufgenommen haetten.

Die rauhe Realitaet bekam ich wieder recht schnell zu spueren, als mich zwischen Huancayo und Ayacucho eine 200 km lange Schotterstrecke erwartete. Dies war allerdings nur ein herber Vorgeschmack fuer meinen bevorstehenden Weg nach Abancay, dessen Profil mit mit mehreren Anstiegen von 2000 m hoch gelegenen Flussbruecken auf 4000 m Paesse dem Zick-Zack eines EKGs stark aehnelte. Obwohl mir von mehreren Seiten wegen der armseligen Bevoelkerung und dem hohen Regenrisiko zur fortgeschrittenen Monsunsaison abgeraten wurde, dieses lange Teilstueck mit dem Fahrrad anzutreten, setzte ich mit Gottvertrauen meine Tour durch diesen wohl schwersten Abschnitt meiner Reise in Suedamerika fort. Teilweise war die mit faustgrossen Steinen uebersaete Piste , die zudem mit zentimeter dickem Staub bedeckt war, in so miserablem Zustand, dass ich mit hoechster Konzentration auf dem unbefestigten Strassenrand weniger als einen halben Meter am senkrechten Abgrund entlangschlingerte. Dabei hielt ich inmitten dieses monstroesen Gebirgsmassivs immer wieder an, um die fantastischen Ausblicke auf die maechtigen Berketten zu geniessen, die vor mir empor ragten. Ziemlich durchgeruettelt aber uebergluecklich und stolz auf meinen �Bock� , der einmal mehr seine Staerke unter Beweis stellte, erreichte ich kurz vor Abancay wieder den lang ersehnten Asphalt. Wie befluegelt fuhr ich darauf weiter ueber die letzten beiden Paesse, die mich noch von Cusco, �dem� Reiseziel Perus trennten.

Nach einer wohlverdienten Ruhepause werde ich die antiken Ausgrabungsstaetten � Allen voran die beruehmte Inkastadt �Machu Pichu� � anfahren, bevor ich meine Route nach Boliviel fortsetzen werde.

Viele neue Bilder gibt es auf der Webseite www.mikeonbike.de bzw. www.mike-on-bike.de die von meinen �Masters of the Cyberspace� staendig aktualisiert wird.

Allen zu Hause und in der grossen weiten Welt wuensche ich eine gesegnete Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start im neuen Jahr 2009!

Ciao,

Michael Oefele

 

11.12.2008

 

Hi!

In spite of thick clouds, that built up in front of me in a quite threatening way I started to the 5000 m/ 15000 ft high �Pasto Ruri� glacier in the �Huascaran� National Park. The effort of my two days lasting climb was honored with a lot of sunshine, in which the cristal clear ice was blue glancing like the sky in the background of this purple white snow.

With a heavy snowstorm coming up the next morning I couldnŽt depart from this frequently visited site, so that I had the chance to watch the primitive lifestile of those Indians living there. By drinking Coca tea and eating chunks of corn those lovely people tried to teach me their former language �Quetschua� � unfortunately without any success.

The next day I used a short weather change to attack the 5000 m high pass in front of me. Short after IŽve made it quite exhausted a thunder storm came up from this black layer of clouds, with lots of rain and snow that I hardly couldnŽt see anything. With almost stiff fingers and shaking knees IŽd been braking down to warmer areas 2000 m/ 6000 ft below. So I reached �La Union�, a little town from where I decided to keep on going on a long, steep and stony DeTour to �Huanuco Pampa� an Inca site like I always expected: A temple built on a platform was thorning above the two acres big city with huge places that are surrounded with thick stone walls. Its rocks are carved and connected in such a perfect way that not even an ant can find a split to hide.

After that I went on through little settlements with houses of loom, where small children had been yelling �Gringo� like it would have been the first word they learnt. Short after barking dogs had been running to me to say �hello�, that I answered in the same friendly way by throwing stones. Much further the loudness decreased so that I could hear the river again that IŽd been following along the deep valley.

So I reached Huanuco, a well sized town from there I took a bus from the high �Sierra� of the Andes down to the �Costa� at the Pacific Ocean in order to extend my staying permit. By the way I visited a hospidable family that invited me two months ago (thanks, Humberto & Vicky).

At my sightseeing tour in the down town IŽd been surprised by those fancy buildings and huge places whose peaceful atmosphere was unfortunately depressed by Police posts with heay arms in every corner. Visiting the water park �Circuito del Agua� IŽd been very impressed by 15 creatively built fontains, that formed pyramides and even tunnels you could walk through. In the shine of multi colored lights it created a kind of magic atmosphere. An 80 m/ 240 ft high fountain � the highest in the world � makes the park unique.

Completely relaxed I came back to Huanuco, so that I cycled up a 4000 m / 12000 ft high plateau, where was nothing else to see than a wide area that was almost without any vegetation so that it is just usable as grassland for the caddle. Within two days I crossed that boring landscape and reached �La Oroya� from there I followed the windy river �Mantaro� in a 500 m/ 1500 ft deep canyon. This river is brown colored and so poluted that itŽs declaraded as being �dead� even for peruvian relations. On the flat, well asphalted road I moved quite fast so that after a sightseeing tour in the monastery �Sta. Rosa de Ocopa� the Franciscan monchs could convince me easily to stay a little bit for a rest.

In this time my expections about a monchs lifestile like �Ora et labora!� (work and pray!) had been anything else than veryfied: After breakfast we fed the animals and played soccer after that. The dessert after lunch was �Black Forest� Cake and even a kind of Caipirinia cocktail! The fourth praying was cancelled because of the good atmosphere at a birthday party.

Even if those sweet life was exciting for me I left this place before those padres adopted me in their monastery.

The rough reality came back between Huancayo and Ayacucho on a 200 km long stretch of gravel. But this was just a little pre-taste for my further way to Abancay, whose profile with several ascends from 2000 m /6000ft high bridges up to 4000 m/ 12000ft passes reminds to the zick zack of an ECG (Electro Cardiogram). In spite of warnings because of the poor population and high risk of rain because of the monsun season I continued my tour in trust of god through this most difficult part of my journey through South America. Partially the path with stones big like my fist and covered with centimeter high dust was in such a miserably condition that I moved with highest concentration along the edge of a vertical drop. Sometimes I stopped just to enjoy those fantastic views to those enormous mountain chains that lifted up in front of me. Quite shaked but lucky and happy about my �Bock� that proofed one more time its strength I reach the long time missed asphalt short before Abancay. Like being doped I went on over the two last passes that had been between me and Cusco, �the� touristic destination in Peru.

After a well rest IŽll visit the archeologic places � of course also the famous Inca site �Machu Pichu� � before I continue my route to Bolivia.

Many new pictures you can watch in the website www.mikeonbike.de or www.mike-on-bike.de that is steadily actualized by my �Masters of the Cyberspace�.

Finally I wish everybody at home and in the big wide world a pleasant pre-christmas time, merry christmas and a good start into the new year 2009!

See you,

Michael Oefele

06.10.2008

Hi!

Nach meiner Einreise in Peru folgte ich der �Panamericana� der Nord-Sued-Achse im westlichen Teil des Landes. Wie ein schwarzer Streifen durchzog sie die Wueste mit ihren weissen Sandduenen und verschwand am flimmernden Horizont.

Auf der verkehrsarmen Strecke, deren endlose Weite nur selten von vereinzelten Siedlungen mit primitiv gebauten Blechdachhaeusern unterbrochen wurde, gab es so gut wie keine Abwechslung.

Umso weniger traute ich meinen Augen, als mir auf einmal wie eine Fata Morgana eine Gruppe begegnete, die im Namen Jesu ca. zwei Monate durch diese Einoede pilgern will. Weil auf den bis zu 50 km langen Teilstuecken kein Schatten zu finden ist, konnten diese ambitionierten Asketen von Glueck reden, dass der meist bewoelkte Himmel die Sonne abschirmte.

Dafuer wehte mir permanenter Gegenwind um die Ohren, der vor allem nachmittags so stark wurde, dass ich mein Tagesziel immer wieder zerknirscht aufgeben musste.

Weil auf dieser Strecke schon mehrmals Fahrradtouristen am helllichten Tage ueberfallen und ausgeraubt worden sind, wurde ich immer wieder von der Polizei eskortiert, so dass ich nach ca. 1000 km relativ sicher �Trujillo� erreichte. Dort besuchte ich die nahegelegene Inka-Staette �Chan Chan�, die sich in gut erhaltenem Zustand befindet. Die aus Tonziegeln gebauten Mauern bilden enge, verwinkelte Gaesschen sowie lange Korridore, die zu weit ausladenden Plaetzen fuehren, auf denen Maerkte und religioese Zeremonien abgehalten wurden. Die Stadtmauer, die dem Schutz vor Feinden diente erinnerte mich an meine ebenfalls historische Heimatstadt �Noerdlingen�, wobei mich etwas Heimweh ueberkam.

In Luchos �Casa de Ciclistas� (casamistadperu@yahoo.es), einer Herberge fuer Fahrradreisende liess ich mich in einer Phase der Neuorientierung von Reiseberichten namhafter Globetrotter wie dem Weltrekordhalter �Heinz Stuecke�, inspirieren und verwarf meinen urspruenglichen Plan Feuerland bis zum Jahresende zu erreichen. Stattdessen verlegte ich meine Route von der trostlosen Wueste in das Herz der Anden!

Fuer die vielen bevorstehenden Paesse ruestete ich meinen �Bock� mit laengeren Tretkurbeln und einer noch leichtgaengigeren Uebersetzung aus und bekam von einem amerikanischen Paerchen aus Colorado sogar eine ihrer Vordertaschen geschenkt, die ich seit dem Diebstahl in Ecuador dringend fuer die Balance und als zusaetzlichen Stauraum brauchte (Danke, Randy & Nancy). Mein Weg zu den �weissen Bergen� fuehrte durch den �Canyon del Pato�, eine 600 m tiefe Schlucht, die vom Fluss �Santa� geschaffen wurde.Die aus den steil abfallenden Felswaenden herausgeschlagene Strasse ueberraschte mich hinter jeder Kurve mit neuen Felsformationen. An engen Passagen droehnten die Stromschnellen des Flusses dermassen laut, dass der von den ueberhaengenden Felsen zurueckgeworfene Hall wie ein riesiger Wasserfall klang der ueber mir herabstuerzt. Immer wieder oeffnete sich das Tal und gab den Blick frei auf wuchtige Bergmassive, die vor allem im Schein der untergehenden Sonne wie Bronze und manchmal auch wie Gold glaenzten.

Zu meinem Leidwesen herrscht auch hier das in Suedamerika geltende Gesetz, dass die schlechtesten Strassen durch die schoensten Gegenden fuehren. So musste ich mit meinem vollbepackten Fahrrad die unzaehligen spitzen Steine, die fest im Boden der 60 km langen Schotterstrecke steckten, so umfahren dass sie nicht durch die prall aufgepumpten Reifen auf die Felgen schlugen.

Recht durchgeruettelt aber pannenfrei erreichten wir �Caraz�, eine niedliche Stadt mit gelassener Atmosphaere. Weil dieser Ort am Rande der �Cordillera Blanca� Ausgangspunkt mehrerer Trekkingtouren ist, durfte ich meinen treuen Wegbegleiter in einer sehr netten Familie abstellen, um auf dem spektakulaeren Pfad �Santa Cruz� im Nationalpark �Huascarán� zu wandern. Leider konnte ich die in Ecuador gestohlene Ausruestung nicht ersetzen, so dass ich froh war um den Regenponcho, den mir eine andere Gastgeberfamilie in Peru schenkte (Danke �CaLou�).

Bei einem Abstecher zum 4400 m hoch gelegenen See �Arhuaycocha� war ich schwer beeindruckt von dem maechtigen Gletscher, der sich im tuerkisgruenen Wasser spiegelte. Ringsherum war ich eingekesselt von Bergriesen, deren bis zu 6000 m hohe Gipfel zum Greifen nahe schienen. Immer wieder loesten sich Lawinen, die grollend in die Tiefe stuerzten. Staunend ueber dieses Naturschauspiel verbrachte ich den ganzen Tag inmitten dieser einzigartigen Szenerie.

Beim Aufstieg zum 4750 m hohen Pass �Punta Union� brachten die sich langsam aufloesenden Wolken eine dramatisch wirkende Bergkulisse zum Vorschein, deren Gletscher und schneeweissen Gipfel einen stechenden Kontrast zum tiefblauen Himmel erzeugten.

Bei der Ueberquerung des zweiten in etwa gleich hohen Passes stand mir der Mund offen, als mir der �Huascarán�, mit 6768 m der hoechste Berg Perus und der Zweithoechste Suedamerikas, stolz gegenueberstand.

Den glorreichen Abschluss dieser faszinierenden Tour bildete der fast surrealistisch tuerkisgruen gefaerbte See �Llanganucu�, der auf  ueber 3800 m in einem engen Tal eingebettet liegt.

Innerhalb weniger Tage radelte ich nach Huaraz, wo ich mit Bus, Kleintransporter und Taxi zum abseits gelegenen Nationalpark �Huayhuash� fuhr, um auf einem Rundweg zu wandern, der in vielen Reisefuehrern als �schoenste Trekkingtour der Welt� beschrieben wird.

Weil man in dieser abgeschiedenen Natur erst nach einer Woche zur ersten Versorgungsstation gelangt, proviantierte ich mich fuer zehn Tage ein und machte mich mit zwei Rucksaecken bestueckt auf den anspruchsvollen Weg, der auf jeder Tagesetappe mit einem Pass zwischen 4500 und 5000 m (!) aufwartet.

Ausgerechnet zu Beginn der haertesten Tour, die ich jemals gegangen bin, liess mich mein Magen zum ersten Mal seit Beginn meiner Reise vor 2 œ Jahren im Stich! Voellig entkraeftet quaelte ich mich 600 Hoehenmeter auf den ersten 4600 m hohen Pass und schleppte mich mit vielen Pausen zum ersten Zeltplatz., wo �Mario�, ein �Arriero� (Eselfuehrer) so hilfsbereit war und mir einen Rucksack abnahm. Mit dieser Entlastung konnte ich trotz grosser Schwaeche meine Tagesziele einhalten und sogar vom See �Carhuacocha� aus eine Exkursion unternehmen zu  drei ueber 4500 m hoch gelegenen Gletscherseen am Fusse der hoechsten Berge dieser Region. An diesem wolkenfreien Tag wurde der Sonnenschein von den blau schimmernden Eismassen und den tuerkisgruenen Wasserflaechen so extrem reflektiert, dass aggresiv gleisendes Licht aus jeder Richtung strahlte.

Nach drei Tagen war meine Genesung so weit fortgeschritten, dass ich nach einem Nachtlager an wohltuenden Thermalquellen wieder mit beiden Rucksaecken weiterlaufen konnte und den 5000 m hohen �Cuyoc� Pass ueberquerte, um kurz darauf eine Art Basislager zu errichten. Von dort unternahm ich Tagestouren zum ueber 5000 m hohen �Col San Antonio� und �Trapecio Punto� bei denen ich mit atemberaubenden Ausblicken auf schneeweisse Gipfel belohnt wurde, die nur etwas hoeher waren als mein eigener Standpunkt. Die weit herabreichenden Gletscherzungen bildeten tuerkisgruene Gletscherseen, die so weit unterhalb mir lagen, dass sie mir wie kleine Pfuetzen erschienen.

Auch wenn sich aufgrund der beginnenden Regenzeit der ein oder andere Berg in Wolken huellte, erreichte ich gluecklich ueber die unvergesslichen Eindruecke �Llamac�, den Start- und Zielpunkt des Huayhuash-Treks.

Die aktuellen Bilder koennen bereits auf der Webseite www.mikeonbike.de bzw. www.mike-on-bike.de angeklickt werden, wofuer ich mich bei meinen « Masters of the Cyberspace » ganz herzlich bedanke!

Nach diesem ultimativen Abenteuer kehrte ich nach zwei Wochen wieder nach Huaraz zurueck, wo mein �Bock�, den ich im Reisebuero meines Freundes Hugo Sifuentes (www.siexperu.com) parken durfte, wieder mal ganz ungeduldig auf mich wartete, um nach Cuzco weiterzufahren und anschliessend Bolivien ins Visier zu nehmen ...

Ciao,

Michael Oefele

 

06.10.2008 

Hi!

Having reached Peru IŽd been following the �Panamericana� Highway, the north-to-south-axe in the western part of this country. It went through the dessert with its white sand dunes like a black stripe and disappeared at the horizon.

On this road with less traffic was nothing else to see like endless wideness that was interrupted only by some settlements with primitively built houses with tin roofs.

Even less I could trust my eyes, when a group showed up like a fata morgana. Those pilgrims want to walk through the dessert for two months in the name of Jesus. Being no shade on 50 km long stretches those ambitionized ascetes could have been lucky that the sky was cloudy most of the time and sheltered them from the sun.

Therefore permanent headwind was blowing around my ears and became so strong in the afternoon, that I had to give up my daily goals for several times.

With some bicycle tourist having been robbed at this stretch in the daylight IŽd been escorted by the police so that I reached �Trujillo� after 1000 km relatively safe. There I visited the close by Inka-town �Chan Chan�, that is in a quite good shape. Those walls built by clay form narrow streets and also long corridors that are heading to huge places made for markets and religious celebrations.The city wall against enemies remindet me to my also quite historical town �Noerdlingen� that made me a little bit homesick.

In Luchos �Casa de Ciclistas� (casamistadperu@yahoo.es), a refuge for bicycle tourists I got some new inspirations by reading reports of famous globetrotters like �Heinz Stuecke� who holds the world record. In a kind of new orientation I changed my former plan to reach the tip of South America until the end of the year.

Instead of this I changed my route from the boring dessert into the heart of the Andes!

For those many passes on my way I prepared my �Bock� with longer pedal arms and an even easier going speed and got a front pannier from an American couple of Colorado that I necessarily needed for the balance and additional packing volume (thanks, Randy & Nancy). My way to the �white mountains� went through the �Canyon del Pato�, a 600 meters deep gorge created by the �Santa� river. The road that had been carved out of those steeply graded rocks surprised me after every curve with some new rock formations. At narrow passages the rapids are rumbling in such a loud way that it sounded like a huge waterfall would come down the rocks right above me.

Sometimes the valley became wider and showed its giant mountain massives, that had been shining like bronze or even gold during the sunset.

Unfortunately the unwritten law of South America came true again, that the worst roads go through the nicest landscapes. So I had to go around those sharp stones that had been anchored firmly in the gravel road so that my tires or my rims wouldnŽt become destroyed.

Well shaked but without any technical problems we reached �Caraz� a nice little town with relaxed atmosphere. Being located at the edge of the �Cordillera Blanca� this village is the start point of several hiking tours. Therefore I could park my partner at a very nice family in order to walk on the spectacular trail �Santa Cruz� in the National Park �Huascarán�. Unfortunately I couldnŽt replace the my setup that became stolen in Ecuador, so that IŽd been glad about the poncho another host family in Peru gave me as a present (Thanks, �CaLou�).

At a Detour to the 4400 m high lake �Arhuaycocha� IŽd been impressed by the great glacier, that you could see in the turkeys green water like in a mirror. IŽd been surrounded by up to 6000 m high peaks that seemed so close that they seemed reachable with my hands. Sometimes avalanges crashed down into the depth and made such a noise that I decided to stay all the day in the middle of this unique scenery.

On the way up to the 4750 m high pass �Punta Union� the clouds disappeared slowly and opened the view to a kind of dramatic coulisses of mountains, whose glaciers and snow capped peaks created a strict contrast to the deep blue sky.

Crossing the second almost as high pass IŽd been standing with wide open mouth in front of the 6768 m high �Huascarán�, the biggest one of Peru and the �Vize� in South America.

The glorious final was the almost surrealistic turquoise green coloured lake �Llanganuco�, that is in a narrow 3800 m high valley.

Within a few days I cycled to Huaraz, from where I took a bus, minivan and taxi in order to reach the National Park �Huayhuash�, to walk on the circuit that is said to be the nicest hiking tour in the world!

Being able to reach the next grocery just after one week I bought food for ten days and carried two bag packs on the quite demanding trail, where I had to go over a pass between 4500 and 5000 m each day!

Right at the beginning of this hardest tour IŽd ever been walking my stomach made some problems for the first time after the start of my journey 2 œ years ago! Completely out of energy I pushed myself over 600 m up to the first 4600 m high pass and kept on going to the first camp site after many breaks. Mario, an �Arriero� (�Donkey man�) helped me and carried one bag pack with his burro. With this support I could reach my daily goals in spite of my weakness and could make an excursion from lake �Carhuacocha� to three glacier lakes at an altitude of 4500 m at the �foothills� of the highest mountains of this region. With being no clouds the sunshine has been reflected by blue shining ice masses and those turquoise green water surfaces so extremely, that aggressive glancing light came from every direction.

After three days IŽd been recovered so far that I could continue with my both bag packs after a wellness night at thermal springs. So I crossed the 5000 m high pass �Cuyoc� to set up a kind of base camp later. From there IŽve made daily tours to the more than 5000 m high �Col San Antonio� and �Trapecio Punto�, where I had breath taking views to snow white peaks that had been just a little bit higher than my standing point. There those long glaciers went into turquoise green glacier lakes, that seemed like small ditches.

Even if because of the starting raining season some mountains had been covered with clouds IŽd been happy about those unforgettable impressions with whose I reached �Llamac�, the start- and endpoint of the Huayhuash trek.

The actualpictures can already be clicked in the website www.mikeonbike.de or www.mike-on-bike.de for that I say many thanks to my �Masters of the Cyberspace�!

After this ultimate adventure I came back to Huaraz after two weeks, where my �Bock�, which I could park in my friends Hugo Sifuentes travel agency (www.siexperu.com), was waiting for me one more time quite impatiently to go on to Cuzco and Bolivia after that ?

See you,

Michael Oefele

30.07.2008

 

Hi!

Nach Verlaengerung meiner Aufenthaltsgenehmigung in Quito, der Hauptstadt Ecuadors, ueberquerte ich einen 4000 m hohen Pass, um in �Amazonia� dem oestlichen Teil des Landes

Im tropischen Regenwald weiterzufahren.

In der Naehe �Archidonas� wurde ich mit einer Gruppe in eine Grotte gefuehrt, durch deren Hoehlesystem man mit Stirnlampe teilweise kriechen und sogar schwimmen musste. Nach ca. zwei Stunden war ich nach dieser recht speziellen Exkursion doch froh, wieder freien Himmel ueber mir zu haben.

Etwas weiter suedlich drang ich noch etwas tiefer in den Dschungel vor und besuchte das niedliche Doerfchen �Misahualli�, in dem fast mehr Affen als Einheimische leben. Dort bekam ich bei einer Tageswanderung zu paradiesischen Wasserfaellen am �Pusuno� Fluss zugleich eine Einfuehrung ins Ueberlebenstraining: Neben medizinischen Pflanzen gegen Hautkrankheiten, innere Leiden und auch Krebs wurde mir Žbeigebracht, wie man mit leckeren Fruechten (allen voran die suessen Kakaoschoten), Palmenschaften und sogar Ameisen seinen Hunger in dieser gruenen Hoelle stillen kann. Die von den bis zu 80 m hohen Baumkronen herabhaengenden Lianen reizten mich immer wieder ein Stueck daran hochzuklettern und ein bisschen �Tarzan� in diesem perfekten Ambiente zu spielen.

Tags darauf wurde mir von einem Indianer gezeigt, mit Aesten, Steinen und eben diesen Lianen Fallen zu bauen, um Beutetiere zu fangen bzw. zu toeten. Dabei lernte ich auch mit einem Blasrohr umzugehen, dessen Praezision verblueffend war. Mit etwas gemischten Gefuehlen liess ich mir auch eine Boa um den Hals legen, was in mir nach einer kurzen Gewoehnungszeit den Wunsch weckte, eine ausgewachsene Anaconda zu sehen!

Deshalb entschloss ich mich fuer eine Kanu-Tour auf dem klassisch braunen �Napo�, ein Zufluss des beruehmten �Amazonas�. Auch wenn die Suche nach diesen bis zu 18 m (!) langen Reptilien erfolglos blieb, durfte ich ein wesentlich kuerzeres Exemplar wenigstens einmal halten. Zudem wurde ich von dem Naturfuehrer � einem praktizierenden Schamanen � zu sich nach Hause eingeladen, um einer Sitzung mit fuenf heilbeduerftigen Patienten beizuwohnen.

Nach dieser Fahrradpause fuehrte mein weiterer Weg nach �Puyo� an Feldern mit dickem Zuckerrohr vorbei, an dem ich mich immer wieder labte. So hatte ich genuegend Energie, um auf der malerischen �Ruta de las Cascadas� einen Abstecher in die Anden zu machen. Bei Spaziergaengen zu den gigantischen Wasserfaellen, wie dem �Paillon de Diablo�, �Manta de la Novia� und �Macchay� war ich fasziniert von den Wassermassen, die 80 bis 100 m tosend in die Tiefe stuerzen und dabei so droehnen, dass man sein eigenes Wort kaum mehr hoeren kann. Nach unzaehligen Serpentinen kam ich auf dieser 60 km langen Panoramastrecke nach �Banos�, eine kleine Stadt im Kolonialstil, wo mich der nur unweit entfernte Vulkan �Tungurahua�, der zuletzt Mitte der 90er Jahre ausbrach, in seinen Bann!

Mit leichtem Marschgepaeck machte ich mich mittags auf die Socken zu der 3900 m hohen Schutzhuette. Der steile, matschige Weg und die immer duenner werdende Luft liessen mir das Herz bis zum Hals schlagen. Doch das immer wiederkehrende Grummeln und Zischen tief aus dem Inneren des 5700 m hohen Berges trieb mich an weiterzugehen, bis ich nach Einbruch der Dunkelheit vollkommen erschoepft, aber gluecklich mein Tagesziel erreichte. Am naechsten Morgen hatte ich freie Sicht auf den schneebedeckten Krater, aus dem hellgraue Gaswolken emporstiegen, bis er nach nur fuenf Minuten von einer dicken Wolkenschicht verdeckt wurde. Auf dem fuenf Stunden langen Rueckweg war ich mir nicht schluessig, ob dies der gerechte Lohn fuer meine Muehen war. Aber umso mehr genoss ich am selben Abend das wohltuende Bad in einer der vielen Thermen, so dass ich von Baños mit nur noch maessigem Muskelkater in den Beinen wieder im Dschungel abgetaucht bin. Wurde ich dort immer wieder von 20 bis 30 km langen Schotterstrecken ausgebremst, waren 200 km (!) uebelste Steinpiste, die teilweise auch noch mit zaehem Schlamm ueberdeckt war, eine Zerreissprobe fuer meinen �Bock�, die er jedoch tadellos bestand!

Uebergluecklich, wieder glatten Asphalt unter den Raedern zu haben, strampelte ich im Sueden Ecuadors wie befluegelt noch einmal die Anden hoch, um auf der �Panamericana� nach Peru zu gelangen.

Mit meiner 16 jaehrigen Erfahrung im Fahrradreisen suchte ich mir abends immer sehr sorgfaeltig meine Schlafplaetze aus � wie in �Catamayo�, wo ich mein Zelt neben einer Zuckerrohrplantage abseits des quirligen Staedtchens aufstellte. Trotz schlagender Muedigkeit hatte ich nach dem Abendessen ungewoehnlicherweise noch das
Sicherheitsbeduerfnis, meinen �Bock� an einem Baum abzuschliessen
und meine Dokumente ins Zelt zu holen. Tatsaechlich wurde ich in dieser Nacht Opfer eines gemeinen Diebstahls: Im Halbschlaf sah ich im Licht des Vollmonds eine Gruppe von fuenf Maennern an mir vorbeilaufen und einen der dort ueblichen Kleintransporter wegfahren. Nichts ahnend schlief ich wieder ein, bis mich am naechsten Morgen ein Schock durchfuhr, als mein ganzes Gepaeck durchwuehlt neben meinem Fahrrad lag, dem die rechte Vordertasche mit meiner neu zugelegten Kleidung gegen extreme kalte Temperaturen und Regen fehlte.

Auch wenn dieses Ereignis sehr aergerlich ist, kann ich im Nachhinein froh sein, weil die Riemen der Tasche, die mit einem Kabelschloss am Fahrrad gesichert war nur mit einem scharfen Messer durchtrennt werden konnten. Waere ich frueher aufgewacht, haette ich mit Sicherheit versucht, mein Habe zu verteidigen, was evtl. der groesste Fehler meines Lebens gewesen waere.
Dass sich dieses Verbrechen genau ein Jahr nach dem Tod meiner Mutter ereignet hat, ist fuer mich ein Zeichen, dass ich nur mit ihrem Beistand lebend davongekommen bin. Gegen fuenf teilweise mit Messern bewaffnete Maenner haette ich in meinem Zelt gefangen keine Chance gehabt!

Mit erhoehter Vorsicht und vollem Vertrauen auf Gottes Schutz werde ich meine Reise in Peru fortsetzen!

Allen Schuelern und Lehrern zu Hause empfehle ich als Einstimmung auf die bevorstehenden Sommerferien einen Besuch der Webseite www.mikeonbike.de und wuensche eine erholsame und erlebnisreiche Zeit!

Ciao,

Michael Oefele

 

30.07.2008

 

 

Hi!

Having extended my travel permit in Quito, the capital of Ecuador, I crossed a 4000 m (12000 ft) high pass in order to go on through the tropical rain forest in �Amazonia� the eastern part of the country.

Close to �Archidona� IŽd been led through a cave through that you had to crittle and even swim with the headlamp. After about two hours IŽd been lucky to be back under free sky. A bit further south I went deeper into the jungle and visited the need village �Misahualli�, in which almost more monkeys are living than inhabitants. There IŽve made a day hike to paradise like waterfalls at the �Pusuno� river and got also an introduction in survival training: Beside medical plants against skin problems, inner diseases and also cancer IŽd been shown how to feed yourself with delicious fruits (e.g. the sweet cacao fruit), palms, and even ants in this green hell. The lianas that are hanging down from these 80 m high trees attracted me to climb up a little bit in order to play a little bit �Tarzan� in this perfect ambient. The next day IŽd been shown by an Indian how to construct traps with brands, stones and even those lianas in order to catch or kill prey animals. I also learned to handle a blow tube, whose precision surprised me. A Boa snake winding around my neck made me a little bit scared at the beginning. But after becoming used to it I wanted to see a grown up Anaconda! Therefore I took part at a canoe tour on the classic brown �Napo� river that flows directly into the famous �Amazonas�. Even without being successful to find one of these up to 18 m (54 ft) (!) long reptiles I could hold a significant shorter exemplar. Beside this IŽd been invited into the house of this natural guide, who is a practical shaman, to observe a meeting with five patients in need of heal.

After this break I went further to �Puyo�, temporarily resting at these fields of thick sugar cane I loved so much. So I had enough energy for a side trip into the Andes on the gorgeous �Ruta de las Cascadas�. Walking to those gigantic waterfalls like �Paillon de Diablo�, �Manta de la Novia� and �Macchay� IŽd been fascinated by these huge amounts of water that crash down from 80 to 100 meters creating such a noise that you canŽt hear your own word any more! After countless serpentines on this 60 km long panorama route I reached �Baños�, a little town in the colonial stile, where the very close volcano �Tungurahua�, whose last eruption was in the mid 90Žs inspired me!

With light luggage I started at noon up to the 3900m high refuge. The steep, muddy trail and the thinner becoming air  let my heart beating up to the neck. But the steady grumbling from deep inside of this 5700 m (17000 ft) high mountain made me going further, until I reached my goal completely out of energy, but lucky. The next morning I had a good view to the snow covered crater from where grey gas clouds came up. Being covered with a thick layer of clouds after five minutes I were not sure, if this was the wage for the effort on my way back that lasted for five hours! But even more I enjoyed my bath in one of these many thermes in the same evening, so that I turned back from Baños to the jungle with only a slight pain in my legs. Being slowed down up and on by 20 to 30 km (12 to 18 mi) long stretches of gravel a 200 km (120 mi) (!) long passage with big stones partially covered with sticky mud was a real challenge for my �Bock� that mastered it without any damage.

After that I been so happy about smooth asphalt road under my wheels, that I cycled up the Andes like being doped in order to reach the �Panamericana� to Peru.

With my 16 year long experience in bike traveling IŽd been searching for  my sleeping places very carefully like in �Catamayo�, where I pitched up my tent beside a sugar cane plantage outside a small, but busy city. In spite of being very tired after my dinner I had the need to lock my bicycle at a tree and to take my travel documents into my tent. And indeed, in this night I became victim of a bad incident: Being only half awake IŽve seen a group of five men passing my tent and a truck leaving in the light of the full moon. Not thinking any bad I fell asleep again. But the next morning I got a shock when IŽve seen my luggage lying beside my bicycle whose right front bag with my new clothes against extreme coldness and rain was missing!

Even if this makes me still angry I can be lucky after that, because the bag was secured with a cable, so that a sharp knive was necessary to cut it away. If I would have been woken up more early IŽm sure that I would have tried to defend my belongings that might have been the worst mistake in my life!

The fact, that this deal happened exactly one year after my motherŽs death is a sign for me, that she supported me to stay alive. Against five men partially weaponed with knives I wouldnšt have had any chance caught in my tent.

Even more carefully and completely trusting godŽs protection IŽll continue my tour in Peru!

All teachers and pupils at home I suggest to watch the website www.mikeonbike.de as a kind of mental preparation for their summer vacations and wish a relaxing and adventurous time!

See you,

Michael Oefele
 

 

 

 

01.06.2008

Hi!

Kaum bin ich mit dem Flugzeug in Quito, der Hauptstadt Ecuadors gelandet, wurde ich bereits in meiner ersten Nacht in Suedamerika von Andres, einem professionellen Moto Cross Abenteurer in seine aeusserst gastfreundliche Familie eingeladen. Er ueberhaeufte mich mit Routenvorschlaegen abseits der �Panamericana�, die vielbefahrene Nord-Sued-Achse des Landes.

So radelte ich als Erstes zum �Mitad del Mundo� (Mitte der Welt), ein grosses Monument auf dem �Nullten Breitengrad� der Erdkugel, das ich zum Fruehlingsbeginn am 21. Maerz erreichte. Am Aequator, der zusaetzlich mit einer gelben Linie markiert ist stand die Sonne zur Mittagszeit genau senkrecht ueber mir, so dass um mich herum kein Schatten mehr zu sehen war.

Auf meinem weiteren Weg durchs Hinterland der Anden waren die Strassen mit Handball grossen Steinen �gepflastert� und so steil, dass ich meinen voll beladenen �Bock� bis zu zehn km die Berge hoch schieben musste.

Mit viel Muehe schaffte ich es nach �Otavallo� mit seinen bunten Maerkten, wo die einheimischen Indianer sowohl traditionelle Kleidung als auch exotisches Obst, Gemuese und frisch Geschlachtetes zum Feilschen anboten. Ganz in der Naehe besuchte ich eine Dressurvorfuehrung mit Raubvoegeln im �Parque Condor� und die wild- romantischen Wasserfaelle von �Peguche�, die droehnend in die Tiefe stuerzen.

Seit meinem Aufenthalt in �Ibarra�, dem noerdlichsten Punkt meiner Schleife, fahre ich im �Gelben Trikot� des ecuadorianischen Fussball Nationalteams, das mir mein Freund Juan Carlos ueberreichte. Am naechsten Tag verwandelten heftige Regenfaelle die kleinen Gebirgsbaeche in reissende Stroeme, die Erdrutsche verursachten und die Strassen teilweise versperrten.

Voellig durchnaesst kehrte ich nach drei Wochen wieder nach Quito zurueck, wo ich den schwachen Dollarkurs und ein guenstiges Last-Minute-Angebot nutzte, um mir einen Abstecher nach �Galapagos� zu leisten. Dieses vulkanische Archipel ca. 1000 km westlich des ecuadorianischen Festlandes inspirierte bereits vor knapp 200 Jahren Charles Darwin zur Erstellung seiner revolutionaeren Evolutionstheorie durch �Natuerliche Selektion�. Mit einem Expeditionsschiff erster Klasse bereiste ich die Inseln San Cristóbal, Española, Floreana, Fernandina, Isabella und Santa Cruz, die sich in ihrer Flora und Fauna deutlich voneinander unterscheiden. Waehrend der Kreuzer ueber Nacht zum naechsten Ankerplatz fuhr, war der Tag ausgefuellt mit gut geleiteten Landexkursionen und Schnorcheltouren. Dabei hatte ich Gelegenheit, die Vielfalt der dort lebenden Tiere zu bewundern, denen man greifbar nahe kommen konnte:

Albatrosse, mit 2,50 m Fluegelweite groesste Voegel der Welt, starteten auf Española von hohen Klippen und sackten trotz starkem Aufwind ab, bevor sie allmaehlich an Hoehe gewannen.

Beinahe unrealistisch wirkten die tuerkisgruenen Beine und Schnaebel der �blue footed Boobies� (blaufuessige Toelpel), wie wenn sie durch einen Farbtopf gelaufen waeren, um darin nach Fischen zu suchen.

Auf allen Inseln versammelten sich ganze Kolonien von Meeresleguanen, die regungslos in der Sonne lagen, um ihre schwarzen, manchmal auch gruen-roten Koerper aufzuheizen. Diese bis zu 1,5 m langen �Mini-Saurier� strahlen eine derart stoische Ruhe aus, dass sie schon fast bedrohlich wirken. Davon recht unbeeindruckt zeigten sich die feuerroten Krebse, die auf ihnen seitwaerts herumkrabbelten.

Auf �Isabella� sprangen die�Galapagos Pinguine�, mit nur 50 cm Koerperhoehe die kleinsten ihrer Art, vom Wasser auf die Felsen und kletterten recht unbeholfen zu einer hoeher gelegenen Stelle, um nicht wieder ins Meer zurueckgespuelt zu werden.

Immer wieder tauchte der faustgrosse Kopf einer Meeresschildkroete fuer einen kurzen Augenblick aus dem Wasser, um fuer die naechsten fuenf Minuten Luft zu holen. Beim Schnorcheln liessen sich die fast 2m grossen Prachtexemplare bereitwillig von mir begleiten.

Viel Spass hatte ich mit den verspielten Seeloewen, die wie Torpedos heranflitzten, mich umkreisten und dabei immer wieder mit ihren grossen Augen durch meine Tauchbrille glubschten.  Unzaehlige Purzelbaeume schlug ich mit diesen netten Kerlchen unter Wasser.

Im Gegensatz dazu hatte ich etwas mehr Respekt vor den Weissspitzenriffhaien, die an der �Corona Diabolo� (Teufelskrone) vor der Insel Floreana nur fuenf Meter unterhalb von mir langsam umherschwammen. Obwohl mir gesagt wurde, dass sie eigentlich nur nachts auf Jagd gehen, konnte ich mich beherrschen ihnen die Flosse zu schuetteln, weil ich mir nicht sicher war, ob die drei Meter langen Gesellen nicht gerade Lust auf einen Mittagssnack haetten ?

Fasziniert von diesen Eindruecken, die ich knapp unter der Wasseroberflaeche erleben durfte, beschloss ich nach Ende der Rundfahrt mit Scuba-Tauchen anzufangen. Vor einem schoenen Badestrand lernte ich in seichtem Gewaesser schnell die ueberlebensnotwendigen Handgriffe fuer Notfaelle in groesseren Tiefen und schon bald darauf gingen wir im offenen Meer auf Tauchstation. Es ist ein unglaublich schoenes Gefuehl, unter Wasser atmen zu koennen und scheinbar schwerelos ueber dem Boden zu schweben.

Die letzten beiden Tauchgaenge fuehrten wir an der  �Loberia� suedlich der Insel Santa Cruz durch, wo sich die groessten Fischschwaerme der Welt befinden! Es war ein unbeschreibliches Erlebnis, in 18 m Tiefe durch diesen riesigen Pulk hindurchzuschwimmen. Millionen kleiner Fische, die sich alle in strenger Formation mit der Stroemung bewegten, streiften ganz knapp an mir vorbei um kurz danach die aufgetane Luecke wieder zu schliessen. In diesem dichten Geschwader hatte ich nicht einen Meter Sicht und musste mich nach meinen aufsteigenden Luftblasen richten, um die Orientierung nicht zu verlieren.

Hochmotiviert, noch weitere Kompetenzen zu erwerben, absolvierte ich auch noch den Fortgeschrittenen-Kurs fuer �Advanced Diver�, wo ich von meinem Tauchlehrer Luis (www.sharksfriends.com) eine Einfuehrung in Unterwasser-Navigation und �Fotografie bekam. Zum Abschluss fuhren wir mit einem Boot zum �Rocca Gordon� (GordonŽs Rock), ein submarinen Vulkankrater, von dessen Rand nur drei Felsspitzen ca. 50 m aus dem Meer ragen. In der Hoffnung Hammerhaie zu sehen tauchten wir auf satte 35m ab. Aufgrund der starken Stroemung in dem Krater mussten wir uns an Lavafelsen festhalten und entlanghangeln, um nicht ins offene Meer abgetrieben zu werden. Kurz vor dem Auftauchen erspaehten wir mindestens 20 Hammerhaie, die uns in ca. 10m Entfernung passierten. Mit einer noch ausreichenden Luftreserve hetzten wir so schnell wie moeglich hinterher, um diese majestaetischen Querkoepfe noch naeher zu sehen.

Uebergluecklich kehrten wir wieder zurueck nach Santa Cruz, wo mir ein Freund sein Fahrrad zur Verfuegung stellte, um im Hochland nach den riesigen Landschildkroeten zu suchen. Ich traute meinen Augen nicht, als ich ueber einen Meter lange, zwischen 300 und 500 kg schweren Apparate an einem Wanderpfad Fallobst fressen sah.

Nachdem ich somit fast die gesamte Tierwelt Galapagos gesehen hatte, nahm ich auf der Nachbarinsel Isabella an einer Exkursion zum Vulkan �Cerro Negro� teil, dessen Vulkankrater mit sieben Kilometer Durchmesser (!) der Zweitgroesste der Welt ist. Nur ein kleines Stueck weiter erreichten wir Vulkan �Chico�, wo sich die erstarrten Lavamassen haushoch vor mir auftuermten und richtige Tunnels bildeten. Gegen Abend kamen so viele Moskitos, dass ich froh um das Zelt war, das mir mein Freund David auslieh, das ich im Garten seiner Herberge �Coral Blanco� aufstellen durfte.

Am �Leone Dormido� (Schlafender Loewe), ein charakteristischer Fels westlich der Insel San Cristóbal der wie eine 100 Meter hohe Speerspitze aus dem Meer ragt, froente ich ein letztes Mal meiner Tauchleidenschaft. Ur wenige Meter ueber mir zogen die dort lebenden �Galapagos Haie� langsam hinweg und waren gegen das helle Sonnenlicht nur als Schatten zu erkennen, was eine sehr mystische Athmosphaere erzeugte.

Viele aktuelle Bilder ueber und diesmal auch unter Wasser gibt es in der Webseite www.mikeonbike.de zu sehen.

Nach ueber einem Monat Aufenthalt flog ich wieder zurueck zum Festland und holperte mit dem Bus auf einer Schlaglochstrecke nach Montañita. An diesem recht speziellen Ort scheint die Zeit seit Ende der 60er stehen geblieben zu sein. In dem kleinen, touristischen Zentrum laufen Hippies mit langen, zottligen Haaren und manchmal auch freiem Oberkoerper herum, oder sitzen auf den Gehsteigen, wo sie selbstgemachten Schmuck aus Leder, Muscheln und Federn verkaufen. Aufgrund erfolgreicher Korruption geht die nur �pro forma� eingesetzte Polizeistreife an den Drogendealern mit Scheuklappen vorbei und uebersieht auch gerne kleine Grueppchen, die etwas zurueckgezogen Marihuana rauchen oder Kokain schnupfen. Statt Drogen zu konsumieren zog ich es vor, mich eine Woche lang im Surfen zu ueben und genoss das Gefuehl, von den langen Wellen bis zum Strand getragen zu werden. Abends zog es mich immer wieder in das niedliche Zentrum, wo staendig ein leichter Hauch von Marihuana durch die Strassen zieht und bis in die fruehen Morgenstunden gefeiert wird. Zum Abschluss besuchte ich die legendaere �Vollmondparty�, von der  ich erst nach Morgengrauen zu dem authentischen Hotel �Swiss Point Montañita� zurueckkehrte, wo ich von der schweizer Familie nicht nur gastfreundlich beherbergt, sondern auch mit leckeren Gerichten bekocht wurde (www.swisspointmontanita.com) .

Nach sechs Wochen �Urlaub im Urlaub� kehrte ich gut erholt nach Quito zu meinem �Bock� zurueck, der schon ganz ungeduldig bei meinem Freund Andres auf mich wartete. Bereit fuer neue Abenteuer gehtŽs nun weiter nach Sueden in Richtung �Tierra de Fuego� (Feuerland).

Ciao,

Michael Oefele

 

01.06.2008

 

Hi!

Being landed in Quito, the capital of Ecuador, Andres who is a professional motocross adventurer invited me for my first night in South America into his hospitable family. He bombarded me with good suggestions for my way away from the highly frequented �Panamericana�, that is the main connection between north and south.

So I cycled at first to the �Mitad del Mundo� (Middle of the World), a huge monument on the 0th grade of the globe, that I reached at the beginning of spring at the 21st of march. At the equator, that is additionally marked with a yellow line, the sun was standing exactly right above me at noon, so that you couldnŽt see any more shade around me.

On my further way through the back country of the Andes the streets had been only plastered with stones big like handballs but also so steep, that I had to push my fully loaded �Bock� up the mountains for up to ten kms.

With much effort I reached �Otavallo� with its multicolored markets, where the aboriginal Indians sell traditional clothes, exotic fruits, vegetables and fresh slaughtered meet for bargain prices. Not far away I visited the �Parque Condor� to watch a show with hunting birds. Very close had been the wild-romantic waterfalls at �Peguche�  that drop down into the depth with a great rumoring sound.

Since my entry in �Ibarra�, the northest point of my loop, I cycle in the �Yellow Tricot� of the Ecuadorian soccer national team, that my friend Juan Carlos presented me. After that heavy rain changed small mountain rivers into powerful streams, causing floods and landslides that partially blocked the roads.

Completely wet I came back to Quito, where I used the weak Dollar exchange rate and a good last-minute-advertisement to go to �Galapagos�. This volcanic archipelago 1000 kms west of the Ecuadorian mainland inspired Charles Darwin almost 200 years ago for his revolutionary theory of evolution by �natural selection�. With a first class expedition vessel I visited the islands San Cristóbal, Española, Floreana, Fernandina, Isabella and Santa Cruz, that all differ significantly from each other in their flora and fauna. While the Cruiser was navigating to the next anchor place at night, the days had been filled with well guided land excursions and snorkeling tours. Therefore IŽve had the opportunity to admire the variety of those inhabited species, that you could approach so close:

Albatrosses, with 2,50 wing span the biggest birds in the world, started in Española from high cliffs and dropped down at first in spite of an excellent thermic before they started gaining some height with the time.

Almost unrealistic seemed the turkis green legs and mouth of the �Blue footed Boobies�, like they would have been walking through a bucket with some paint searching for fishes in it.

On all islands had been great colonies of marine iguanas lying motionless in the sun to heat up their black, sometimes also green-red bodies. These up to 1,5 m long �Mini-Saurians� have such a stoic quietness, that you almost become scared of them. Quite respectless the fire red cancers had been crittling on them sideward.

At �Isabella� the �Galapagos Penguins� with only 50 cms height the smallest ones in the world jumped from the water on the rocks and started climbing in a need way up to a higher point in order of not being pulled back by the waves.

Up and on the fist seized head of a sea turtle popped out of the water to get a breath of some air for the next five minutes. While snorkeling I could escort those almost two ms long enchanted exemplars.

A lot of fun I had with the playful sea lions that rushed to me like torpedoes to circle around me while watching through my diving mask with their big eyes. IŽve made countless rolls under water with those pretty need guys.

A little bit more respect I had from the white tipped reef sharks that had been swimming slowly only five ms beyond me at the �Corona Diabolo� (Devils Crown) at the island Floreana. Although being told that they start hunting just at night, I could stop myself shaking their tail, because I didnŽt know if those three m long guys wouldnŽt like to have a snack for lunch ?

Fascinated by these impressions short below the water surface I decided to start with scuba diving after my round trip. In shallow water in front of a nice beach I learned the live saving handgrips that I might have to use in an emergency in the depth. Short after that we went down in the open sea. ItŽs a unbeliefable feeling to be able to breathe under water and to move without feeling any gravity over the bottom.

The last dives we made at the �Loberia� south of the island Santa Cruz, where are the biggest fish swarms of the world! It was a great experience to swim through this huge cluster in 18 ms depth. Millions of small fishes moving in a strict formation with the stream, slided so close along my body to close the lag behind me short after that. In this dense bunch I didnŽt have any view for any meter so that I had to orientate with help of my ascending bubbles.

Highly motivated to get even more competences IŽve also made an �Advanced Course�, where I got an introduction in underwater navigation and photography by my instructor Luis (www.sharksfriends.com). For the big final we chartered a boat in order go to the �Rocca Gordon� (GordonŽs Rock), a submarine volcano crater, from which edge only three 50 ms high rocks are visible above the surface. In the hope to see some hammerhead sharks weŽd been diving down to 35 ms. Because of the current we had to gripe some lava rocks that we also used to pull ourselves forward in order of not drifting away into the open sea. Short before ascending we discovered at least 20 �Hammerheads�, that passed us in at a distance of about 10 ms. With still enough air reserve in our tanks we started paddling behind them as fast as we could, to be able to see those majestetic cross heads even closer.

Completely happy we come back to Santa Cruz, where I could use a friends bicycle in order to search the giant land turtles in the highlands. I almost couldnŽt trust my eyes when IŽve seen those more than a meter long, between 300 and 500 kgs heavy animals eating some fruits on the bottom right beside a path.

Having seen almost the complete wild life on Galapagos, I took part at an excursion on the neighbour island Isabella to the volcano �Cerro Negro�, whose crater with a diameter of seven kms (!) is the second biggest of the world. Just a little bit further we reached volcano �Chico�, where the hardened masses of lava were in front of me high like houses and also creating huge tunnels.

In the evening there had been so many mosquitoes, that IŽm very thankful for the tent that my friend David borought me in order to pitch it up in the garden of his hostal �Coral Blanco� (hotelcoralblanco@gmail.com).

At the �Leone Dormido� (Sleeping Lion), a characteristic rock that looks like a 100 ms high pinnacle in the sea, west of the island San Cristóbal IŽd been diving for my last time. Just a few meters above me the there living �Galapagos Sharks� were cruising quite slowly and were just visible as shades against the sunlight from top that created a quite mystic athmosphere.

Many pictures above and this time even under water you can see in the website www.mikeonbike.de

After more than a month I flew back to the mainland and took a bus to Montañita. At this very special place the time seemed having been stopped since the end of the 60ies. In the small touristic center there are hippies walking around with long hair and sometimes even without any shirt, or sitting on the pavements, where they sell self made necklace with leather, stones and feathers. Because of successful corruption the police that comes here just �pro form� passes the drug dealers and ignores small groups smoking marihuana and sniffing cocaine. Instead of consuming drugs I preferred to go surfing for one week and enjoyed the feeling to be carried by those long waves all the way to the beach. In the evenings I always went to the need center, where steadily was a light smell of marihuana in the streets, where the people are celebrating until the early morning. Finally I visited the legendary �Full Moon Party� from where I came back in the dawn to the authentic hotel �Swiss Point Montañita� (www.swisspointmontanita.com) . This friendly Swiss family didnŽt only host me, but also cooked some delicious meals for me.

After six weeks �vacation in my vacation� I came back to Quito, where my �Bock� was waiting for me quite impassioned at my friend Andres. Ready for new adventures weŽre heading south to the direction of �Tierra de Fuego� (Fireland).

See you,

Michael Oefele

 

 

12.03.2008

Hi!

Meine "Ehrenrunde" im Suedwesten der USA fuehrte mich auf das 2000 - 3000 m hohe "Colorado Plateau", wo ich mich bereits schon Tage zuvor beim Anblick der schneebedeckten Berge auf frostige Temperaturen einstellen konnte.

Das Weihnachtsgeschenk einer aeusserst fuersorglichen Frau, die mir an Heilig Abend voellig unverhofft an einer Strassenkreuzung ueberreichte, sollte sich im weiteren Verlauf meiner Reise als dringend notwendig erweisen: Eine waermende Heimdecke, die ich als zusaetzliche Schlafunterlage einsetzte!

So steuerte ich gut ausstaffiert den "Zion" National Park an, der von einem fast unscheinbaren Bach 1000 m tief ausgewaschen wurde. Entzueckt von diesem idyllischen Tal inmitten steil aufragender Felswaende unternahm ich Wanderungen zu recht hoch gelegenen Punkten wie "Angels Landing" und "Observation Point", wo ich mit atemberaubenden Ausblicken auf die ca. 20 km lange Schlucht belohnt wurde.

Im Gegensatz dazu ist der fast 3000 m hoch gelegenen "Bryce Canyon" von einem recht dramatisch wirkenden Landschaftsbild gepraegt: Die bis zu 100 m hohen Sandsteinfelsen wurden so von der staendigen Erosion zerfressen, dass unzaehlige aneinander gereihte Saeulen (sogenannte "Hoodoos") uebrig blieben. auf deren Spitzen Gesteinsbrocken bis zur Groesse eines Wohnwagens balancieren. Der blendend weisse Schnee bildete einen unglaublich starken Kontrast zu den roten Farbtoenen der horizontal gelegenen Gesteinsschichten und dem stahlblauen Himmel. An meinem Geburtstag kurz nach Neujahr stieg ich bei Bilderbuchwetter zwischen den majestaetisch wirkenden "Hoodoos" den Canyon hinab, um diesen orange-roten Zinnen so nahe wie moeglich zu kommen. In dem normalerweise hoffnungslos ueberfuellten Park begegneten mir auf den verschiedenen Pfaden weniger als ein Dutzend Touristen. So konnte ich ungestoert diese traumhafte Szenerie bewundern, die aufgrund der zentrischen Anordnung der Saeulen an ein Amphitheater erinnert.

Tags darauf wehte mir ein Schneesturm bei klirrender Kaelte die Eiskristalle wie ein Sandtrahl ins Gesicht. Zum Glueck erreichte ich nach ca. 2 km ohne Erfrierungen eine Toillette an einem Parkplatz, wo ich ca. 2 Std. ausharrte, bis das Unwetter vorueber war. Danach war es kein Vergnuegen, auf der vereisten, von Matsch bedeckten Strasse weiter zu fahren - zumal bei Temperaturen um den Gefrierpunkt mein Wasser binnen weniger Stunden zu einem massiven Eisklumpen erstarrte! Aufgrund der weiten Entfernungen zwischen den kleinen Doerfern mit ca. 300 Einwohnern hatte ich im Sueden Uthas ernsthafte Versorgungsprobleme. Zudem sanken bereits kurz nach Sonnenuntergang die Temperaturen recht schnell um weitere zehn Grad, so dass ich oft recht durchfroren und durstig meine Tagesziele erreichte. Die dort lebenden Mormonen waren so ruehrend um mein Wohlergehen besorgt, dass sie mich entweder zum Uebernachten ins Haus einluden oder sogar ein Zimmer in einem Motel organisierten.

Bei der Ueberquerung des "Capitol Reef" National Parks entschied ich mich fuer den "Burr Trail", der mich durch den "Long Canyon" fuehrte. Die feuerrot leuchtenden Felswaende bildeten einen 30 km langen Korridor, durch den sich eine kleine Strasse windet. Der darauf liegende Schnee war so nass, dass er sich immer wieder auf meine Laufraeder aufwickelte und sogar die Gangschaltung blockierte! So gelangte ich erst nachts zu einer Lehmpiste, die ich unbedingt hinter mich bringen musste, bevor sie am naechsten Morgen vom Sonnenschein in ein unpassierbares Schlammfeld verwandelt wird. Meine immer schwaecher leuchtende Stirnlampe raubte mir die Sicht auf die vereisten Fahrspuren, die zudem noch mit Schnee ueberpudert waren. So liess sich auf der 40 km langen Strecke der ein oder andere Sturz nicht vermeiden. Voellig entkraeftet und entnervt erreichte ich gegen Mitternacht den weiterfuehrenden Schotterweg, wo ich nach wenigen Pedaltritten ein schoenes Lagerfeuer machte und mich in meinem Schlafsack daneben legte.

In der Naehe des abgelegenen "Goblin Valley", ein kleiner Staats Park war ich fasziniert vom "Little wild Horse Canyon", der an vielen Stellen so eng war, dass ich sogar meine Schultern verdrehen musste, um durch zu kommen. Nachdem ich gegen Abend wieder zurueck war, baute ich in dieser gottverlassenen Gegend mein Zelt auf, das am naechten Morgen nicht nur aussen, sondern auch innen weiss gefroren war. Dafuer durfte ich spaeter als einziger Parkbesucher des Tages meinen Spaziergang zwischen den pilzaehnlichen Lehmskulpturen vor steil abfallenden Klippen geniesen.

Eine Vielfalt von Naturbruecken bekam ich im "Arches" National Park zu sehen, Allen voran der "Delicate Arch" (das Wahrzeichen Uthas) und der "Landscape Arch", mit einer Spannweite die groesser ist als ein Fussballfeld (!) der laengste Felsbogen der Welt! Als wahre Meisterwerke der Natur praesentierten sich miteinander kombinierte Mehrfachboegen, die ca. 50 m hohe Kuppeln oder kunstvolle Bruecken bilden.

Im Reservat der Navajo Indianer fuhr ich das "Monument Valley" an, wo ca. 100 m hohe Felstuerme, die einsam und verlassen inmitten einer weiten Wuestengegend stehen, eine mystische Ausstrahlung haben - der perfekte Drehort fuer die zahlreichen Westernfilme mit John Wayne und futuristische Movies wie "Zurueck in die Zukunft III".

Gegen Abend wurde ich in dieser Gegend von einer sehr gastfreundlichen Indianerfamilie zum Uebernachten in ihr kleines Haus eingeladen, in dem eine Grossfamilie bescheiden, aber zufrieden lebt.

Mit fast 450 km Laenge, 30 km Breite und 1600 m Tiefe wird der "Grand Canyon" zu Recht als "Achtes Weltwunder" bezeichnet. Mein Traum, in diese gigantische Schlucht hinab- und wieder hochzusteigen wurde mir allerdings von heftigen Schneefaellen vewhrt. So musste ich den National Park mit einer "offenen Rechnung" verlassen, um den mir zugesichertn Frachter in Richtung Sueden nicht zu verpassen. Zu meinem grossen Aerger wurde mir jedoch diese Schiffspassage aus nicht nachvollziehbaren Gruenden versagt. So kehrte ich wieder zurueck und unternahm bei nun genialem Wetter eine ca. 30 km lange "Jo-Jo" Trekkingtour vom Suedrand des Canyons hinab zum "Colorado" Fluss und am selben Tag wieder zurueck. Es war eine einzigartige Wanderung durch geologische Urzeiten, wenn man bedenkt, dass die am tiefsten liegenden Gesteinsschichten mit fast zwei Milliarden Jahren (!) halb so alt sind, wie unsere Erde.

Auf der historischen "Route 66" rollte ich dann endlich von dem eisig kalten Colorado Plateau hinab in die waermeren Gefilde des Wilden Westens. Nostalgische Motels, Bars und Tankstellen an denen aufpolierte Cadillacs und Harley Davidsons parkten, vermittelten ein recht laessiges Flair.

In Oatman, einer kleinen Goldgraeberstadt mit nur 150 Einwohnern, sorgten die im Originalzustand belassenen Holzhaeuser, frei umherlaufende Esel und iniziierten Schiessereien mitten auf der Strasse fuer das absolute Westernambiente.

Bei der anschliessenden Durchquerung der recht trostlos anmutende "Mojave" Wueste musste ich 70 - 120 km lange Distanzen ohne jegliche Versorgungsmoeglichkeit ueberwinden, um zum "Joshua Tree", meinem letzten Nationalpark in den USA zu gelangen. Die weit ausladenden Zweigen der dort wachsenden Kakteenbaeume erinnerten die damals ansiedelnden Mormonen an "Joshua", der mit erhobenen Armen die Juden in das "gelobte Land" fuehrte. Wuchtige Felsen ziehen sowohl professionelle Kletterer als auch Hobbysportler an, um dort ihrer Freizeitbeschaeftigung nachzugehen.

Wenige Tage spaeter erreichte ich einmal mehr Los Angeles, wo gerade die "Oscar" Verleihung in Hollywood stattfand. Nur 50 m stand ich vom roten Teppich entfernt, wo die Stars aus Film und Musik von zehn Meter langen Luxuslimousinen abgeholt wurden.

Auf dem "Pacific Coast Highway", einer vielbefahrenen Kuestenstrasse, erreichte ich wieder Sta. Barbara, den Ausgangspunkt meiner "Ehrenrunde", die auf der Webseite www.mikeonbike.de mit aktuellen Fotos dokumentiert ist. Die letzten Tage habe ich meinen "Bock" mit neuem Material ausgeruestet fuer Suedamerika, wo ich demnaechst mit einem Flugzeug hinjetten werde, um mein Weltreise fortzustzen.

Auch Allen wuensche ich ein frohes Osterfest.

Ciao,

Michael Oefele

 12.03.2008

Hi!

On my "Glory Loop" in the southeast of the USA I cycled to the 6000 to 9000 ft high "Colorado Plateau", where I could prepare my mind for jilly temperatures by watching those snow covered mountains the days before.

The Christmas present of a very kindly woman, who met me at a street junction, gave me a throw, that I’d been using as an additional layer to sleep on.

So I reached well equipped the "Zion" National Park, which had been carved out almost 3000 ft deep by a tiny creek. Being so fascinated about this lovely valley between those vertical grading rock walls I made hikes to quite high spots like "Angels Landing" and "Observation Point", where I had a breathtaking view into this 12 miles long gorge.

Beside this, the "Bryce Canyon" located 8500 ft about sea level is more "dramatic": Its up to 300 ft high rockwalls had become so eroded, that countless lined up pinnacles (so called "Hoodoos") left, on whose peaks boulders up to the size of a trailer are kept in the balance. The glancing snow created an unbelievable contrast to the red colors of these horizontal layers of stones and the blue sky. At my birthday short after new year I had a fantastic weather when I’d been walking between those red and orange "Hoodoos" down to this gorgeous canyon. On those different trails I met less than a dozen tourists in this normally overcrowded park. So I could enjoy this amazing scenery that looks of the centralistic order of the columns like an amphi theater.

The next day a snowstorm was blowing freezing cold ice crystals into my face. After one mile I fortunately reached a toilet at a parking area, where I stood for two hours, waiting until the worst part was over. After that it was not funny to keep on going on these icy and slushy roads - especially at these cold temperatures that let my water start freezing within a few hours!

Because of the long distances between the small villages with around 300 inhabitants I got serious problems with my nutrition. Additionally short after sunset the temperatures dropped for some more ten degrees, so that I often reached my daily goals quite frozen and thirsty. Those Mormons living there took so much care for my welfare and invited me into their homes or organized a room in a motel.

Crossing the "Capitol Reef" National Park I took the "Burr Trail", which goes through the "Long Canyon". This amazing gorge had been so narrow, that the sun couldn’t melt the snow on the street, so that it became very sticky. This stuff didn’t only block my wheels, but also my sprockets, so that I couldn’t shift any more. With many stops I reached a clay trail at night, which I had to pass until the sunshine in the morning would have changed it into an impassable mud field. Running out of energy my head-light became so weak, that I almost couldn’t identify the frozen tracks that had been covered by snow. Because of this I couldn’t avoid the one or the other drop from my bicycle on this 25 miles long challenge. Completely tired I reached the continuing gravel trail at midnight. After a few yards I made a nice fire and fell asleep beside it.

Close to "Goblin Valley" a small and remoted state park I’d been fascinated by the "Little wild Horse Canyon", that had been so narrow that I had to wind my shoulders to come through. After I’d been back in the evening I pitched up my tent that became white frozen outside and inside. Therefore I could enjoy my walk through those mushroom like clay sculptures in front of steeply dropping cliffs as the only park visitor.

A great variety of natural bridges had been in the "Arches" National Park, especially the "Delicate Arch" (The symbol Uthas) and the "Landscape Arch", being longer than a footballfield, the longest rocky arch in the world! The natures masterpieces had been combined bows with each other, that create artistic constructions. In the reservation of the "Navajo Indians" I visited the "Monument Valley", with its 300 ft high rock towers in the middle of a vast desert area that provide a mystic atmosphere - the perfect place for those many western films with John Wayne and futuristic movies like "Back to the Future III".

In the evening I’d been invited by a very hospitable indian family to stay the night in their little house, in which the big family lives very basic, but happy.

With almost 300 miles length, 18 miles width and 1 mile depth the "Grand Canyon" is the so called "eighth wonder in the world". But my dream to go down into this gorgeous canyon and come up again disappeared by heavy snow storms. So I had to leave this national park with an open bill to reach the freighter to the south, that had been provided by a shipping agent. But by some reasons I still can’t understand I’d been told that I can’t get aboard - that made me very angry!

Because of the genial weather I came back to the canyon and made a 18 miles long "Jo Jo" trekking tour from the south rim down to the "Colorado" river and back at the same day. It was an unique hike through the geologic prehistoric if you think about the deepest layers of stones, that are almost two billions years old - half as old as the earth!

On the historic "Route 66" I’d been rolling down from the icy Colorado Plateau to warmer areas further west. Nostalgic motels, bars and filling stations where polished Cadillacs and Harley Davidsons parked in front, created a cool flair.

In Oatman, a little goldmine town with only 150 inhabitants, those original wooden houses, wild burros and gun fights in the middle of the street made you feeling like to be in the middle of the wild west right now!

Short after I’d been crossing the quite monotone "Mojave" desert with 50 to more than 70 miles long distances without any facilities between to reach the "Joshua Tree", the last National Park I visited in the USA. The wide uplifting trunks of those cactus trees reminded the ancient Mormons to "Joshua" who had been leading the Jewish with raised arms into the "promised land". Huge rocks attract not only professional climbers but also hobby sportsmen to spend their spare time there.

A couple of days later I reached one more time Los Angeles, where just in this time the "Oscar" premiere was. Only 150 ft I’d been standing away from the red carpet, where all the film & music stars had been picked up by 30 ft long luxurious limousines.

On the "Pacific Coast Highway" a very busy road along the Pacific Ocean I reached Sta. Barbara again, from where I started my "Glory loop", which is documented in the website www.mikeonbike.de with brand-new pictures. The last days I rusted my "Bock" with some new material for South America, where I will jet by airplane in order to continue my world tour.

I wish you all a blessed Eastern!

See you,

Michael Oefele

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