Nepal by bike 2003 - 2004

 

Brunnenstop in der Ukraine (Die Kinder waren immer sehr aufgeschlossen und waren immer freundlich zu mir)

22.01.2003

Hi!
Nachdem ich das neue Jahr zusammen mit einem Radler-Paerchen aus Oesterreich (Martin und Birgit) und einem Franzosen (Richard) zweimal gefeiert habe (Einmal fuer die iranische Zeit, die der MEZ 2,5 Stunden voraus ist, und einmal fuer die heimische Zeitrechnung), gelang es mir mit viel Geduld und Geld, mir die Visa fuer Pakistan und Indien zu ergattern und mein Visum fuer den Iran um zwei Wochen zu verlaengern. Das heisst, Asien steht mir offen!!!
Als Geburtstagsgeschenk (danke fuer die vielen lieben Gruesse!) habe ich am 4.1.03 meinnen Bock zum Steppenwolf aufgeruestet: Extrabreite Reifen (26 x 2,1) fuer sandige Boeden, neuer Kettenkranz, Kette,neuer Sattel, Sirene und 2 Rueckspiegel (gegen die verrueckten Kraftfahrer).
Von Teheran ab fuhr ich weiter Richtung Sueden zu den scoensten Staedten Irans: Esfahan und Shiraz. Shiraz ist fuer mich gleichzeitig ein strategisch wichtiges Zwischenziel (dieser militaerische Shargon passt ja ganz gut in die jetzige Zeit...), weil ich dort mein IRAN-Visum um einen weiteren monat verlaengern konnte.
Durch diesen Zeitgewinn kann ich jetzt am persichen Golf von Buscher nach Banderabas entlangradeln. Da soll das Wetter schoen warm sein. Auf dem Weg nach Shiraz war es zwar immer sonnig, so dass ich mit meinem kurzen Trikot und langer Radlerhose fahren konnte, aber inder Nacht fielen die Temperaturen bis knapp unter Null Grad (Trinkwasser begann zu gefrieren!). Ab jetzt weiss ich meinen Qualitaets-Schlafsack zu schaetzen...
Auch mit Dieben und Raeubern habe ich s meine Erfahrungen machen muessen! Der Schaden hielt sich jedoch in Grenzen (1 Tuete Gemuese geraubt, 1 Ruecklicht gestohlen). War vielleicht eine ganz gute Lehre - muss noch (!) vorsichtiger werden!!!
Ungefaehr Mitte Februar werde ich Bam erreichen, um von dort mit dem Bus oder Zug durch die Wueste, wo es von Raeubern nur so wimmeln soll, nach Pakistan (Quetta) durchzubrettern!!!
ciao,
Michael

Hi!
After I celebratet New Year for two Times (the Iranian Time is 2,5 Hours before the European Time) together with a couple on bike from Austria and a cyclist from france, I got the visa for pAKISTAN AND iNDIA and I could extend my Visum for Iran for two weeks.
As Present for my birthday at the 4.1.03 (thanks for the greetings!) I prepared my bike for the dessert:  Extra bright tires, new Sattle, 2 backmirrors and alarmsignal for the crazy cardrivers. Then I went on to the nicest cities of Iran: Esfahan and Shiraz.
With Shiraz I reached a sratetic important point (This military shargon fits to the present time), because here I could extend my Visum fur Iran for one more month. So I have enough time to cycle along the persian golf from Busher to Banderabas. It shall be very warm there.
On the way to Shiraz Ihad sunny days (short trikot, legging), but very cold nights (my drinking water began freezing). Since that time I know the Worth of my High-Quality-Sleeping -bag.
I even made my expieriences with robbers and tieths. But the Worth of the Things was not much (one bag of vegetables and one backlight). Now I know, that I must become even more carefully!!!
In the middle of February I will reach Bam, from which Iwill take the bus through the dessert (which is full of gangsters) to Pakistan (Quetta Town)
good bye,
Michael

Steppe in Iran (Da sieht man mal mein Fahrrad in seiner ganzen Pracht, daher der Name "Bock" für mein Gefährd. Hier würde auch "Steppenwolf" passen!)

 

 

24.02.2003

Hi!
Nachdem ich in das kulturelle Herz Irans, die Provinz Fars gefahren bin, wo es in den Naechten so kalt war, dass morgens Eisklumpen in meinen Wasserflaschen waren, bin ich ca. 1000 Kilometer am persischen Golf von Buscher nach Banderabbas entlanggeradelt, wo es mit 25 bis 30 grad super schoen war. Im Sommer muss es dort echt die Hoelle sein. In Buscher war ich gerade mal 600 Kilometer von Irak entfernt. Von der Krisenstimmung war jedoch nichts zu spueren. Trotzdem ein komisches Gefuehl, wenn man weiss, dass amerikanische Kriegsschiffe gerade mal 100 Kilometer entfernt in Alarmbereitschaft sind...
Die Gegend am Golf war vergleichbar mit einer riesigen Steinwueste, sehr monoton. War immer wieder froh, wenn ich die naechste Stadt erreicht habe, um meine Wasserflaschen aufzufuellen mit Regenwasser. Was anderes gibts da nicht. Bin aber gut damit zurecht gekommen.
Von Banderabbas bin ich wieder landeinwaerts gefahren nach Bam - eine Stadt am Rand der Wueste. Von dort bin ich mit dem Bus durch die Wueste (350 Kilometer) gefahren und bin jetzt ca. 90 Kilometer vor Pakistan. Bin gespannt, was mich da erwartet. Ich bin auf alles gefasst, nachdem ich ca. 40 Kilometer vor Bam von sechs oder sieben Messerstechern auf drei Motorraedern attakiert worden bin. Ich liess mich jedoch nicht ausbremsen, sondern hielt zwei nachfolgende Autos an. Die Bande haute ab, doch meine Isomatten haben einen Messerstich abbekommen. Ich danke Gott, dass mir nichts passiert ist. Es war wirklich haarscharf!
ciao,
Michael

Hi!
After I cycled into the kultural heart of Iran - the Fars province- where the water became freezing Icycled along the persian gulf, where the temperatures were rising to 25 or 30 degrees centigrade. I didnt feel anything from the krisis in Iraq which was only 600 kilometers away. A serios feeling if you now that american ships are 100 kilometers away in alarm position...
The street along the gulf was desert, so that I had been happy to reach the next city to fill my bottles with raining water!!! But I didnt have Problems with it. From Banderabbas I cycled landinward to Bam which is at the border of the dessert. From there I took the bus through the dessert, so that I am now 90 kilometers in front of Pakistan. I ll see! I take care about everything,since I had been attacked by a gang on the motorbike. Six or seven Gangsters tried to injure me with knifes. I didnt stop but I could stop two following cars so that the gang escaped. I thank god that I hadnt been injured. only my sleeping isolation got one hit with the knife! It was really dangerous!
ciao,
Michael
 

Wüste in Pakistan (insg. 600 km bis zur ersten großen Stadt)

Eskorte in Pakistan (Haben mich insg, 80 km begleitet)

 

07.03.2003

Hi!
Nachdem mir die Attacke von den Messerstechern auf den Motorraedern noch sehr tief in den Knochen sass, und weil die komplette Gegend um Zahedan im Suedosten Irans als sehr gefaehrlich gilt, bin ich die letzten 90 Kilometer bis zur grenze mit dem Pickup.
Dort habe ich mir ein Herz gefasst und mit vollem Vertrauen in mein Material und auf Gottes Schutz 600 Kilometer quer durch die Wueste Pakistans bis zur ersten grossen Stadt Quetta.
Die ersten 300 Kilometer waren wirklich beeindruckend. In meinen Pausen genoss ich die Totenstille um mich herum. Nur alle 20 Minuten kam einmal ein Truck vorbeigefahren. Es war eine einzige riesige Flaeche, auf der man in jeder Himmelsrichtung den Horizont sehen konnte.
In Dalbandin, einer kleineren Stadt mitten in der Wueste habe ich den Minister von Balochistan kennengelernt. Er haette mir eine Eskorte fuer meine naechste Tagesetappe angeboten, was ich aber ablehnte. Daraufhin schenkte mir sein Freund, Direktor einer Privatschule eine antike, wie ebenso gefaehrliche Waffe aus Balochistan (Westprovinz Pakistans): Ein als Spazierstock getarnter Schlagstock in dessen Griff ein Dolch versenkt ist.
Hinter Dalbandin hatte ich sehr starken Gegenwind, der manchmal in einen richtigen Sandsturm uebergegangen ist. Zudem hatte ich drei Tage lang starke Magenprobleme, so dass mir manchmal die Kraft fehlte, dagegen anzukaempfen. Aber schliesslich bin ich jetzt in Quetta angekommen, von wo es jetzt weiter richtung Indien geht. Die Pakistani sind super gastfreundlich. Jede halbe Stunde bekomme ich einen Tee angeboten...
ciao,
Michael

Hi!
After the attack of the motorbikers with the knife I had been so anxious, that I took a pickup for the last 90 kilometers to the border of Pakistan. The complete surroundings of Zahedan in the southeast of Iran shall be dangerous.
In Pakistan I trusted in my material and in Gods protection and cycled 600 kilometers cross the desert to the first big city called Quetta.
The first 300 kilometers were really fantastic. when I made a break I could hear the death silence around me. Maybe all 20 minutes a truck came the way. It was a huge area in which you could see the horizont in every direction.
In Dalbandin, a little city in the dessert I met the Minister of the west provinz Balochistan. He offered me an escort for the next day. But I denied. Because of this a friend of him ( He is director of a private school) gave me an antic and dangerous weapon of Balochistan as a present: A beating stick which looks like a normal walking stick. But in its grip theres a big knife hidden.
After Dalbandin I had very much wind against me and brought much sand into my face. Sometimes it was a real sandstorm. Because I had Problems with my stomach I didn t have always the power to fight against it. But at last I reached Quetta, where the people are very friendly. every half hour I get tea...
good bye,
Michael
 

18.03.2003

Nachdem ich von Quetta aus die etwas kuerzere, aber direktere Bergroute mit Hoehen bis zu 2750 m in Angriff genommen habe, liege ich im Augenblick ziemlich genau 400 Km vor Indien. Von einem Bergdorf namens Ziarat aus machte ich zwei Trekkingtouren auf ca. 2900 Meter. Wirklich eine sehr schoene Gegen mit Baeumen, die es nur zweimal in der Welt gibt. Trotz aller Warnungen der Einheimischen, nicht in dieses Berggebiet zu fahren, weil es dort zahlreiche Talibananhaenger gibt, die mich eventuell angreifen oder kidnappen koennten, fuehlte ich mich wieder mental stark genug, es ganz genau wissen zu wollen. Hinter Ziarat bekam ich auch fuer nicht weniger als 90 kilometer (bis Loralai) eine Polizeieskorte gestellt. War mal was anderes. Fuehlte mich so wohlbehuetet wie Hubert Schwarz, der mit seinen Begleitfahrzeugen in 80 Tagen um die Welt radelte - auf Dauer jedoch ziemlich nervig und langweilig. Ich kann auf mich selber aufpassen! Mittlerweile bin ich auch etwas cleverer geworden,!
  so dass ich ohne groessere Zwischenfaelle in Multan angekommen bin, wo es nun risikolos nach Indien gehen soll. Lediglich Kinder und Jugendliche versuchten mich, mit Steinen zu bewerfen, weil sie mich auf den ersten Blick fuer einen Amerikaner hielten. Einmal rannte ein komplettes Kricketteam hinter mir her, um mich mit teilweise faustgrossen Steinen vom Fahrrad zu holen. Ich musste ca. 200 Meter wirklich um mein Leben radeln. Moechte nicht wissen, was passiert waere, wenn die mich erwischt haetten... die waren so voller West-Hass, dass sie mir noch weitere 300 Meter irgendwelche pakistanische Schimpfwoerter nachbruellten!
Die Erwachsenen sind aber ausnahmslos sehr freundlich zu mir und laecheln mich immer an, wenn sie mich sehen. Oder ich werde auf Tee oder zum Uebernachten eingeladen. Viel gefaehrlicher ist der Verkehr hier. Die Busse und Lkw s wuerden mich am liebsten von der Strasse hupen und nehmen auch untereinander keine Ruecksicht beim Ueberholen. Die Strassen (Marke Afterburner) sind oft schlechter als der schlechteste Feldweg in Deutschland. Kann gut verstehen, warum die hier fuenf mal am Tag beten...
ciao,
Mike on bike!
 

18.04.2003

Hi!
Ca 200 Kilometer, bevor ich die indische Grenze erreicht hatte, musste ich beim Abendessen in einer netten Familie mit Schrecken erfahren, dass 40 Stunden vorher die US-Truppen Irak angegriffen haben. Das war genau das, was ich unbedingt vermeiden wollte: Mich waehrend der Kriegszeit in islamischen Staaten aufzuhalten, weil die alle miteinander verbruedert sind. Ich befuerchtete, irgendwelche radikal-islamische Extremisten koennten mir daraus einen Strick drehen. Doch zu meiner grossen Erleichterung kam ich ohne irgendwelche Probleme durch und wurde nach wie vor sehr respektvoll und gastfreundlich von den Pakistanern behandelt. Dennoch war ich recht froh, nach fuenf Monaten Aufenthalt in islamischen Staaten (2 Monate Tuerkei, 2 Monate Iran, 1Monat Pakistan) mit der Einfahrt in Indien Kontakt mit einer komplett anderen Lebenskultur zu bekommen. Bereits 30 Kilometer hinter der Grenze habe ich mir den "goldenen Tempel" in Amritsar angeschaut, wo viele "Sikh" aus ganz Indien hin!
 pilgern, um dort zu beten. Ich war so von dieser ganzen lockeren Atmosphaere beeindruckt, dass ich spontan beschloss, dort die Nacht zu verbringen. Ich wollte den Tempel, der mit Gold ueberzogen ist, unbedingt auch bei Nacht sehen! Ein kulturelles und religioeses Highlight bereits am ersten Abend in Indien!
Weil ich einen 20 cm langen Riss an der Aussenseite meiner Vorderfelge habe, hatte ich urspruenglich vor, auf der ebenen Hauptstrasse direkt nach Delhi zu fahren um sie dort zu wechseln. Nach 150 Kilometern jedoch uebernachtete ich bei einem katholischen Missionar aus dem Sueden Indiens, der mir sagte: wenn ich den Dalai Lama (Fuehrer der buddhist. Religion) sehen will. muss ich nach Norden in die Berge des Himalaya fahren! Nur weil er mir am naechsten Morgen Gottes Segen mit einem Kreuz auf meine Stirn gab, wagte ich diesen Abstecher, obwohl ich bergab nur meine Hinterbremse einsetzen konnte. Eigentlich verrueckt, aber der Abstecher mit Anstiegen von zuletzt 25 Prozent auf 8 Kilometern !!! wurde belohnt. Einen Tag vor der Abfahrt des Dalai Lama durfte ich bei einer Audienz die eigentlich ausschliesslich nur fuer Tibeter war, dabeisein. Super entspannte Atmosphaere. Voller Ehrfurcht lauschten alle seiner Rede! 4 tage blieb ich dort. Geschlafen habe ich im Kloster der Moenche!
 , so dass ich direkten Kontakt mit dem Buddhismus gehabt hatte. Dort habe ich auch eine schoene Trekking-tour im Himalaya gemacht und hab die herrlichen Ausblicke auf die schneebedeckten Bergriesen genossen.
Ein Problem war, dass meine Dollars zuneige gingen, weil ich mich auf maximal 1 Woche Transit nach Delhi eingestellt hatte und ich in den Bergen mit meiner Geldkarte dort nichts anfangen konnte. So gabs auf dem ganzen Weg 2 Wochen lang nur Reis mit abwechslungsweise Currysauce, Linsen... Als ich in Shimla endlich wieder Geld ziehen konnte, stopfte ich mich voll mit Schokocremerollen, Burgern, Eis... ein Hochgenuss!
Jetzt habe ich die Berge hinter mir gelassen und fahre nun 300 Kilometer von Chandigarh, wo ich bei einer netten Familie 3 Tage verbrachte, nach Delhi. Von dort weiter nach Agra, dann nach Nepal...
Ciao,
Mike on bike

Hi!
200 kilometers before I arrived in India a man told me at the dinner in a very friendly family, that the US-troops attacked Iraqu 40 hours ago. This situation I tried to avoid in every case: To cycle in the islamic states during the war, because all the islamic states are brothers. Mentally I prepared myself for attacks of radikal-islamic Extremists. But they treated me very gently and hostile so that I could pass without any problems.
In spite of this I had been happy to come in contact with a completely different way of life, after I had been in the islamic states for five months (2 months Turkey, 2 months Iran, 1 month Pakistan). After the first 30 kilometers after crossing the border I have seen the "golden Tempel" in Amritsar, where many "Sikhs" of all India piger to just for praying. I had been staying the night there, because Iwanted to see the temple which is covered with gold in the night - a kultural and religious highlight in the first evening in India.
Because of a 20 cm lag in the steel-ring my front-wheel I wanted to go the direct way to Delhi to change it. But after 150 kilometers I were sleeping at a katholic missionar from the south of India. He told me, if I want to see His Holiness Dalai Lama, I must go to the north into the mountains of the Himalaya. The next morning he gave me goods blessing in form of a cross on my head. So I cycled at least mountains with a uprise of 25 % of 8 kilometers. But it was not for nothing. One day before the Dalai Lama left, I could take part at an audience for Tibetans. It was a relaxed atmosphere and everybody listened to him carefully.
Istood there for 4 days. Iwere sleeping in the monastery of the monchs, so that I had direct contact with the buddhism culture. There I made a nice Trekking-tour in the Himalaya where I enjoyed the fantastic view to the snow-covered mountain-giants.
A problem was, that my Dollars became less and less, because I calculated for max. 1 week to go transit for Delhi. And in the mountains my credit card did not work. So I had to eat rice with lenses or currysauce for two weeks. When I could get money with my card in Shimla I were eating chocolat creme cake, burgers, ice-cream... what a feeling!
Now I passed the mountains and go from Chandigarh, where I could stay in a family for 3 days, to Delhi, then to Agra, then Nepal...
bye,
Mike on bike
 

29.05.2003

Hi!
Weil in der ersten Stadt hinter der nepalesischen Grenze (Nepalgunj) afgrund eines Stromausfalls nicht alle Addressen meine e-mail vom 13.5. erhielten. schicke ich nun eine erweiterte alte e-mail:
Nach ca.13000 km in 9 Monaten und 10 Tagen bin ich endlich in Nepal angekommen. Da hab ich mir zur Feier eine Glatze rasieren lassen, denn "eine gewagte Tour braucht eine gewagte Frisur!). Die letzten 1000 km waren sehr beschwerlich wegen den extremen Temperaturen ueber 45 Grad. Musste lange Mittagspausen von 11.00 bis 16.00 machen. Gestartet bin ich morgens um 6.00! Die Naechte waren nur ein wenig "kuehler" (30 Grad). Ausserdem raubten mir die Moskitos einiges an Schlaf. Morgens kamen immer irgendwelche Einheimischen und glotzten mich in immer groesser werdenden Gruppen mit nichtssagender Mimik an oder stellten mir sinnlose Fragen in schlechtestem Englisch ("What is name?", "What is going?", "Why?"). Auch mittags wurde ich fast jedesmal gestoert.
Die Fahrweise der Inder ist moerderisch: Ein Bus drueckte mich beim ueberholen gegen einen Verkaufswagen und schrabbte mit seiner halben Laenge an meinem Oberarm entlang. Ein Motorradfahrer verhakte sich beim Ueberholen in meinen Lenker und riss mich vom Fahrrad. Beidesmal Fahrerflucht. Ganz normal in Indien. Aber ich bin O.K.
In Delhi konnte ich meine Vorderfelge wechseln (Danke Martin & Co.) und mich eine Woche lang bei Sightseeing erholen (Danke Axel). Das Taj Mahal, eines der 7 Weltwunder liess ich mir nicht entgehen und radelte die 200 km von Delhi nach Agra.
In Nepal werde ich mir ein paar Trekkingtouren goennen. Was ich danach mache weiss ich noch nicht. Ich hab ja noch soooo viel Zeit. In 5 Wochen werde ich in Kathmandu sein und weitersehen

Nachdem ich auf meiner Dschungelsaferi im Bardiya National park ein Rhinozerus, mehre Gruppen Hirsche, viele bunte Schmetterling und Voegel, 4-5 m lange Krokodile und Alligatoren, und viele verschiedene Affen sehen konnte, bin ich nach einer superschoenen  Bergfahrt mit Poskartenausblicken auf gruene Berge mit Reisterrassen und 10 bis 15 m hohem Bambus in Pokhara angekommen, wo ich morgen meine Trekkingtour rund um die "Annapurna-Range" starten werde, wo ich einen Bergkamm mit ueber 5400 Hoehenmetern ueberqueren werde. Eine sportliche Herausforderung ganz anderer Art...
Tja mir gefaellts saugut hier in Nepal, aber spaetestens Mitte September werde ich wieder zu Hause sein!
ciao.
Mike on Bike


Hi!
Because the electricity went gone in the first city after the border of Nepal, not everybody got my e-mail of the 13.5. So I sent you the old e-mail again and add my impressions of Nepal:
After 13000 Kilometers in 9 months and 10 days I reached in Nepal. To show my happyness I shaved my hair completely, because a risky tour needs a risky frisur. The last 1000 Kilometers had been very hard because of the extreme Temperatures about 45 degrees centigrade. I had to make long breaks from 11.00 to 16.00. I used to start in the morning at 6.00! The nights didn t become much cooler (30 degrees centigrade). There also had been many moskitos. In the morning the inhabitants came in more and more increasing groups and just watched at me without any mimik or the asked stupid Questions like "What is name?", "What is going?", "Why?". Even during my breaks Ihad been disturbed by them.
The traffic has been awful: By overtaking a bus pressed me against an other vehicle and hit me at my right arm. A motorbike hit me also by overtaking and pushed me from my bike. Both escaped without any formalities like giving the address. That s normal for India. But I m O.K.
In Delhi I could change my frontwheel (Thanks Martin and all the others!) and make a nice sightseeingtour (thanks Axel!). I cycled 200 kilometers to Agra just for seeing the famous Taj Mahal, one of the 7 Worlwonders. Wonderful!
In Nepal I ll make some trekkintours, before I go to Kathmandu in about 5 weeks. From there I don t know exactly, what I ll do afterwards because I still have so much time...

After I made a dschungelsafari in the Bardiya National Park where I coul see a rhino, some groups of hirshes, many nice birds and butterflies, 4-5 meter long krokodiles, and many monkeys, I cyceled on a 160 km long wonderful mountain road with postcard-views to the green mountains with riceterraces, 10-15meter high bamboo to Pokhara.
>From here Ill start my trekking tour round the "Annapurna range" where I ll reach an altitude of more than 5400 meters. A complete different sportive contest for me...
Yeah, I like Nepal very much, but I ll be back at home in the middle of september!
Bye,
Mike on Bike
 

"Foothills" in Nepal (Blick auf die Reisterrassen)

 

 

15.08.2003

Hi!

Nachdem ich nach langem Probieren mein Tibet-Permit nicht bekommen konnte, habe ich mich entschieden, meine restliche Urlaubs zeit in Nepal zu verbringen. Nach meinem Annapurna-Trek habe ich einen Tag lang eine recht rasante Wildwasserfahrt bei Hochwasser gemacht.

In Kathmandu habe ich mir ueber zwei Wochen lang die schoensten Buddha- und Hindutempel, so wie die ehemaligen Palaststaedte angeschaut. Nebenher habe ich im Kinderhaus der Nepalhilfe Beilngries ein bisschen als Voluntaer agiert, wo wir mal Reis anpflanzten, was in einer einzigen Schlammschlacht endete, mal Fussball oder Tischtennis spielten, oder gemeinsam Hausaufgaben machten. Auch die beiden Schulen der Kinder habe ich besucht, um mir als zukuenftiger Lehrer Eeindruecke vom nepalesischen Unterricht zu verschaffen. Ich war beeindruckt von der Disziplin in den Klassen! Davon werde ich in Deutschland lange traeumen…

Anschliessend bin ich zum Chitwan National Park, wo ich zum zweiten Mal auf meiner Tour mit Hochwasser konfrontiert wurde. Mein Zelt wurde von den Fluten weggespuelt, konnte aber noch rechtzeitig geborgen werden, bevor es vom Stacheldrahtzaun zerfetzt worden waere (danke, Ohmm!). Als das Hochwasser zurueckging, bin ich auf eigene Faust durch den Dschungel, der an den Park angrenzt, wo ich frueh morgens aus ca. 100 Metern Entfernung ein einhoerniges Rhinozerus beim Grasen zuschauen konnte.

Auf dem Rueckweg hatte ich in Daman einen traumhaften Blick auf ueber 400 Kilometer Himalaya Range, wo man bei Sonnenaufgang acht der weltweit 14 Achttausender auf einmal sehen konnte. Ich war so hin und hergerissen, dass ich an diesem Morgen einen ganzen Film verknipste.

Nachdem ich also in den letzten drei Monaten Nepal in vollsten Zuegen genossen habe, bin ich nun wild entschlossen, meinem Nepaltrip by bike einen kroenenden Abschluss zu setzen: Ich werde nochmal meinen Rucksack packen und eine Trekkingtour zum Mount Everest (Sagarmatha) Base Camp unternehmen. Ich fuehle mich koerperlich fit genug, mein Ziel auf knapp ueber 5000 Metern zu erreichen. Dass mich der Monsun auf meinem Weg begleiten wird, stoert mich nicht sehr, weil sich deswegen viele Touristen abschrecken lassen und ich somit die Natur ziemlich ungestoert geniesen kann (wie bei meinem Annapurna-Trek…)!

Wies dann tatsaechlich war, erzaehle ich dann in einem knappen Monat…

Ciao,

Mike on Bike

Hi!

After I didn t get my Tbet Permit, I decided to spend the rest of my Holidays in Nepal. After my Annapurna-Trek I made a great Wild water Rafting tour for one day. It was really very amazing!

In Kathmandu I were watching the nicest Buddhistic and Hinduistic Tempels and the ancient Palaces for more than two weeks. Beside this, I were working a little bit as a Volunteer in a social Institution which is sponsored by the Nepalhilfe Beilngries. There we were planting some rice. At the end we made a great battle by the mud of the fields… Another time we were playing football or table tennis or we were making the homework together. I also visited the two schools, the children are going to, to get some impressions of nepali lessons. I had been really fascinated about the disciplin in the classes! I will dream a long time about this, if I am back in Germany…

After that I cycled to the Chitwan National Park, where I had been confronted with a great flood for the second time in my one year lasting bycicle tour. My tent had been swept away by the flood, but it could have been saved, before it would have been destroyed by the steely hooks of a fence (thanks, Ohmm). When the flood decreased, I were walking alone through the jungle next to the border of the park, where I could see a one-horned Rhino at grassing from a distance of 100 Meters!

On my way back in Daman I had a fantastic mountain view over 400 kilometers Himalayan Range where I could see eight of the worldwide 14 eightthousand-meter-mountains during the sunrise. I had been so excited, that I consumed one complete film in this morning.

After enjoying so much in the last three months, I decided to finish my Nepaltrip by bike with one great event: I will pack my rucksack one more time to make a trekking-tour to the Mount Everest (Sagarmatha) Base Camp. I feel myself fit enough to reach my goal in an altitude of a little bit more than 5000 meters. The monsoon on my way is not so disturbing, because many tourists cancel their Everest Trek, so that I can enjoythe nature even more (like at my Annapurna Trek)!

More about this I will tell you in a little bit less than one month…

Good bye,

Mike on Bike

25.09.2003

Hi!

Meine letzte Aktion, der Trek zum Everest Base Camp (EBC), war auf meinem nunmehr 13 monatigem Nepaltrip by bike wirklich ein grandioser Schlusspunkt!Trotz aller Warnungen vor Angriffen von Seiten der aufruehrerischen Maoisten, die sich genau dort aufhalten, wo ich meine Trekkingtour startete, bin ich von der Maoistenhochburg Jiri aus losgestiefelt. Dabei hatte ich keinerlei Probleme mit den Leuten dort. Lediglich einmal wurde ich von 3 halbstarken Jugendlichen (ca. 16 bis 18 Jahre) mit Stoecken bewaffnet angehalten, ihnen Geld zu geben. Aber mit einer kleinen Notluege, dass meine Gruppe mit Fuehrer kurz hinter mir ist, konnte ich die Situation recht elegant regeln...

Mit meiner Annapurna-Ausruestung (Turnschuhe und Expeditionsrucksack (Kicher!) mit Kopfgurt)), Chang (Reisbier), Yakkaese bzw. -butter und gekochten Kartoffeln mit viel Chilli (typisches Sherpafutter) bin ich gut ueber die Runden (aeh, ueber die Berge!) gekommen!Die Bergsicht war die erste Woche leider recht bescheiden, weil halt immer noch Monsunzeit hier in Nepal ist. Aber ab Namche Bazar, wo ich nach 9 Tagen ankam, hatte man morgens immer wieder recht schoene Aussicht auf die wuchtigen 7000 er. Und als ich nach weiteren 4 Tagen von Gorak Shep frueh morgens nach Kala Pattar, einem der schoensten Blickpunkte Nepals in ueber 5500 Metern Hoehe, hochstieg, war ich nicht nur von der duennen Luft dort oben platt (weniger als 50% Sauerstoff), vielmehr von der atemberaubenden Aussicht auf den Mt. Everest, dessen Gipfel nur 6 Kilometer von mir entfernt war. Aber auch der 360 Grad Rundumblick auf die anderen Berge, wie Nuptse, Ama Dablam, ..., die mit ihren schneebedeckten Gipfel wahrlich majestaetisch dastanden, und das staendige Grollen von Lawinenabgaengen, die wasserfallaehnlich hinabstuerzten, haben mich derart beeindruckt, dass es mir schwer fiel, wieder abzusteigen!Der Spaziergang zum Everest Base Camp war leider nicht so sehr mit Bergsicht gekroent, aber auf dem Weg durch die Moraenenlandschaft war man ganz nahe an den Eisbergen des Khumbu Gletschers, die ein recht arktisches Gefuehl vermittelten. Dies wurde umsomehr verstaerkt, als es zu schneien begann, als ich an der Stelle ankam, wo Ende Mai ein russischer Hubschrauber unnaechst des EBC abgestuerzt ist.Auf dem Weg zurueck habe ich dann erst gemerkt, wie gut mir die immer sauerstoffreichere Luft bekam. Auf dem Weg nach Lukla habe ich einmal eine Etappe eingelegt, in der ich mehr als 11 Stunden effektiv lief. Teilweise bin ich mit meinem recht spartanisch gepackten Rucksack (10 Kilo..., hab seit meinem Annapurnatrek dazugelernt!) gejoggt, wenn es bergab ging. Und das in Hoehen zwischen 3000 und 4000 Metern. So fit habe ich mich noch nie in meinem Leben gefuehlt, eine ganz tolle Erfahrung!Der Rueckflug von Lukla nach Kathmandu war ebenfalls recht faszinierend, weil man an diesem klaren Morgen wieder alle Ranges sah, wenn man seinen Blick ueber das Himalaya schweifen liess!Wirklich, einen schoeneren Abschluss haette meine Trekkingtour in der Mt. Everest Region Khumbu bzw. mein ganzer Urlaub nicht finden koennen - und vielleicht auch sollen!Jetzt entspanne ich mich noch die letzten 4 Tage vor meinem Abflug am 9. September nach Deutschland in Kathmandu, wo ich die Zeit mit Shopping und Momo-Essen vollends rumbringe...

Ciao,

Michael (Mike on Bike) 

Hi!

My last action, the trek to the Everest Base Camp (EBC), was really a grandious final at he End of my 13 month lasting Nepaltrip by bike!In spite of all warnings because of attacks of revolutious Maoists, who concentrate exactly at the place, from where I started my Trekkingtour, I went on walking from Jiri. I didn t have any problems with the local people. Only one time three juveniles between 16 and 18 years, armed with wooden sticks stopped me in order to get some money. But when I were lieing, that my group with the guide will arrive in a short time, they moved on...with my Annapurna equipment (Jogging-shoes, Expedition-bag (Ho, ho) with head-belt, Chang (Rice beer), Yak cheese and butter and boiled potatoes with much chili (typical Sherpafood) I came over the mountains in a good way!In the first week I nearly didn t have any mountain view, because it s still Monsun time in Nepal. But in Namche Bazar, where I arrived after 9 days, I had a nice view to the 7000 meter high mountains in the morning. And after further 4 days, when I went upstairs from Gorak Shep to Kala Pattar, which is one of the nicest view points of Nepal in ann alltitude of more than 5500 meters early in the morning, not only the thin air with less than 50% oxygen took my breath, even more the breathtaking view to the Mt. Everest,, which peak was only 6 Kilometers away from me. But also the 360 degrees panarama view to the other mountains like Nuptseor Ama Dablam, ..., with its snowcovered peaks loked really majestetic and the permanent grumbling of the avalanges, which crashed down like waterfalls impressed me in such a way, that it was hard to leave this place!The way to the EBC was not so crowned by mountain view, but in the morain terrain you had been next to the Ice mountains of the Khumbu Glacier, which gave you an artic feeling. This had been forced, when it started snowing, when I arrived at the place, where a russian helicopter crashed down next to the EBC.On my way back I felt the increase of oxygen. There was one etape in which I were walking for more than 11 hours. Sometimes I were jogging with my spartanic packed bag (10 Kilogramms... I learned since my Annapurna trek!) when there was a descend. And this in an altitude of 3 to 4000 Meters. I never felt as fit as now inmy life  - a nice feeling.Also the return fly from Lukla to Kathmandu was also very fascinating, because you could see all the ranges of the Himalaya at this clear mourning.I m sure that my Trek in the Everest region Khumbu or my complete holiday couldn t end in a nicer way. Maybe it should have been so - thanks God!!!Now I relax for the last four days in Kathmandu by shopping and eating Momos, before my flight to Germany starts at the 9th of September...

Trek zum Mt. Everest-Base Camp (In meiner Pause in einem Kloster wurde ich von buddhistischen Mönchen in ihrer Küche auf tibetanischen Buttertee eingeladen!)

 

 

Good bye,

Michael (Mike on Bike)

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